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„Diese Zeit damals hat mich sehr geprägt“

Am 12. Mai 2001 wurde Astrid Beer-Sist, besser bekannt als Astrid I., zur 14. Forster Rosenkönigin gewählt. 15 Jahre später war sie erneut für eine Stippvisite in der Stadt der Rosen. Wir haben sie ein Stück durch den spätsommerlichen Rosengarten begleitet.
Bilder
Astrid Beer-Sist traf im Rosengarten den „Vater“ der Rosenköniginnen, Hans-Rainer Engwicht. Foto: hpf

Astrid Beer-Sist traf im Rosengarten den „Vater“ der Rosenköniginnen, Hans-Rainer Engwicht. Foto: hpf

Mit ihren 35 Jahren war sie damals wohl die eine der ältesten Rosenköniginnen zu Amtsantritt. Am 23. Mai 2001 feierte sie ihren 36. Geburtstag und ein Jahr später, noch vor der Übergabe der Krone an ihre Nachfolgerin, ihren 37. Geburtstag. Als sie mit ihrem Mann und zwei ihrer Kinder am Besucherzentrum ankam, stutzte so mancher Betrachter. Denn ihr Kleid kam dann doch irgendwie bekannt vor.

Mit einem Schmunzeln sagte Astrid: „Ich habe mir das Kleid aus den gleichen Stoffen wie das damalige Kleid als Rosenkönigin hier in Forst schneidern lassen. Während meiner Zeit als Rosenkönigin habe ich meine große Liebe kennengelernt, bei unserer Hochzeit 2005 habe ich mir das Kleid von der Stadt ausgeliehen. Es hatte für mich immer eine besondere Bedeutung.“
Auf die Frage, was ihr die Amtszeit als Rosenkönigin besonders gebracht hat, muss sie nicht lange zögern: „Besonders Selbstbewusstsein. Meine Auftritte begannen, als das Kleid noch nicht einmal genäht war. Bei Vereinen, Unternehmen … es müssen so gut 300 Auftritte in dem Jahr gewesen sein. Oft waren es 2 oder 3 Termine an einem Tag. “ „Eingebrockt“ hat ihr dieses Amt Hans-Reiner Engwicht, sozusagen der Erfinder der Forster Rosenköniginnen. Mit ihm traf sie sich an jedem Spätsommernachmittag im Park. Dabei berichtete er, wie es zur Idee der Rosenköniginnen kann: „Im Herbst 1987 war ich im Festkomitee anlässlich des 75. Jubiläums des Rosengartens. Es tauchte die Frage auf, ob wer eine ganz besondere Idee hätte. Mehr so im Scherz sagte ich ’Wir krönen eine Rosenkönigin‘. Eine Königin galt ja als bürgerlich dekadent. Der Vorschlag wurde in der Partei diskutiert, der damalige Bürgermeister gab ’grünes Licht‘ und zu meiner Überraschung wurde der Vorschlag angenommen. Seither gibt es die Forster Rosenköniginnen.“ Für Astrid ging es nach einer kurzen Stippvisite wieder zurück in die neue Heimat – in den Norden Norwegens. Hier hat es sie und ihren Mann mittlerweile verschlagen. Bereut hat sie diesen Schritt nie: „Wir hatten den Traum, unseren Traum zu leben und nicht nur davon zu träumen. Meine Zeit als Rosenkönigin hat mir dabei sehr geholfen.“ Übrigens: Wer die einstige Rosenkönigin in Norwegen „besuchen“ möchte, dem sei ihre private Homepage empfohlen: www.astridsoase.no
       
(Text: hpf)