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Ostseeboden wird vorbereitet

Cottbus. Die vorbereitenden Arbeiten zur Errichtung einer bis zu 18 Hektar großen schwimmenden PV-Anlage auf dem künftig 1.900 Hektar großen Cottbuser Ostsee haben begonnen. Die LEAG vergütet derzeit mittels einer Rütteldruckverdichtung den gekippten Untergrund im ehemaligen Tagebau Cottbus-Nord.

Damit geht das Energieunternehmen in Vorleistung, um die ersten Arbeiten für die noch durch die Stadt Cottbus zu genehmigende Anlage »im Trockenen« vornehmen zu können.

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In Zusammenarbeit mit ihrer Projektentwicklerin EP New Energies GmbH (EPNE) plant LEAG mit diesem Projekt, einen innovativen Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Lausitz zu leisten und ist damit allein in der zweiten Jahreshälfte 2021 Wegbereiter für über 550 MW Grünstromleistung. Die 21-MW-Anlage wäre das bislang größte in Deutschland realisierte Floating-PV-Projekt.

»Für die Vergütung des gekippten Bodens kommt wieder das bewährte Verfahren der Rütteldruckverdichtung zum Einsatz, mit dem wir bereits die Ufer der zwei Naturschutz-Inseln und die gekippten Uferbereiche im künftigen Cottbuser Ostsee verdichtet haben. Unsere Tochterfirma GMB steht hierzu mit ihrer Technik und ihrem Knowhow an unserer Seite«, so die Leiterin Geotechnik bei LEAG, Franziska Uhlig-May. Für die Rütteldruckverdichtung setzt die GMB den Raupenseilkran LR 1300 mit einem Einsatzgewicht von rund 290 Tonnen und einer 35 Meter langen Lanze mit Rüttler ein. Das Rütteldruckverdichtungs-Gerät wurde in den letzten Wochen mit mehreren Tieflader-Transporten von seinem vorherigen Einsatzort in Greifenhain angeliefert und an einem Montageplatz am Rande des Cottbuser Ostsees für seinen Einsatz gerüstet.

»Anders als bei Anlagen, die auf Wasserflächen installiert werden, mussten wir für unsere Floating-PV-Anlage zunächst eine technische Lösung für die Installation entwickeln, die das Aufschwimmen ermöglicht, ohne, dass die Anlage dabei ihre Lage verändert. Gemeinsam mit Partnern haben wir ein System auf Basis von Dalben erarbeitet, mit dem das gewünschte Aufschwimmen an Ort und Stelle im künftigen Ostsee möglich wird«, so Torsten Bahl, LEAG-Verantwortlicher Spezialtiefbau / Sicherung Bergbaufolgelandschaften. Dabei werde die Anlage um in den Untergrund gerammte Rohre, sogenannte Dalben mit einem Durchmesser von etwa 30 bis 40 Zentimeter, errichtet. Bevor die Dalben in den Untergrund gerammt werden können, muss der gekippte Untergrund in Tiefen bis zu 30 Metern aufwendig vergütet werden. Insbesondere im Bereich der zukünftigen 34 Ankerpunkte als Standorte für die Dalben ist ein auf zwei Meter verdichtetes Rüttelraster vorgesehen.

Neben den Ankerpunkten, erfolgen Verdichtungsmaßnahmen außerdem für einen Sicherungsstützkörper, der die geplante Anlage von einem Bewegen in Tieflagen schützen soll sowie für einen Zufahrtsweg, der während der Montage der Anlage genutzt werden wird. In Summe ergeben sich für dieses Projekt rund 40.000 Meter die mittels Rütteldruckverdichtung bearbeitet werden.

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Ende März 2022 sollen die Arbeiten zur Rütteldruckverdichtung abgeschlossen werden. Die Errichtung der Anlage ist für das Jahr 2023 mit Vorliegen der Baugenehmigung vorgesehen. »Wir liegen mit der Flutung des Ostsees weiterhin im Plan, so dass wir mit einem Aufschwimmen der Anlage ab dem Jahr 2024 rechnen«, so Franziska Uhlig-May.

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