Dany Dawid

Statt kaufen einfach selber machen

Spremberg. Die Offene Werkstatt in Spremberg ist ein Ort, an dem nicht nur Neues gelernt und ausprobiert werden kann. Hier sind auch die richtigen Utensilien zum Bauen und Gestalten zu finden und hier kann Wissen mit anderen Menschen geteilt werden.

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Frühzeitig können Interessen geweckt und ein nachhaltiger Lebensstil gefördert werden. Offene Werkstätten unterstützen dabei. Denn hier werden neue Idee umgesetzt oder defekte Gegenstände repariert.

Frühzeitig können Interessen geweckt und ein nachhaltiger Lebensstil gefördert werden. Offene Werkstätten unterstützen dabei. Denn hier werden neue Idee umgesetzt oder defekte Gegenstände repariert.

Foto: pixabay

Im Jahr 2019 hatte das Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg e.V. die Chance, etwas Neues zu schaffen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt Offene Werkstatt, welches sich vorrangig an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 21 Jahren richtet, um u.a. Interessen zu wecken und einen frühen Einstieg in die MINT-Berufe zu etablieren. Das Projekt startete zunächst mit den Angeboten Homepagebau, 3D Druck, 3D Modellierung, Roboter AG, Scratch-Stammtisch, Elektronik Bastelprojekte und der Fahrradwerkstatt. »Dabei nahmen Kinder und Jugendliche mit Freude die Angebote wahr. Durch die Unternehmungen traten immer mehr Interessierte an das Projekt heran, weshalb auch die Angebote vielfältig ausgebaut werden konnten, um den Interessen gerecht zu werden«, berichtet Anne Wartenberg, von der Bereichsleitung Projekte des Albert-Schweitzer-Familienwerkes Brandenburg e.V..

 

Hinzu kam somit die Holz- und die Nähwerkstatt sowie in diesem Jahr die Werkstatt Lasercutter. Dadurch wurde zusätzliches Personal, Räumlichkeiten und Ausstattungen benötigt, um die hohe Nachfrage abzudecken. »Die bis dahin angeschafften Geräte und die sich daraus ergebenen Sachmittel reichten für den Betrieb nicht mehr aus. Zur Vervollständigung der Ausstattung der Offenen Werkstatt wurde im Jahr 2021 bei der »Stiftung Lausitzer Braunkohle« ein Antrag auf Zuwendungen in Höhe von 9.654 Euro gestellt. Die Gelder wurden in voller Höhe bewilligt«, sagt Anne Wartenberg. Im August vergangenen Jahres fand dazu dann im Beisein der Bürgermeisterin eine symbolische Scheckübergabe durch Vertreter der Stiftung statt. »Das Interessensspektrum der aktuell 30 Teilnehmenden ist vielseitig, wodurch die Angebote ausbaufähig sind. Beispielsweise entstand die AG »Lasercutter« neu«, so Anne Wartenberg.

 

Die Schüler und Jugendlichen der Offenen Werkstatt seien aber nicht zwingend an eine Abteilung, wie beispielsweise der Holzwerkstatt oder Nähwerkstatt, gebunden, sondern können auch den »Fachbereich« wechseln und sich so in verschiedenen Gewerken ausprobieren. »Die verschiedenen Werkstätten sind belebt und die Angebote laufen wöchentlich. Zum Teil finden die Angebote auch zweimal wöchentlich statt, da die Nachfrage so hoch ist«, erwähnt Anne Wartenberg. Benötigte Materialien werden durch Spendengelder und gespendete Sachmittel unterstützt, da die Mittel aus dem Projekt nicht ausreichen. Zum Beispiel sammelt die Tischlerei Holzabschnitte für die Holzwerkstatt. »Und auch ein »Reparatur-Café« ist bereits in Planung. Die Idee dazu hatten wir bereits vor einem Jahr, welche dann aber vorerst durch die Pandemie verworfen werden musste«, sagt Anne Wartenberg abschließend.

Nähere Informationen sind unter https://www.owspremberg.de abrufbar.