jas/pm/asl

»Es wird besser, als wir zu hoffen gewagt haben«

Cottbus. Am vergangenen Mittwoch fand die feierliche Amtseinführung der BTU-Präsidentin Prof. Dr. Gesine Grande im Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) in Cottbus statt. Damit holte die Universität ihre Investitur nach, die aufgrund der Covid 19-Pandemie im letzten Jahr ausfallen musste.

Prof. Gesine Grande wurde am 15. Juli 2020 vom Senat der BTU gewählt und hat ihr Amt als Präsidentin bereits am 1. Oktober 2020 angetreten. Zu ihrem feierlichen Amtsantritt in der vergangenen Woche kamen Bundes-, Landes- und Regionalpolitiker sowie einige bekannte Unternehmer und Führungspersönlichkeiten aus der Region. Auch Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle war zu Gast und sprach ein paar Grußworte: »Gesine Grande ist derzeit die einzige Präsidentin einer deutschen Universität mit ostdeutschen Wurzeln. Damit fördern wir ostdeutsches Selbstbewusstsein«, so Schüle. Die BTU werde laut der Wissenschaftsministerin zurecht als »Herz und Motor des Strukturwandels in der Lausitz« genannt. Themen wie die Energiewende, der industrielle Transformationsprozess oder die Veränderung der Mobilität seien hier Alltag. »Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, den Aufbau des Innovationszentrums Universitätsmedizin Cottbus im Koalitionsvertrag des Bundes zu verankern«, so Schüle. Es sei das größte und anspruchsvollste Projekt der brandenburgischen Landesregierung und werde die BTU als starken Partner brauchen.

Studierendenvertreter Alexander Teller lobte vor allem die Kommunikationsbereitschaft der neuen Präsidentin. Schon vor ihrer Ernennung habe sie den Kontakt zu den Studierenden gesucht. »Frau Grande hat hier eine neue Messlatte gelegt. Wir sind sehr zuversichtlich, dass es mit der BTU mit Ihnen an der Spitze immer weiter nach vorne geht,« so Teller.

Seit ihrem Amtsantritt hat die neue Präsidentin schon viel bewegt. »Das war ein besonderes Jahr. Ich bin sehr froh, dass wir wichtige Vorhaben auf den Weg gebracht haben«, so die BTU-Präsidentin. Dazu zählen u.a. der Hochschulentwicklungsplan (HEP) 2021-2026, eine Senatskommission für universitäre Gemeinschaft oder der Lausitz Science Park. »Und nun dürfen wir auch noch am Aufbau einer Universitätsmedizin mitwirken«, sagte die optimistisch in die Zukunft blickende Prof. Grande. Stolz berichtete sie, dass es erstmals seit 2013 wieder einen Zuwachs bei der Anzahl der Studenten an der BTU gegeben habe.

Die wichtigsten strategischen Ziele, die sich die BTU unter der Führung von Prof. Grande gesetzt hat, sind u.a. die Erhöhung der regionalen, überregionalen und internationalen Sichtbarkeit und Attraktivität für Studieninteressierte sowie die Entwicklung und Bündelung zukunftsorientierter Forschung und Lehrangebote in den Profillinien »Energiewende und Dekarbonisierung«, »Gesundheit und Life Sciences«, »Globaler Wandel und Transformationsprozesse« sowie dem Querschnittsthema »Künstliche Intelligenz und Sensorik«.

Strukturwandelvorhaben wie das Zentrum zur Erforschung hybrid- elektrischer Antriebe (CHESCO), der Innovationscampus Elektronik und Mikrosensorik Cottbus und das Energie-Innovationszentrum (EIZ) bilden mit dem geplanten Lausitz Science Park hervorragende Anknüpfungspunkte für nationale und internationale Vernetzung in Forschung, Transfer und Wirtschaft.

Es sei ein Privileg, die BTU in einer Zeit zu begleiten, die so viele neue Perspektiven bietet, so die gebürtige Leipzigerin im Hinblick auf den Strukturwandel in der Region. »Es wird besser, als wir je zu hoffen gewagt haben – nur Mut«, gab die BTU-Präsidentin allen anwesenden Gästen, Studierenden, Medienvertretern und damit allen Menschen aus der Lausitz mit auf den Weg.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.