sst

Brand in der Lieberoser Heide: Feuerwehr kämpft weiter

Dahme-Spreewald. Die Löscharbeiten in der Lieberoser Heide dauern auch am vierten Tag nach dem Brandausbruch an. Wie Bernhard Schulz, Pressereferent des Landkreises Dahme-Spreewald (LDS) informiert, konnte der Waldbrand auf dem munitionsbelasteten Gelände jedoch seit Dienstag auf einer zusammenhängenden Fläche von 100 Hektar eingedämmt werden.

„Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin darauf, den Brand innerhalb der jetzigen Außenlinien zu halten. Dabei ist das Einsatzgebiet rund um die Uhr zu beobachten, um ein erneutes Entfachen von Glutnestern und Schwelbränden durch auffrischenden Wind und die Thermik schnell zu bekämpfen“, erklärt LDS-Kreisbrandmeister Christian Liebe. Die Löscharbeiten finden in einem dicht bewachsenen Areal nördlich des Teerofensees zwischen den Ortschaften Byhlen und Klein Liebitz statt. 

Keine Evakuierung bisher notwendig

Der Waldbrand in der Lieberoser Heide ist damit laut Einsatzleiter Liebe nach wie vor unter Kontrolle. Aufgrund der stabilen Lage schließe er eine weitere Brandausbreitung derzeit aus. Folglich müssen auch keine Evakuierungsmaßnahmen oder Straßensperrungen in Betracht gezogen werden.

Die Einsatzkräfte haben die Lage im Griff, müssen aber zudem mit der Rekord-Hitze sowie Staub- und Rauchbelastung selbst kämpfen. Am Boden können die Flammen nur von den gesicherten aber schwer befahrbaren Zuwegungen aus gelöscht werden, da ein Betreten des mit Kampfmitteln belasteten Gebiets selbst zu gefährlich wäre. Löschwasser wird über zwei fest eingerichtete Entnahmestellen aus den nahe gelegenen Zieste- und Teerofensee gewährleistet.

240 Einsatzkräfte vor Ort

Derzeit sind noch immer zirka 50 Löschfahrfahrzeuge mit 240 Einsatzkräften der Feuerwehren aus den Landkreisen Dahme-Spreewald, Spree-Neiße und Märkisch-Oderland vor Ort. Außerdem unterstützen das Technische Hilfswerk, Deutsche Rote Kreuz sowie der Katastrophenschutz und Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg die Löscharbeiten. Bis zum Einbruch der Dunkelheit werden noch zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei das Feuer aus der Luft bekämpfen. Auch ein weiterer Erkundungshubschrauber der Polizei kam am heutigen Donnerstag wieder zum Einsatz, um der Einsatzleitung Infrarotbilder aus der Luft zur Lokalisierung neuer Brandherde zu liefern.

Dritter Helikopter

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter und der Präsident der Bundespolizei Dieter Romann haben sich am Donnerstagvormittag aus der Luft einen Überblick über die aktuelle Waldbrandlage in der Lieberoser Heide verschafft und anschließend bei der Einsatzleitung über laufende Maßnahmen der Brandbekämpfung sowie die Koordination der unterschiedlichen Einsatzkomponenten informiert.

Schröter: „Ich ziehe meinen Hut vor den engagierten und fähigen Einsatzkräften vor Ort. Ihnen ist es zu verdanken, dass für die Zivilbevölkerung hier keine Gefahr besteht.“

Der Innenminister stellte für die weitere Brandbekämpfung der beiden aktuellen Großbrände in Brandenburg nun einen dritten Helikopter der Bundespolizei vom Typ „Super Puma“ mit 2.000 Litern Fassungsvermögen für Löschwasser in Aussicht.

Nachdem am Morgen ein baugleicher Löschhubschrauber zum Waldbrand bei Ziltendorf (Oder-Spree) abgezogen wurde, verblieb zunächst nur ein kleinerer Hubschrauber der Bundespolizei mit 600 Litern Fassungsvermögen in Lieberose. Am späten Nachmittag traf dann auch der vom Minister zugesicherte, größere Löschhubschrauber in der Lieberoser Heide ein.

Auch Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge hat sich am Donnerstag nochmals persönlich ein Bild vom laufenden Einsatzgeschehen gemacht: „Unser außerordentlicher Dank gilt angesichts der tagelangen Löscharbeiten den vielen unermüdlichen Einsatzkräften, vor allem auch den freiwilligen Helfern für das große Engagement unter den schwierigen Bedingungen“.

Der Landrat verschaffte sich zusammen mit dem Amtsdirektor von Lieberose/Oberspreewald, Bernd Boschan, sowie Vertretern der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg und hiesigen Oberförsterei des Landesbetriebes Forst Gehör beim Innenminister für die regionalen Interessen der präventiven Waldbrandbekämpfung.

Munitionsbelastete Fläche

Die Löscharbeiten des derzeitigen Großbrandes in der Lieberoser Heide dauern seit Montagmorgen an. Die Brandbekämpfung wird durch die schlechte Zuwegung und die hohen Tagestemperaturen in unmittelbarer Nähe zur munitionsbelasteten „roten Zone“ des früheren Truppenübungsplatzes Lieberoser Heide erschwert. Es handelt sich um Reservatsflächen im Besitz der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

Seit Montagabend koordiniert der LDS-Kreisbrandmeister als Einsatzleiter die Löscharbeiten vom Stützpunkt in Lieberose aus. Mit Einstufung des Brandes als Großschadenslage war die Zuständigkeit für die weitere Brandbekämpfung auf den Landkreis Dahme-Spreewald übergegangen.

„Die Löscharbeiten werden sich aufgrund der Sommerhitze und des fehlenden Niederschlags noch weitere Tage hinziehen, schätzt Kreisbrandmeister Liebe am Donnerstagnachmittag ein.

(PM/Landkreis Dahme-Sprewald)

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Eggerts SachsenWind – Wintersport ade?

Sachsen. Tolle Kulisse: Wo im Sommer Zehntausende die Filmnächte erleben, jagen im Winter die weltbesten Skilanglauf-Menschen über (künstliche) Schneepisten. Gegenüber das elegante Dresdner Stadtpanorama, dazu, am Terrassenufer, Schiffe der Weißen Flotte – zum dritten Mal fand hier Mitte Januar ein Sprint-Weltcup im Skilanglauf statt. Das Publikum war angetan, attraktive TV-Bilder gingen ins ferne Kanada, ins etwas nähere Norwegen oder nach Russland. Die Dresdner Stadtmarketing-Macher waren zufrieden, der Welt-Skiverband auch. Unzufrieden dürfte Sachsens Grünennachwuchs gewesen sein. Der hatte sich schon vor dem Skispektakel kritisch zu Wort gemeldet: Das alles finde auf Kunstschnee statt, sei Energieverschwendung riesigem Ausmaßes und passe nicht ins klimapolitische Bild. Erwartbare Einsprüche also. Doch dann folgte ein Hinweis, der neugierig machte: In Zeiten der Erderwärmung stünde der Wintersport hierzulande generell in Frage, andere Sportarten müssten her. Rollerski zum Beispiel. Rollerski! Eine prickelnde Idee. Immerhin wird auf solchen im Sommer für den Winter trainiert. Doch was machen die Bobfahrer? Auch sie bräuchten keine künstlich vereiste Bahn, ihr Sommersportgerät würde genügen: eine Art Seifenkiste. Ihr Hans EggertTolle Kulisse: Wo im Sommer Zehntausende die Filmnächte erleben, jagen im Winter die weltbesten Skilanglauf-Menschen über (künstliche) Schneepisten. Gegenüber das elegante Dresdner Stadtpanorama, dazu, am Terrassenufer, Schiffe der Weißen Flotte –…

weiterlesen