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Endlich wieder zur Schule

Cottbus. Ab Mitte März waren Schulen und Kitas geschlossen und somit Eltern vor eine große organisatorische und nervliche Extremsituation gestellt. Nun soll bis zu den Sommerferien allen Brandenburger Schul- und Kitakindern, zumindest tageweise, ein geregelter Bildungsalltag ermöglicht werden.

Viele Schülerinnen und Schüler gehen inzwischen wieder zur Schule. Die 5.,6. und 9. Klassen, die 10. Abschlussklassen, die 11. Klassen an Gymnasien sowie die 12. Klassen an Gesamtschulen. Ab dem 25. Mai öffnen Schulen nun auch wieder für weitere Jahrgangsstufen.

Der von Bildungs- und Jugendministerin Britta Ernst vorgeschlagene Fahrplan beinhaltet, dass die Jahrgangsstufen 1 bis 4 an zwei Tagen in der Woche »präsent« unterrichtet werden und die Jahrgangsstufen 5 und 6 an einem Tag. »Die Schulen bekommen dafür Modelle vorgegeben und erhalten bei der Umsetzung Gestaltungsspielräume. Bei zusätzlichen räumlichen und personellen Kapazitäten wird das Angebot für die Jahrgangsstufen 5 und 6 ausgeweitet. Dort, wo der Schülerverkehr adäquat organisiert werden kann, könnten die Schulen auch ein Schichtmodell anwenden«, sagt Britta Ernst. Hierbei würden die Schüler dann auf den Vormittag und Nachmittag verteilt. Die Jahrgangsstufen 1 bis 4 würden dann in der Woche die Schule zwei-bis dreimal vormittags besuchen, die Jahrgangstufen 5 und 6 zwei- bis dreimal am Nachmittag.

In den Weiterführenden Schulen werden die Jahrgänge 5 und 6 der Leistungs- und Begabtenklassen an Gymnasien sowie die 7. und 8. Jahrgänge wieder zur Schule gehen. Das für die Jahrgangsstufen 9 und 10 schon gültige Modell des Unterrichts Mo/Mi/Fr wird für die eine Hälfte der Klasse sowie Di/Do für die andere Hälfte und einem Wechsel nach einer Woche auf die übrigen Jahrgangsstufen (5,6, 7 und 8 in der Sekundarstufe I) ausgeweitet. »Dieses System kann aufgrund der an den weiterführenden Schulen vorhandenen Rahmenbedingungen flexibel ausgestaltet werden. Allerdings soll mindestens zweimal in der Woche für alle Schülerinnen und Schüler Präsenzunterricht organisiert werden«, berichtet Ernst.

Notfallbetreuung und ein eingeschränkter Kitabetrieb  

Für Kita-Kinder gilt weiterhin, dass Kinder nur in den eingeschränkten Regelbetrieb aufgenommen werden sollen, wenn ihre Eltern nicht in der Lage sind, eine häusliche oder private Betreuung zu organisieren. Alle Kinder, die bisher an der Notfallbetreuung teilgenommen haben, werden wie bisher weiter betreut.

Alle anderen Kinder, die auf die Kindertagesbetreuung angewiesen sind, werden darüber hinaus ab Ende Mai mindestens einmal wöchentlich betreut. Hierbei sollen feste Gruppen unter Beachtung der beschriebenen Gruppengrößen gebildet werden. Bildungs- und Jugendministerin Britta Ernst betont: »Gerne würde ich sofort alle Krippen, Kitas, Horte und Schulen öffnen. Das ist aber leider aufgrund der weiterhin bestehenden Pandemie nicht möglich. Deshalb können wir leider nur schrittweise vorgehen. Die meisten anderen Länder gehen ebenfalls diesen Weg. Für viele Familien stellt die gegenwärtige Situation eine große Herausforderung dar. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist oftmals schwierig. Den Kindern und Jugendlichen fehlen ihr soziales Umfeld außerhalb der Familie und damit Bildungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Zwar ist zurzeit noch nicht absehbar, wann in den Kitas und Schulen ein Normalbetrieb wieder stattfinden kann, aber es soll weitere Lockerungen geben. Aktuell hat Brandenburg mit mehr als 30 Prozent bewilligter Notfallbetreuung an Kitas bundesweit bereits eine sehr hohe Quote.« 

INFO:

  • 1.bis 4. Klasse: Unterricht an mindestens zwei Tagen 
  • 5. und 6. Klasse: Unterricht an mindestens einem Tag 
  • 5., 6., 7. und 8. Klasse Gymnasium: Unterricht Mo/Mi/Fr für die eine Hälfte der Klasse und Di/Do für die andere Hälfte sowie im Wechsel 
  • Alle Kita-Kinder: mindestens einmal in der Woche

 

 

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