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Endlich wieder „Johannisreiten“ in Casel

Drebkau. Nach zwei Jahren Zwangspause wird am Wochenende mit dem Johannisreiten wieder eine beliebte Tradition im Drebkauer Ortsteil Casel gepflegt.

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Der sorbische Brauch des Johannisreitens ist mittlerweile einzigartig.

Der sorbische Brauch des Johannisreitens ist mittlerweile einzigartig.

Foto: Martin Theimer/ Traditionsverein Casel e.V.

Dieser sorbische Brauch ist mittlerweile einzigartig. Der WochenKurier sprach inmitten der Vorbereitung, bei der beinahe das gesamte Dorf involviert ist, mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Traditionsvereins Casel, Kathleen Theimer, u.a. über die Geschichte und die Bedeutung des Johannisreitens, die Auswahl des „Johanns“ und warum sich ein Ausflug mit der gesamten Familie in den beschaulichen Ort am Rande des Gräbendorfer Sees definitiv lohnt.

 

Frau Theimer, wie kommt es, dass Sie sich als junge Frau schon jetzt in einem „Traditionsverein“ engagieren?

Sich im Traditionsverein zu engagieren bedeutet nicht, dass man dafür ein gewisses Alter erreicht haben muss. Unsere jüngsten Mitglieder sind gerade einmal 3 Jahre alt und wachsen Jahr um Jahr mit der Tradition mit. Auch wenn der Begriff „Traditionsverein“ etwas angestaubt klingt, bedeutet es viel mehr Bewahrtes zu erhalten und mit den Anforderungen der schnelllebigen, mediengetriebenen Zeit zu verknüpfen. Ich selbst stamme aus einem Nachbarort von Casel und bin seit meiner Jugend und durch meinen Freundeskreis schon öfters hier unterwegs gewesen. Mein Mann kommt aus Casel. Seit 2018 leben wir nun mit unserer Familie hier und lieben es. Wir sind seit vielen Jahren Mitglied im Verein. Früher ritt mein Mann als Begleiter mit und ich tanzte mit den Mädchen in der Jugendtracht. Mittlerweile ist mein Mann Vereinsfotograf und ich moderiere die Veranstaltung. Seit 2018 bin ich stellvertretende Vereinsvorsitzende. Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen organisieren wir Veranstaltungen, stellen Projekte auf die Beine, wie unser über LEADER-Fördermittel gestütztes Traditionszimmer, und versuchen unseren Brauch noch bekannter zu machen.

 

Am Tag des Johannisreitens ist doch sicherlich das ganze Dorf auf den Beinen oder?

Das ist richtig. Jeder trägt auf seine Art und Weise dazu bei. Sei es bei Arbeitseinsätzen zum Dorfputz, als Kassierer, Streckenposten, Kuchenbäcker/in, Sponsor oder beim Ausschank. Man merkt deutlich, dass die Caseler hinter dem Johannisreiten stehen und den Brauch erhalten wollen.

 

Das vollständige Interview finden Sie auf unserem Portal für die Lausitz unter: https://stark-fuer-lausitz.de/endlich-wieder-johannisreiten-in-casel-eine-einzigartige-tradition-in-der-lausitz/