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Wasserleitungen werden gespült

Cottbus. In der Cottbuser Innenstadt werden seit 14.Oktober, die Trinkwasserleitungen gespült. Grund sind Ablagerungen von Mangan und Eisen.

Die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG hat angekündigt im Zeitraum vom 14. bis 26. Oktober im Bereich Cottbus-Mitte rund 26 Kilometer Trinkwasserhauptleitungen zu spülen. Etwa 14000 Einwohner und 180 Gewerbekunden werden durch diese Leitungsspülung betroffen sein. Da sich in der Innenstadt viele Einrichtungen wie Restaurants, Bäcker, Cafes oder auch Arztpraxen befinden, für die die hohe Qualität des Trinkwassers von großer Bedeutung ist, ist gerade dort die Spülung der Leitungen eine besondere Herausforderung für die LWG.

»Um die Auswirkungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten, spülen wir die Leitungen in den Nachtstunden von 22 bis 5 Uhr«, berichtet Jonas Krause, Technischer Leiter der LWG. Während der nächtlichen Arbeiten sollte kein Wasser aus den Leitungen entnommen werden und auch aufgrund der Druckschwankungen keine Wasch- und Spülmaschinen benutzt werden. Den betroffenen Haushalten wird empfohlen, für die Nächte Wasservorräte anzulegen.

Der Technische Leiter empfiehlt zudem nach der Spülung den Filter zu kontrollieren, der hinter dem Wasserzähler angebracht ist. Denn es ist möglich, dass sich aufgewirbelte Partikel darin befinden und den Filter somit verstopfen können. »Trotz intensiver Vorbereitungen können wir Unannehmlichkeiten leider nicht gänzlich ausschließen«, erwähnt Jonas Krause und bittet um Verständnis für diese wichtige Maßnahme: »Um auch zukünftig eine Trinkwasserversorgung in einer gewohnt hohen und beständigen Qualität gewährleisten zu können, ist eine Spülung der Leitungen unverzichtbar.«

Info:

Sollten trotz aller getroffenen Vorkehrungen, Beeinträchtigungen wie beispielsweise braunes Wasser oder Druckverlust länger anhalten, so können die betroffenen Haushalte sich über die kostenfreie Servicenummer 08000/ 594 594 oder per E-Mail: stoerung@lwgnet.de an extra dafür zuständige Mitarbeiter wenden.  Weitere und tagesaktuelle Informationen sowie eine Übersichtskarte stehen im Internet unter www.lausitzer-wasser.de zur Verfügung.

 

 

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Ausstellung: „Rohe Kunst“ in Kirschau

Kirschau. Rund elf Prozent der Menschen in Deutschland leiden entsprechend einer Studie der WHO an chronischen Depressionen. Die Tendenz ist zunehmend. Das Projekt „Schattenseiten – LEBEN“ greift den Umgang mit diesem Thema auf und bearbeitet es künstlerisch. Behandelt werden Fragen wie „Was ist eine Depression?“, „Was ist einfach nur Traurigkeit oder Melancholie?“, „Wie gehen wir damit um?“, „Was bedeuten Glück und Freude?“.  Mit diesen Fragestellungen und den Antworten soll eine breite Öffentlichkeit erreicht werden. Schattenseiten - LEBEN ist dabei kein trauriges oder depressives Projekt, sondern eines voller Lebensfreude, mit einer positiven Lebenseinstellung und vielen nachdenklichen Elementen. Die Galerie FLOX in Kirschau präsentiert ab 26. Mai mit der Ausstellung „Schattenseiten – LEBEN“ eine Künstlergruppe bestehend aus Eric Fish mit „Naiver Liedermalerei“, Ute Näser, ebenfalls mit Malerei, und als künstlerischen Kontrapunkt Thomas Christinas mit einer vor Ort entwickelten Installation. „Mit Eric Fish, Ute Näser und Thomas Christians wird erstmalig eine gesamte Ausstellung bei FLOX der Kunstrichtung Art Brut gewidmet. Es ist eine sehr emotionale Ausstellung dreier Künstler mit ganz unterschiedlichen Lebenserfahrungen,“ erläutert Hellfried Christoph, der Leiter der Galerie und ergänzt: „Art Brut als unbekannte oder wenig beachtete Kunstrichtung vereint Kunstschaffende von autodidaktischen Laien über Kinder bis hin zu Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen Behinderung.“ Die Bezeichnung ging vom französischen Maler Jean Dubuffet aus, der sich eingehend mit einer naiven und antiakademischen Ästhetik beschäftigte. Art Brut, auch „rohe Kunst“ genannt, beschreibt eine Kunst jenseits jeglicher etablierten Formen und Strömungen. Sie speist sich oft bewusst oder unbewusst aus einem therapeutischen Ansatz heraus. Die Ergebnisse sind in den meisten Fällen spontane, situative Arbeitsergebnisse, meistens mit sehr hoher Intensität und extremer emotionaler Dichte. Für die Kunstschaffenden stellt diese Möglichkeit durchaus eine „Ventilfunktion“ dar. Gleichfalls wird so Öffentlichkeit erzielt, die stellvertretend für andere Betroffene spricht. Und dem Rezipienten können sich neben dem rein ästhetischen Seherlebnis Zugänge zu Innenwelten auftun, die sowohl persönlich wie auch gesellschaftlich verdrängt werden. Zu nennen sind Thematiken wie Melancholie, Trauer, Depression bis hin zum Suizid. Für Eric Fish, dem Liedermacher, Sänger und Frontmann der Folk-Metal-Band Subway to Sally, sind seine Arbeiten „zusätzliche Strophen“ zu seinen Songs und stellen spannende Übergänge vom Hören zum Sehen dar. In der Ausstellung werden die Besucher die Möglichkeit haben, per Audiosystem die Songs zu einigen Bildern beim Betrachten zu hören. „Als Einmaligkeit wird bei dieser Ausstellung zu Werken von Eric Fish und Ute Näser eine Audiodeskription (Übersetzung) für Blinde erarbeitet. Damit wird ein barrierefreier Zugang auch für Sehbehinderte möglich“, erzählt Uwe E. Nimmrichter, der Leiter des Projektes „Schattenseiten – LEBEN“. „Danke dafür der blinden Hörfilmautorin und Sängerin Johanna Krins.“ Die Ausstellung „Schattenseiten – LEBEN“ ist Bestandteil des vom 10. Mai bis 5. Juli stattfindenden gleichnamigen Projektes des Vereines für Kunst, Kultur und Umwelt im sächsischen Dreiländereck. Die Ausstellung ist bis einschließlich 5. Juli im Friese Kirschau zu sehen. Rund elf Prozent der Menschen in Deutschland leiden entsprechend einer Studie der WHO an chronischen Depressionen. Die Tendenz ist zunehmend. Das Projekt „Schattenseiten – LEBEN“ greift den Umgang mit diesem Thema auf und bearbeitet es künstlerisch.…

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