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Nach Brand: Schlussfolgerungen

Sächsische Schweiz. Sachsens Kabinett zieht Fazit zu den Bränden im Nationalpark Sächsische Schweiz – und es kommt auch Kritik von Touristikern.

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Nach dem verheerenden Waldbrand zeigt sich ein Bild der Zerstörung.

Nach dem verheerenden Waldbrand zeigt sich ein Bild der Zerstörung.

Foto: Marko Förster

Die Brände in der Sächsischen Schweiz begannen am 25. Juli und waren Folge der zuvor ausgebrochenen großflächigen Brände in der Böhmischen Schweiz. Insgesamt haben auf sächsischer Seite rund 150 Hektar gebrannt, also knapp zwei Prozent der Nationalparkfläche. Bei der Brandbekämpfung waren bis zu 850 Kräfte im Einsatz – unterstützt von bis zu dreizehn Löschhubschraubern sowie schwerem Gerät von THW und Bundeswehr.

Sachsens Kabinett hat sich am 23. August mit dem Brand im Nationalpark befasst. In der Folge soll das Brandgeschehen u.a. von Wissenschaftlern ausgewertet werden. Umwelt-Staatssekretärin Gisela Reetz: »Dieser Brand hatte bisher kein Vorbild. Klar ist, dass die Klimakrise die Waldbrände begünstigt. Insbesondere die Glutnester und deren Ausbreitung im Boden haben die Löscharbeiten und Brandbekämpfung massiv erschwert. Dies wurde durch die Trockenheit befördert. Nun müssen wir in den nächsten Monaten schauen, ob auch Totholz für die Brandverläufe eine maßgebliche Rolle spielte und wenn ja, welche. Gleichzeitig müssen alle Schlussfolgerungen vor dem Hintergrund getroffen werden, dass es sich um einen Nationalpark sowie um europäische Schutzgebiete mit strengem Schutz handelt. Abgesehen vom Schutzstatus wäre es kaum zu bewerkstelligen, auf mehreren Tausend Hektar und in teils unzugänglichem Gelände das Totholz umfassend zu beseitigen.«

Unter den Touristikern macht sich indes Kritik am Nationalpark und deren Totholz- und Borkenkäferpolitik breit. Sie forden, das Totholz größtenteils aus dem Wald zu räumen.


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