Jannis Simons

Gesundheitliche Gründe: Cottbuser OB tritt nicht mehr an

Cottbus. Holger Kelch wird im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl des Cottbuser Oberbürgermeisters antreten. Beim heutigen Pressegespräch der Stadt Cottbus gab der 54-Jährige seine persönlichen Gründe dafür bekannt.

„2020 ist für mich ein Schicksalsjahr gewesen“, so Kelch, der sich in diesem Jahr mehrere Augen-Operationen unterziehen musste. „Leider hat sich insbesondere bei einem Auge die Situation trotz vieler medizinischen Bemühungen nicht so stabilisiert, dass ich im vollen Umfang meine Tätigkeit durchführen kann, die diese Stadt im Aufbruch in den nächsten Jahren erfordern würde“, bedauerte Kelch. So endet am 30. November 2022 die Amtszeit des CDU-Politikers im Cottbuser Rathaus, in dem er seit 2002 in verschiedenen Positionen tätig war.

„Diese Stadt hat mehr verdient“

Ihn freut es jedoch, dass sein beliebter Spruch „Diese Stadt hat mehr verdient“ nun langsam wahr wird. Besonders im Zuge des Strukturwandels sieht er Cottbus auf einen guten Kurs. „Die Chance, die diese Stadt jetzt hat, wird es in den nächsten 100 Jahren nicht mehr so schnell geben. Ich bin sehr stolz darauf, bestimmte Gleise dafür in den vergangenen 19 Jahr mitgelegt zu haben.“ Mit erhobenen Hauptes aber auch mit Wehmut wird Kelch nun in die letzten 13 Monate seiner Amtszeit gehen.

Neben dem Hauptgrund Gesundheit gab der gebürtige Altdöberner aber auch andere, „kleine Gründe“ kann, warum er als OB-Kandidat nicht mehr antreten wird. „Was den Respekt vor dem Amt eines Oberbürgermeisters betrifft, hat sich in den vergangenen Jahren leider nicht viel zum Besseren gewandelt“, so Kelch. Präferenzen für eine mögliche Nachfolgerin oder einen möglichen Nachfolger hat er aktuell noch nicht. Auch wie es für ihn persönlich weitergeht, ist bislang unklar. Fest steht: „Auf keinen Fall werde ich als Stadtverordneter zur Verfügung stehen“, machte der scheidende Oberbürgermeister deutlich.

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Radebeulerin um 20.000 Euro betrogen

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