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Jetzt noch stärker für die Region

Cottbus. Das Thema Strukturwandel spielt eine zunehmend bedeutsamere Rolle. Der WochenKurier geht jetzt mit einer neuen Online-Plattform an den Start, die den Bürgern die wichtigsten Themen im Strukturwandel näherbringen soll.

Geprägt von Förderanträgen, Werkstattprozessen und Bewilligungsausschüssen ist der Strukturwandel für die meisten nur sehr schwer zu verstehen, ist er doch aber gerade in und für unsere Region so wichtig und wird uns in den nächsten Jahren noch intensiv begleiten.

Um den Lausitzer Strukturwandel den Menschen aus Cottbus und Umgebung näherzubringen, ist der WochenKurier mit einer neuen Online-Plattform gestartet. »STARK für COTTBUS« soll sich dabei speziell um News und Aktivitäten im Rahmen des Strukturwandels mit Bezug zur Stadt Cottbus und zum Spree-Neiße-Kreis drehen. Die kreisfreie Stadt und der umliegende Landkreis sind Standort für viele innovative Projekte und vernetzen in dem Zusammenhang als verwaltungstechnischer »Leuchtturm« Macher, Entscheidungsträger, Wirtschafts- und Bildungsverbände. Auf der neuen Website sollen wichtige Geschehnisse und Entscheidungen verständlich kommuniziert, sowie Akteure, Institutionen, Bündnisse und Verbände, die den Wandel aktiv begleiten, aber auch Macher und Visionäre aus der Region, vorgestellt werden.

»Strukturwandel« - Was bedeutet das eigentlich?

Welches Gesetz regelt die Vergabe von Fördermitteln? Wer entscheidet konkret über die Förderfähigkeit von Projekten? Antworten auf solche Fragen und Begriffserklärungen soll unser kleines »1x1 des Lausitzer Strukturwandels« liefern, damit dieser Prozess für alle etwas besser verständlich wird. In der Mediathek sind Videobeiträge über aktuelle Projekte mit den ausführenden Akteuren, Menschen mit starken Ideen und ihren ganz persönlichen Verbindungen zur Lausitz zu finden.

»Sprachrohr« für Bürger

Unter der Kategorie »Sprachrohr« ist Platz für Fragen, Diskussionen und Kommentare. Mit einer personalisierten Anmeldung können Funktionäre aus Wirtschaft und Politik zusammen mit Bürgern der Region über die Kernpunkte des Strukturwandels diskutieren oder einfach Fragen loswerden.

Mit dem neuen Portal wird interpretiert, erklärt, gefragt und geantwortet. WochenKurier schlägt damit eine Brücke zwischen regionalen sowie übergeordneten Arbeitskreisen im komplexen Prozess des Strukturwandels und der eigentlichen Basis - den Menschen in der Region. Mit dem interaktiven Portal kann nun jeder ein Teil davon sein.

»Der Strukturwandelprozess in der Lausitz soll den Menschen der Region trotz Kohleausstieg Perspektiven und eine Zukunft bieten. Es fließen nicht unerhebliche Fördergelder, Projekte werden aufgesetzt, die die Infrastruktur verbessern und Alternativarbeitsplätze schaffen sollen. Das geht nicht, ohne die Lausitzer selbst dabei mit zu nehmen. Der WochenKurier berichtet regelmäßig. Auch eine quartalsweise erscheinende Sonderpublikation »Stark für die Lausitz« begleitet das. Und die bekommt nun eine digitale Schwester, beginnend in und für Cottbus und Umland. Ich freue mich sehr, dass wir damit in Wort und Bild und Video aktuell berichten können, aber vor allem auf die Möglichkeit zur Interaktion mit den Lausitzern. Ein besonderer Dank deshalb auch an die »Medienanstalt Berlin/ Brandenburg« für die Unterstützung«, so Verlagsleiter Torsten Berge über die neue Website »STARK für COTTBUS«.

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Pulver der Königin – einst gepriesen, heute verpönt

Doberlug-Kirchhain. Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen und Vergehen des Tabakrauchs« ein sozialgeschichtliches Phänomen der Menschheit in die Museumsräume gebracht. Natürlich musste die Ausstellung wegen der Corona-Auflagen ohne offizielle Eröffnung vor einigen Wochen starten. Bis zum Ausstellungsschluss erhofft sich der Museumschef entsprechend der jeweiligen Zugangsregelung interessierte Besucher. Verliebt in Rauchverzehrer Seit geraumer Zeit treibt den Nichtraucher Andreas Hanslok die Idee für diese Ausstellung um. Mit dem Doberluger Sammler Frank Mende, ebenfalls passionierter Nichtraucher, hat er einen engagierten Partner bei der Gestaltung dieser Schau gefunden. Frank Mende ist glücklich, dass er durch die Ausstellung seine Sammlungsbestände, die bei ihm zu Hause zumeist in Schränken, Kisten und Schachteln aufbewahrt sind, für Besucher präsentieren konnte. »Ich habe meine Sammlungsgegenstände hier neu kennengelernt.« Das betrifft vor allem die vielen so genannten Rauchverzehrer in den unterschiedlichsten Dekors und Gestaltungen vom bellenden Hund bis zum Porzellanliebespärchen. »Irgendwann habe ich mich in die Rauchverzehrer verliebt, die über Jahrzehnte in ziemlich jeder bürgerlichen Familie als Schmuckaccessoires die Wohnzimmer schmückten.« Dazu haben sich im Laufe der Jahre viele andere Utensilien zum Rauchen sowie Werbematerial aller Art für das Rauchen zu seiner Sammlung gesellt. „Es war nicht leicht, die richtige Auswahl von besonderen Gegenständen vom Streichholz bis zum Instrumentarium für das Pfeifenrauchern auszuwählen. »Dafür hatte ich Dr. Hanslok an meiner Seite.« Seit 45 Jahren ist Frank Mende von der Sammelleidenschaft infiziert. Für ihn ist das Sammeln Lebensinhalt und lässt ihn seine seit Jahrzehnten vorhandene Lungenkrankheit besser bewältigen. Die habe nichts mit dem Rauchen zu tun, denn er habe nie im Leben geraucht. Allerdings werden in der Ausstellung zahlreiche Besucher an die eigene Leidenschaft des Rauchens erinnert, die bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts sozial akzeptiert war und zum gesellschaftlichen Leben dazu gehörte und durch Werbung der Tabak- und Zigarettenproduzenten zum Style hochgejubelt wurde. »Natürlich wollen wir mit der Ausstellung keine Werbung für das Rauchen machen, zumal es inzwischen weitestgehend aus dem offiziellen öffentlichen Leben verschwunden ist«, betont Andreas Hanslok. Aber als sozialgeschichtliches Phänomen habe es die gesamte Welt über Jahrhundert geprägt. So führen Texte und Bilder in der Ausstellung durch einen Teil der Kulturgeschichte von den Anfängen in indianischen Kulturen Amerikas über die Griechen, Römer und Germanen. Kolumbus wird zugeschrieben, dass er den Tabak mit nach Europa gebracht habe. Den Siegeszug des Tabaks in Europa beförderte mit der französischen Regentin Katharina von Medici (1519 – 1589) eine Frau, die liebend gern Tabak als »Pulver der Königin« schnupfte. Später wird das Zigarrenrauchen zum Symbol für Reichtum aber auch für Revolution. Für den Schriftsteller Erich Kästner war »Kreativität ohne Rauch nicht denkbar«. Die Tabakpfeife sorgte noch besser dafür, den blauen Dunst lange dampfen zu lassen. Das Rauchen, erfahren Ausstellungsbesucher, war bis ins 20. Jahrhundert Domäne der Männer, erst dann verstanden Frauen wie Marlene Dietrich es als Mittel der Emanzipation. Auch Belege für die Zigarrenproduktion in Doberlug-Kirchhain fehlen in der Ausstellung nicht. Natürlich zeigt die Schau auch die Schädlichkeit des Rauchens und wie sich das Bewusstsein in der Gesellschaft zum Thema Rauchen verändert hat.Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen…

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