C.M. Schwab

Ende der Bergbaugeschichte eingeläutet

Südbrandenburg. Chance auf neue Gründerzeit in der Lausitz. Weitere Stimmen aus der Lausitz zum beschlossenen Kohleausstiegsgesetz.

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig ist sich dessen bewusst: »Der geplante Kohleausstieg ist eine politische Entscheidung, daher hat die Politik auch eine große Verantwortung für die davon betroffenen Menschen.« Er sieht die Regelungen dennoch auf einer verlässlichen Grundlage. »Aber es wird kein leichter Weg und es liegt noch viel Arbeit vor uns. Spätestens wenn die ersten Kraftwerke und Tagebaue außer Betrieb gehen, werden diese Veränderungen für jeden spürbar.«

Für Lausitzrunden-Sprecherin Christine Herntier ist der Tag der beschlossenen Kohleausstiegs-Gesetze ein historischer: »Ob das ein guter Tag war, werden die Generation nach uns entscheiden. Denn über mehrere Generationen hat die Kohle- und Energieindustrie für Wohlstand gesorgt. Die neuen Gesetze müssen dafür sorgen, dass die Lausitzer Region auch weiterhin Zukunft hat. Es wird interessant, wie das beschlossene Paket an Maßnahmen nun umgesetzt wird.«

Maik Bethke, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus weiß darum: »Mit der Verabschiedung des Gesetzes beginnt jetzt die eigentliche Arbeit vor Ort.«

Klaus-Peter Schulze (CDU), Mitglied des Bundestages, sieht das positiv: »Eine wirtschaftliche Neuausrichtung unserer Region kann gelingen. Land und betroffene Kommunen müssen jedoch die Herausforderung gemeinsam angehen.«

Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden: »Unser Ansatz war immer, dass die Politik den Fokus auf die Bestandsunternehmen im Lausitzer Revier, die letztlich den Strukturwandel gestalten werden, setzen muss.« Er hätte sich allerdings an dieser Stelle mehr in Richtung Sonderwirtschaftszone gewünscht.

Klaus Aha, Geschäftsführer, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative Lausitz, ist es wichtig, »dass Unternehmen, die neue Geschäftsfelder entwickeln, schnell und unbürokratisch unterstützt werden.»

Prof. Hans Rüdiger Lange, Geschäftsführer der Innovationsregion Lausitz GmbH, fordert deshalb: »Dazu müssen die Entscheidungen aber auch jetzt getroffen werden!« Denn der Beschluss von Kohleausstiegs – und Strukturstärkungsgesetzt seien erst der Anfang. In den nächsten Wochen werde über eine Vereinbarung zur Umsetzung verhandelt.

Wolfgang Rupieper, Vorstandsvorsitzender des Vereins Pro Lausitzer Braunkohle e.V., überrascht mit einem gemeinschaftsstiftenden Appell. Er möchte auch allen Umweltschützern und -verbänden die Hand reichen. Die einzige Bedingung – soweit sie sich an demokratische Spielregeln halten: »Lasst uns aufeinander zugehen, neues Verständnis entwickeln und im Sinne der Lausitz zu einem konstruktiven Handeln finden«, heißt es in einer Presseerklärung. »Hier sollten nun alle demokratischen Kräfte an einen Tisch finden, ihre Befindlichkeiten hintanstellen und gemeinsam eine neue Zukunft gestalten.« Zukunft ohne Achtung der Vergangenheit geht nicht. Rupieper: »Es wird schließlich das Ende einer über hundertjährigen Bergbaugeschichte eingeläutet, die in der Lausitz noch immer Identität stiftet und in der Lebenskultur tief verankert ist.«

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Kader-News: Filin kehrt zu Eislöwen zurück

Dresden. Vladislav Filin wird in der neuen Saison wieder das Eislöwen-Trikot mit der Nummer 47 tragen. Der Stürmer stand bereits in der Saison 2015/2016 für Dresden auf dem Eis und sorgte, unter anderem im Viertelfinale gegen Bremerhaven, für wichtige Tore. Am Ende erreichten die Blau-Weißen das Halbfinale. Seine Ausbildung genoss der jetzt 25-Jährige bei den Eisbären Berlin. Durch die damalige Kooperation zwischen den beiden Clubs konnte Filin für die Sachsen auflaufen und in Dresden Spielpraxis sammeln. In den letzten Jahren spielte der Linksschütze sowohl für DEL- als auch DEL2-Clubs. Seit der Saison 2018/2019 stand Filin in Straubing unter Vertrag und erhielt in seinem ersten Jahr bei den Tigers auch eine Förderlizenz für den Deggendorfer SC. Nun kehrt „Vlad“ wieder in seine alte Wirkungsstätte zurück und wird für die Eislöwen auf Torejagd gehen. Marco Stichnoth, Sportlicher Berater Dresdner Eislöwen: „Wir freuen uns, dass Vladislav sich für uns entschieden hat. Er kennt Dresden und bringt sehr viel Geschwindigkeit in die ersten beiden Reihen. Die Mannschaft bekommt durch Ihn viel Qualität dazu.“ Vladislav Filin: „Wenn ich an meine Zeit in Dresden zurückdenke, habe ich nur gute Erinnerungen an die Fans, den Club und die Stadt. Die Eislöwen waren meine erste Wahl in der DEL2, denn ich habe mich nicht nur direkt wohlgefühlt, sondern ich weiß auch, dass wir als Team hier etwas erreichen können. Meine Freude wieder das Eislöwen-Trikot zu tragen, ist sehr groß. Außerdem kann ich es kaum erwarten, bald wieder auf das Eis zu gehen.“ (pm/Dresdner Eislöwen)Vladislav Filin wird in der neuen Saison wieder das Eislöwen-Trikot mit der Nummer 47 tragen. Der Stürmer stand bereits in der Saison 2015/2016 für Dresden auf dem Eis und sorgte, unter anderem im Viertelfinale gegen Bremerhaven, für wichtige Tore.…

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