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Cottbuser Innenstadt bald autofrei?

Cottbus. Bereits seit 2018 wird ein Mobilitätskonzept für die Cottbuser Altstadt erarbeitet. Ziel ist es, eine nachhaltige und CO2-arme Mobilität für Einwohner und Gäste der Altstadt zu erstellen und zügig umzusetzen.

Im Auftrag der Stadt wurden zur Konzepterstellung bereits Bewohner und Gäste der Cottbuser Altstadt zu ihrem Mobilitätsverhalten, den Defiziten und Verbesserungswünschen im Straßenverkehr befragt. Schon nach ersten Rückmeldungen wurde deutlich, dass die zahlreichen Interessen nicht ganz so einfach zu vereinbaren sein werden. Die Bewohner der Altstadt wünschen sich ein ruhiges Wohnumfeld, Unternehmer, Gewerbetreibende und Händler wollen, dass ihre Kunden möglichst unkompliziert und schnell zu ihnen kommen können. Gastronomen wünschen sich für ihre Gäste eine gemütliche und entspannte Atmosphäre. Besucher der Altstadt erwarten dagegen eine aktive und attraktive Innenstadt, inklusive Fahrradverleih und Servicestationen.

Ideen gibt es viele

 »Klar ist nun inzwischen allen, dass nicht jede Idee erfüllt und umgesetzt werden kann und so mancher Wunsch sicher auf der Stecke bleiben wird«, berichtet Markus Liebig von der HOFFMANN-LEICHTER Ingenieurgesellschaft mbH, die zur Entwicklung des Mobilitätskonzepts von der Stadt Cottbus beauftragt wurde. Liebig betont: »Nach den Bestandsanalysen und bisherigen Bürgerbeteiligungen haben wir ein überwiegend konstruktives und positives Feedback erhalten und wurden in unserem Vorhaben bestärkt. Auch die Unternehmen wurden seitens der Stadt angeschrieben. Die Teilnehmerzahl hierbei war jedoch nicht so groß, wie wir uns das gewünscht hätten.« Pläne gibt es indes schon einige. So soll die Marktstraße beispielsweise als erweiterter Fußgängerbereich umgestaltet werden. Die bisherigen Pkw-Stellplätze sollen durch Fahrradbügel ersetzt werden. Für Händler und Gastronomen wäre das ein Vorteil. Auch die Fläche vor den Restaurants könnte besser genutzt werden, beispielsweise für mehr Außengastronomie. Weiterhin sollen Fahrradstraßen entstehen und Parkhäuser errichtet werden, die gleichbleibenden Parkraum gewährleisten oder erhöhen.

»Die Bezeichnung »autofrei« trifft es dennoch nicht genau, denn die Innenstadt wird nicht grundsätzlich für den Verkehr gesperrt. Der Lieferverkehr wird weiterhin überall fahren können, wie derzeit in der Spremberger Straße«, so Markus Liebig und weiter: »Ziel des Konzeptes ist es, den Durchgangsverkehr rauszunehmen, eine große Verkehrssicherheit zu gewährleisten und somit Stück für Stück die Altstadt lebenswerter zu machen.«

Das Konzept wird aus etwa 200 Einzelmaßnahmen bestehen, die in unterschiedlichen Zeiträumen umgesetzt werden sollen. Bis März wird nun eine weitere Überarbeitung erfolgen. Nach Abstimmung mit den Interessenvertretern und Trägern soll das Konzept dann schließlich in den politischen Prozess gehen. Gefördert wird das Konzept durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

INFO: Der Stand des Konzeptes kann unter www.cottbus.de eingesehen werden. Hinweise können bis zum 31. Januar an verkehrsplanung@cottbus.de geschickt oder im Rathaus Neumarkt 5 sowie im Technischen Rathaus Karl-Marx-Str. 67 abgegeben werden.

 

 

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Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm

Pirna. Dieser fesche, stachlige Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm - das machte selbst Bobpilot Francesco Friedrich sprachlos: An Marianne Thiel (61) aus Pirna-Copitz kommt eben wirklich niemand vorbei. Wenn es zum Fasching um kreative Ideen geht, sich zu verkleiden, lässt sie andere mit ihren Einfällen immer wieder blass aussehen und bietet was Extravagantes fürs ins Auge. Beim Faschingstanz am Rosenmontag im Copitzer Brauhaus "Zum Gießer" stach die Köchin vom Katholischen Kinderhaus erneut aus dem feierlustigen Faschingsgängern hervor. Brauhaus-Chefin Sigrid Schmees (82) körnte die dafür - zum wiederholten Male. Marianne Thiel fällt zu jedem Fasching etwas Neues ein - nichts von der Stange, alles selbst gemacht und jedes Mal ein Unikat. "Zum Karneval ein brauche ich einfach ein eigenes Kostüm", sagt sie. Der Kaktus entstand innerhalb von 14 Tagen, erzählt sie. Wie immer hat sie alles selber zusammengeschneidert. Und die Ideen dafür scheinen ihr nicht auszugehen. Diesmal staunte nicht nur das Publikum, sondern insbesondere Bob-Olympia-Sieger und -Weltmeister Francesco Friedrich (29). Auf seiner Stippvisite im Brauhaus gratulierte sie ihm zum sechsten WM-Titel im Zweierbob und er ihr zum besten Kostüm. Friedrich hatte sich zum Rosenmontagstanz von Brauhaus-Chef und Sponsor Dieter Schmees (84) sowie Kreissportbund-Geschäftsführer Dietmar Wagner (63) nicht lange betteln lassen. Kurz bei seiner Familie zuhause schaute er für wenige Minuten bei dem bunten Treiben vorbei und stand auch für ein Selfie mit Marianne zur Verfügung. Genauso Francesco Friedrich als Bob-Dominator verblüfft, läuft mittlerweile Marianne Thiel im Rennen um das beste Kostüm allen den Rang ab. "Ich gehe mindestens schon zehn Jahre am Rosenmontag zum Faschingstanz ins Brauhaus." Immer wieder versetzt sie ins Staunen. "Das ist mir beinahe schon selbst peinlich, aber es macht Spaß." Im Vorjahr kam sie als mit Christschmuck behangener Weihnachtsbaum. Davor zeigte sie sich schon als Lego-Baustein, als Hohnsteiner Kasper oder Micky Maus - gemeinsam mit ihrem Mann Rudi (63) "Max und Moritz", sowie Igel-Ehepaar sowie Kartoffeln. "Ich habe schon einen guten Einfall für nächstes Jahr..." Die beiden Thieles hatte zum ersten Mal ganz spontan ihr Sohn Andreas Thiel beim Rosenmontagsfasching begleitet. Der 33-jährige Tischler und Bauhofmitarbeiter aus Copitz mimte Ilka Bessins Kunstfigur Cindy aus Marzahn. Von der Statur her, der pinkfarbenen Kleidung saß auch die Frisur (Perücke) perfekt. Gastwirtin Sigrid Schmees prämierte ihn (Andreas Thiel) mit dem zweiten Preis. Einen Sonderpreis gab es für Mandy Rätsch (34) aus Pirna-Südvorstadt. Sie überzeugte mit ihrem "Sexappeal" als Meerjungfrau. Einen tollen Rosenmontagstanz erlebte das Copitzer Brauhaus "Zum Gießer". Als das wohl einzige Lokal weit und breit herrschte am Rosenmontag im Restaurant ein Faschingstreiben, wie es eigentlich nur in den Karnevalshochburgen des Rheinlandes üblich ist. Die Gäste werden von Diskjockey Mario Eichler unterhalten. Für tänzerische Überraschungen sorgten die "Stolpener Basalt-Tänzerinnen", die bei zwei Shows bejubelt worden. Daniel Förster Dieser fesche, stachlige Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm - das machte selbst Bobpilot Francesco Friedrich sprachlos: An Marianne Thiel (61) aus Pirna-Copitz kommt eben wirklich niemand vorbei. Wenn es zum Fasching um kreative Ideen geht,…

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