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BTU an vorderster Forscherfront

Cottbus. Gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg will das bayerische Unternehmen Apworks den 3D-Druck intensiver erforschen, um etwa ultra-leichte Bauteile für die Luftfahrt oder Ersatzteile für unterschiedliche Industriezweige herzustellen.

Apworks siedelt sich künftig mit einer Niederlassung in Cottbus an. Die Apworks GmbH ist eine 100-prozentige Tochterfirma von Premium Aerotec, einem Unternehmen von Airbus. Das Unternehmen macht Technologien und Innovationen aus der Luftfahrt für die Industrie nutzbar. Apworks wird zukünftig eng mit der BTU Cottbus-Senftenberg zusammenarbeiten. Dafür soll das neue Forschungslabor »3DLAB« entstehen. Und das sehr zügig - auch wenn, wie Joachim Zettler, Geschäftsführer der Apworks GmbH, berichtet, noch nicht jegliches Equipment da ist. »Ich gehe jedoch davon aus, dass wir im ersten Halbjahr dieses Jahres loslegen werden. Wir tendieren dahin, einen von unseren aktuellen Druckern hierher zu bringen, um noch schneller Fahrt aufzunehmen. Bereits im nächsten Jahr wollen wir dann ein Seriencenter einweihen«, sagt Zettler im Rahmen der Unterzeichnung einer entsprechenden Kooperationsvereinbarung zwischen der BTU Cottbus-Senftenberg und Apworks. Die Kooperation mit der BTU sei das Regelwerk, das benötigt werde, um vernünftig Forschung betreiben zu können. Denn laut Joachim Zettler verabschiede man sich langsam vom Prototypen-Thema hin zu Serien-Themen.

Vom Hype zur Seriosität

Der Fachkräftemangel habe die Bayern auf den Weg in die Lausitz angetrieben: »Wir wollen uns hier ansiedeln, weil wir entsprechende Fachkräfte benötigen. Diese bekommen wir weder in Bayern, noch in Hamburg, noch sonst wo in der Bundesrepublik. Es wird nicht ausgebildet in diesem Bereich.« Zudem befinde man sich im Bereich der additiven Fertigung an einer Schwelle vom Hype hin zu einer seriösen, industriellen Fertigungstechnik. »Das funktioniert aber nur, wenn man diese Fertigungstechnik vollumfänglich versteht und die gesamte Prozesskette abdeckt«, erklärt Joachim Zettler. Und das soll nun in Cottbus realisiert werden.

Weltweit einmalig

Zettler: »Das was hier jetzt entsteht, dass man an einem Standort die komplette Prozesskette von der Pulverherstellung bis zur automatisierten Nacharbeit abbilden und zeigen kann - eng im Zusammenspiel mit Industrie- und Forschungspartnern - das ist weltweit einmalig. Uns ist nichts anderes bekannt.«
Auf der Agenda in Cottbus stehen laut Zettler etwa eine interessante Anwendung aus der Optik, »...die wir definitiv zur Serienreife entwickeln müssen, weil sie sich aktuell nicht rechnet. Das Material ist nicht das richtige. Wir müssen hier in die Materialentwicklung gehen und Prozessparameter entsprechend anpassen.« Zudem gebe es aus der Luftfahrt zwei, drei Themen, die in Cottbus angegangen werden sollen. Dafür sollen auch neue Materialien qualifiziert werden.

Forschungsinfrastruktur stärken

Wie Prof. Dr.-Ing. Markus Bambach, BTU-Lehrstuhl Konstruktion und Fertigung, sagt, wird das »3DLAB« die Forschungsinfrastruktur stärken. »Gerade im 3D-Druck-Bereich  kommt es darauf an, dass wir kompatibel zu den Prozessen in der Industrie sind. Zudem lernen wir aus der Industrie, was die aktuellesten Fragen sind und greifen diese in der Forschung auf.«

Land unterstützt

Für die brandenburgische Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch ist die BTU innovativer Motor der Region. »Die Verzahnung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft soll weiter ausgebaut und der Wissenstransfer gestärkt werden«, sagt sie. Deshalb unterstütze das Land das Vorhaben in Cottbus mit 12,5 Millionen Euro.

Wirtschaftsminister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach ist der Apworks  GmbH dankbar für ihr Vertrauen - nicht nur in die BTU, sondern auch für das Vertrauen in die Region. »Hier siedelt sich eine Tochtergesellschaft von Airbus an. Das ist ein Signal, dass diese Region lebt, dass sie ein Potential hat und dass sie die Herausforderungen, die in den nächsten 20 Jahren durch das Aussteigen aus der Braunkohlenverstromung kommen, meistern wird.«

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HCR: Sieg zum Saisonabschluss

Großröhrsdorf. Nachdem 446 Zuschauer ein wahres Handballfest in der ersten Hälfte erlebten, wurde es zum Ende noch einmal eng. Der HC Rödertal rettete gegen den TuS Lintfort nach 60 Minuten einen 29:27 (19:10) Sieg. Zum ersten Mal nach langer Verletzungszeit stand Brigita Ivanauskaite wieder im Kader von HCR-Coach Frank Mühlner. Trotz Anwurf für die Gäste feierten die Bienen den ersten Torerfolg der Partie. Nach einem Fehlpassvon Lintfort trieb Tammy Kreibich (4 Tore) den Ball in Richtung des gegnerischen Tors und versuchte selbst abzuschließen. TuS-Torfrau Sabrina Romeike konnte den strammen Wurf nur nach vorne abklatschen lassen, wo Thilde Boesen(1 Tor) bereit stand und zum 1:0 einnetzte. Kurz danach bekam die Kreisläuferin eine Zeitstrafe. Den daudrch vorhandenen Platz nutze Lintfort zum 1:1-Ausgleich. Nachdem die Bienen durch Egle Alesiunaite (4 Tore) wieder in Front gingen, verwertete der TuS zwei Konter zur Führung (2:3 nach acht Minuten). Der HCR war unbeeindruckt –Kreibich und Jessica Jander (3 Tore) erzielten die Tore zum 4:3. Nach dem erneuten Ausgleich übernahm die Mühlner-Sieben das Geschehen auf der Platte und setzte sich mit einem 3:0-Lauf auf 7:4 ab. Der HC Rödertal spielte wie entfesselt. Dererfolgreich abgeschlossene Tempo-Gegenstoß durch Meret Ossenkopp (4 Tore) bedeutete die 11:6-Führung (19. Minute). Die Fans waren begeistert und feierten ihre Mannschaft. In der 21. Minute parierte die wieder glänzend aufgelegte Torfrau Ann Rammer einen Strafwurf der Gäste. Eine Minute später erhöhte Rabea Pollakowski (2 Tore) nach einem Ballgewinn von Victoria Hasselbusch auf 14:8. TuS-Trainerin BettinaGrenz-Klein zog die grüne Karte, um ihre Mannschaft, die völlig von der Rolle war, neu einzustellen. Es brachte nichts ein – die Bienen vergrößerten den Vorsprung mit einem 4:1-Lauf auf 18:9 (28. Minute). Kamila Szczecina (2 Tore)verwertete kurz vor dem Pausenpfiff noch einen Abpraller von Ossenkopp zum 19:10-Zwischenstand. Der HCR war früh aus der Kabine zurück. Ossenkopp eröffnete den zweiten Durchgang mit dem 20:10 nach einem Tempo-Gegenstoß. Julia Mauksch (7/3 Tore) erzielte in der 34. Minute mit einer sehenswerten Einzelaktion das 22:12. Im direkten Gegenzug verkürzte der TuS mit zwei Toren auf 22:14. Die Gäste steckten noch nicht auf und agierten besonders in der Abwehr deutlich aggressiver. Nach 40 Minuten hatten sie sich wieder auf 23:16 herangepirscht. Bienen-Coach Mühlner reagierte und zückte seine zweite grüne Karte. Trotzdem verkürzte Lintfort auf 23:17. Dann hatte Mauksch jede Menge Platz und erhöhte den Vorsprung wieder auf sieben Tore (24:17 nach 43Minuten). Die Gäste sahen ihre Chance. Bis zur 51. Minute war der Vorsprung auf 26:21 geschmolzen.Acht Minuten vor dem Ende durfte Isabel Wolff jubeln, als sie den Ball zum 28:22 über den Block in den Winkel hämmerte. Nach einem 3:0-Lauf war die Mannschaft von Grenz-Klein beim 28:25 in der 55. Minute wieder in Schlagdistanz. Die Fans im Bienenstock spürten, dass die Mannschaft ihre Unterstützung brauchte und erhoben sich von den Sitzen. Die Routiniers Rammer und Alesiunaiteavancierten in der Schlussphase der Partie zu den Matchwinnern. Zunächst parierte die Torfrau einen Strafwurf von Loes Vandewal. Im Gegenzug machte Alesiunaite mit dem 29:25 den Deckel auf die Partie. Den Gästen gelangen in der Schlussphase noch zwei Treffer zum 29:27-Endstand. Nach Abpfiff lagen sich Spielerinnen und Offizielle in den Armen und feierten den langersehnten Sieg. Besonders in der ersten Hälfte spielte die Mühlner-Sieben entfesselt auf und ließ die zuletzt schlechten Vorstellungen in Vergessenheit geraten. In der zweiten Halbzeit verwalteten sie bis zum Ende den großen Vorsprung. Somit beendeten die Rödertalbienen die Saison auf dem neunten Tabellenplatz. HCR-Trainer Frank Mühlner: „Für meine Mannschaft und die Fans ist es natürlich super, dass wir die Saison so beenden konnten. In der ersten Halbzeit haben wir endlich wieder richtig guten Handball gespielt und uns nur auf uns fokussiert. Mit dem großen Vorsprung im Rücken konnte ich dann auch durchwechseln, um fast allen Spielerinnen Einsatzzeit zu geben. Wir beenden die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz. Mit der Rückrunde können wir aber nicht zufrieden sein. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen.“ Florian Triebel Nachdem 446 Zuschauer ein wahres Handballfest in der ersten Hälfte erlebten, wurde es zum Ende noch einmal eng. Der HC Rödertal rettete gegen den TuS Lintfort nach 60 Minuten einen 29:27 (19:10) Sieg. Zum ersten Mal nach langer Verletzungszeit stand…

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