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Junge Leute engagieren sich in Dresden

Die Sächsische Jugendstiftung hat Aktionen junger Leute aus Dresden, die sich ehrenamtlich und persönlich für ein tolerantes Miteinander und einen interkulturellen Dialog in der Gesellschaft engagieren, auszeichnet.
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Lena, Lea, Hanna und Charlotte (.v.l.) nahmen den Preis stellvertretend für das Hans-Erlwein-Gymnasium (Toleranztag) entgegen. Foto: Daniel Förster

Lena, Lea, Hanna und Charlotte (.v.l.) nahmen den Preis stellvertretend für das Hans-Erlwein-Gymnasium (Toleranztag) entgegen. Foto: Daniel Förster

Die Gruppen, Initiativen, Vereinsmitglieder oder Schulklassen mit Jugendlichen zwischen zwölf und 27 Jahren wurden mit dem „selbstverständlich menschlich – DER PREIS“ geehrt. Den jeweils mit 500 Euro dotierten Preis – Scheck und Urkunde – erhielten die Akteure während einer Feierstunde in Pirna. Melanie Schreiber aus Dresden stand als erste im Rampenlicht. Die mittlerweile 24-jährige Grundschullehrerin war eine von 18 Grundschulpädagogik-Studenten an der TU Dresden, die jede Woche Freizeitangebote für Kinder und Frauen an Dresdner Erstaufnahmeeinrichtungen organisierten und ihnen beispielsweise bei Museums- und Zoobesuchen oder gemeinsamen Bastelnachmittagen „ein bisschen Abwechslung in den doch recht tristen Heimalltag“ brachten. Applaus gab es auch für 20 Jugendliche des Bündnisses „Willkommen in Löbtau“, die wöchentlich Koch-, Begegnungs- sowie Sprachabende mit Geflüchteten veranstalten. Zwölf Jugendliche und Erwachsene des KAMA Dresden e.V. begleiten seit drei Jahren Asylsuchende, Migranten und Asylberechtigte mit Workshopangeboten und Bildungskursen. Die Palette reicht vom Steinmetzen über das Filzen bis hin zum Kochen und Sprachkursen. 16 Mitglieder vom Schülerrat des Hans-Erlwein-Gymnasiums Dresden setzten im vergangenen Schuljahr erstmals das Thema „Asyl und Flucht“ in der ganzen Schule auf die Tagesordnung. Bei einem Toleranztag ließen sie dort 200 Mitschüler über den Tellerrand blicken. Unter dem Motto „Schwarz-Weiß“ stellten sie 13 Workshops, darunter zwei in einer Flüchtlingsunterkunft, auf die Beine. Als Arbeitsgemeinschaft „Courage“ haben 15 Schüler am Romain-Rolland-Gymnasium und an der Freien Alternativschule einen Treff für deutsche Jugendliche und junge Geflüchtete ins Leben gerufen. Regelmäßig kommen die jungen Leute bei Sport, Spiel und Ausflügen zusammen. (df)


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