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Niedrigwasser: Arbeitsgruppe stimmt Maßnahmen ab

Südbrandenburg. Die länderübergreifende Arbeitsgruppe „Extremsituation“ beriet erneut im Landesamt für Umwelt Brandenburg über Maßnahmen der Wasserbewirtschaftung zur Bewältigung der Folgen der extremen Trockenheit für die Flüsse und Seen. Das teilt jetzt das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg mit.

Die Lage in den beiden Flussgebieten Spree und Schwarze Elster ist nach wie vor sehr angespannt. Am 12. August wurde in der Spree in Brandenburg am Unterpegel Leibsch ein Abfluss von 1,87 Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im August normalerweise bei 12,8 Kubikmeter pro Sekunde.

Weiterer Rückgang im Stadtgebiet Senftenberg

Die Schwarze Elster leidet besonders unter der Trockenheit. Ihr Flussbett ist oberhalb von Senftenberg kilometerweit ausgetrocknet. Der Abfluss am Pegel Biehlen 1 unterhalb von Senftenberg betrug am 12. August 0,374 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im August  normalerweise bei 1,82 Kubikmeter pro Sekunde.

Aufgrund der Außerbetriebnahme der Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza wegen dringender Wartungsarbeiten kommt es vom 18. bis 20. August zu einem weiteren Rückgang des Wasserabflusses im Stadtgebiet von Senftenberg.

Wichtigste Wasserspeicher

Gestützt werden die Abflüsse und Wasserstände in den Fließgewässern weiterhin durch Wasserabgaben aus den Talsperren und Wasserspeichern in Sachsen und Brandenburg. So wurden aus den sächsischen Talsperren Bautzen und Quitzdorf 2019 bereits 14 Millionen Kubikmeter zur Niedrigwasseraufhöhung in Brandenburg und Berlin abgegeben. Die wichtigsten Wasserspeicher in Brandenburg sind für die Spree die Talsperre Spremberg und für die Schwarze Elster das Speicherbecken Niemtsch bei Senftenberg.

Wasser sparen

Wasser sparen ist und bleibt das Gebot der Stunde. Jeder kann dazu seinen Beitrag leisten. Unter dieser Prämisse werden die Talsperren und Speicher in Sachsen und Brandenburg weiterhin Ressourcen schonend bewirtschaftet und bleiben Einschränkungen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs, beispielsweise das Verbot der Entnahme von Wasser aus Flüssen und Seen mittels Pumpen im Rahmen des Eigentümer und Anliegergebrauchs, bestehen.

Die nächste Beratung der Arbeitsgruppe findet in zwei Wochen in Cottbus statt.

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