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Lottomittel für neuen Kessel

Cottbus. Der Lausitzer Dampflock Club e.V. darf sich über eine riesige Summe aus Lottomitteln freuen. Genutzt werden soll sie für die Revision eines Brandenburger Originals.

Mit Tränen in den Augen nahm der Vereinsvorsitzende des Lausitzer Dampflok Club e.V., Werner Donath, den Scheck über 60.000 Euro vom Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Guido Beermann entgegen.

40.000 Euro stammen aus der Konzessionsabgabe Lotto des Landes Brandenburg. Die Staatskanzlei und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie beteiligen sich mit je 10.000 Euro Lottomitteln. »Es ist schön zu sehen, dass sich hier Menschen gefunden haben, die mit so viel Herzblut an einem Thema dran sind. Mit seinem Engagement für die Dampflok BR 03 204 bewahrt der Lausitzer Dampflokclub dieses Zeugnis unserer Industriegeschichte. Ich freue mich, dass sich die Staatskanzlei und das Wirtschaftsministerium ebenfalls beteiligen und wir das Projekt gemeinsam mit Lottomitteln unterstützen. Mit diesen Mitteln können wir vor allem Projekte fördern, die nicht in den üblichen Förderprogrammen berücksichtigt werden können, jedoch von Bedeutung für die Menschen vor Ort sind.«, erklärte Minister Guido Beermann bei der Lottomittel-Übergabe.

Und der Verein hat auch schon ein klares Ziel, was mit dem Geld passieren soll. »Die Summe fließt in die Revision der Dampflok BR 03 204, die derzeit im Dampflokwerk Meiningen aufgearbeitet wird«, so Werner Donath.

1,4 Millionen Euro muss der Verein für die Instandsetzung aufbringen. Rein aus Eigenmitteln war diese Summe für den Verein nicht zu stemmen. Über einen Kredit und Spenden konnte bereits der Tender überholt werden und die Achsen fertig gestellt werden. Die zur Verfügung gestellten Lottomittel werden jetzt für die Fertigstellung des Kesselinneren und die fachgerechte Prüfung des Kessels benutzt.

Brandenburger Original

1936 in Hennigsdorf gebaut, war die Dampflok BR 03 204 fast ihr gesamtes Betriebsleben in der damaligen Reichsbahndirektion Cottbus beheimatet. 1993 holte der Lausitzer Dampflok Club e.V. die alte Dampflok von ihrem Sockel, auf dem sie als Denkmal ausgestellt wurde, und arbeitete sie mit eigenen Mitteln wieder auf. 16 Jahre war die Traditionslok danach als Museumslokomotive im Rahmen unzähliger Sonderfahrten und Eisenbahnfesten in Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich und Ungarn unterwegs. Nach der Fertigstellung soll sie wieder zurück auf die Schienen und für Sonderfahrten genutzt werden.

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