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Wie Pückler lebte

Cottbus. Kulturministerin Martina Münch hat am vergangenen Samstag die neue Dauerausstellung »Fürst Pückler. Ein Europäer in Branitz« eröffnet und die Bedeutung der Anlage gewürdigt. Denn Park und Schloss Branitz sind kulturhistorisch und landschaftsarchitektonisch von enormer Bedeutung.

Der Park Branitz ist nicht nur einer der letzten großen Landschaftsparks des 19. Jahrhunderts, er gehört auch zu den herausragenden Beispielen europäischer Gartenkunst. »Seit dem vergangenen Jahr hat das Land Brandenburg mit Gründung der Landesstiftung sein Engagement deutlich erhöht«, betont Münch und weiter: »Damit kann das Ensemble seine Attraktivität als kulturtouristisches Ziel und Ort der Pückler-Forschung weiter ausbauen. Zudem eröffnen sich zusätzliche Perspektiven für die Zusammenarbeit mit Sachsen und Polen sowie für den Prozess der Strukturentwicklung in der Lausitz – hier spielt das Pücklersche Erbe eine zentrale Rolle als Identitätsstifter und Inspirationsquelle.«

Auf (fast) alle Fragen gibt es nun Antworten

Rund 250 Gäste feierten daher am Samstag, mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz die Eröffnung der neuen Dauerausstellung mit dem Titel »Fürst Pückler. Ein Europäer in Branitz« im Schloss Branitz. Seit dem Wochenende können nun nicht nur die historischen Wohn- und Gesellschaftsräume des Fürsten bewundert werden. Die Besucher erfahren Hintergründe über das Leben, Werk und Wirken Fürst Pücklers und Details zur Nutzungsgeschichte des Schlosses bis zur heutigen Zeit. In elf Räumen des Haupt- und Obergeschosses bietet die Ausstellung mehrere Medienstationen, die zum Verweilen und Nachforschen einladen.

Gert Streidt, Direktor der Stiftung, freut sich, dass mit der neuen Ausstellung die Besucher neben dem Erleben des Parks und des Schlosses nun auch den Schöpfer des Branitzer Gesamtkunstwerks kennenlernen können. »Möglich wird das durch eine Fülle originaler Objekte aus dem Besitz des Fürsten, die uns die Erbengemeinschaft der Familie von Pückler großzügig zur Verfügung stellte.« Ergänzend wird es ab Herbst auch einen Audioguide in den Sprachen Deutsch, Polnisch und Englisch geben. Zudem erscheint ebenfalls im Herbst dieses Jahres eine Bildbiografie über Hermann von Pückler-Muskau. Das Konzept zur Ausstellung wurde unter Leitung von Stiftungs-Kustodin Dr. Simone Neuhäuser von den Historikern und Kunsthistorikern Andreas Bernhard, Klara Freund, Marina Heilmeyer, Ulf Jacob, Sabrina Kotzian und Silke Kreibich erarbeitet. Dank der Förderung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Spree-Neiße, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und die Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien konnte das Projekt umgesetzt werden.

Preis für Menschen, die es besonders verdient haben

Anlässlich der Ausstellungseröffnung wurde auch der in diesem Jahr von der Familie von Pückler gestiftete Pückler-Preis verliehen. Der Preis geht an den früheren Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und jetzigen Generalintendanten des Humboldt Forums, Hartmut Dorgerloh, sowie an Michael Rohde, Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Beide haben sich besonders um die Wiederherstellung des Parks in Babelsberg und die Bekanntheit von Pücklers Wirken verdient gemacht.

Info:
Seit dem 1. Januar 2018 kümmert sich die neu errichtete Landesstiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz um die gesamte Anlage. Das Land unterstützt die Stiftung in diesem Jahr mit rund 2,7 Millionen Euro. Seit 1990 wurden rund 40 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes, des Landes und der Stadt Cottbus in die Anlagen investiert.

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Schulsporthallen bleiben geschlossen

Senftenberg. Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und Amtsleiter Falk Peschel am Mittwoch im Ausschuss Soziales Bildung, Kultur und Sport. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass für die Nutzung der insgesamt sechs Schulsporthallen durch die Stadt Reinigungs- und Hygienekonzepte festgeschrieben werden müssten, für deren Umsetzung die Stadt in der Verantwortung steht. Vor jedem Nutzerwechsel müssten demzufolge die Hallen gereinigt werden, unabhängig davon, wie lange dort Sport getrieben wurde, also auch nach einer Nutzung von beispielsweise nur einer Stunde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt wären in der Pflicht dies zu überwachen. Aufgrund der Nutzungszeiten bis zum Teil 22 Uhr kann dies nicht gewährleistet werden. Zudem wäre ohnehin nur die Ausübung so genannter kontaktloser Sportarten zulässig, beispielsweise Tischtennis. Darüber hinaus würden die Schulsporthallen mit Beginn der Schulferien am 24. Juni ohnehin wieder geschlossen. Es handelt sich also lediglich um einen Zeitraum von dreieinhalb Wochen, in dem die Schulsportanlagen durch Dritte genutzt werden könnten. Laut einer neuen Fassung der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre die Nutzung durch Dritte beziehungsweise durch Vereine theoretisch wieder möglich. Die Stadt Senftenberg hofft vor diesem Hintergrund auf Verständnis in der Bevölkerung und insbesondere bei den betroffenen Vereinen. »Der Gesundheitsschutz hat stets höchste Priorität«, erklärt Bürgermeister Andreas Fredrich. Bei der Entscheidung gehe es zudem darum, die Verhältnismäßigkeit von Nutzen, Zeit und Aufwand zu berücksichtigen. Aufgrund der nicht in Anspruch genommenen Nutzungstage seit dem 17. März 2020 bis zum 24. Juni 2020 (Schuljahresende) werden die Nutzungsgebühren neu berechnet und gegebenenfalls bereits gezahlte Nutzungsgebühren zurückerstattet. Dies soll spätestens nach Schuljahresende erfolgen.Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und…

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