Roberto Rink

Stadtfeste mal anders

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Wie gehen in diesem Jahr die Städte im Landkreis mit der Austragung ihrer Stadtfeste um? Können diese überhaupt in ihrer gewohnten Form stattfinden?

Corona sorgte im letzten Jahr dafür, dass nahezu alle Stadtfeste ins Wasser gefallen sind. In diesem Jahr sind auch schon etliche Feiern abgesagt oder verschoben worden. Einige Städte haben aber alternative Konzepte entwickelt, um trotz Beschränkungen und der weiterhin unklaren Lage feiern zu können.

Pirnaer Aktions- und Kultursommer

Das Pirnaer Stadtfest wird dieses Jahr nicht im gewohnten Modus stattfinden. Dennoch soll gefeiert werden. Dafür hat die Stadt zusammen mit vielen Pirnaer Akteuren unter dem Motto #pirnaerleben einen »Aktions- und Kultursommer« konzipiert. Anstelle des Stadtfestwochenendes sollen nun über die gesamte Freiluftsaison von Juni bis Oktober verschiedene Aktionen in der Pirnaer Innenstadt realisiert werden. Mehrere kleine Veranstaltungen, Straßenkunst und -kultur sind als roter Faden gedacht und sorgen zudem für mehr Flexibilität bei der Umsetzung. Kleine »Aktions- und Kulturinseln« sowie »mobile« Straßenkünstler dienen der Entzerrung der Veranstaltungsfläche. Die Verteilung der Veranstaltungen über den gesamten Sommer hilft zudem bei der zeitlichen Entzerrung.

Ein Element stellen dabei die verkaufslangen Straßenkultur-Samstage (von 14 bis 18 Uhr) dar, welche erstmals am 3. Juli durchgeführt werden sollen und damit den Auftakt von #pirnaerleben darstellen. Der ursprünglich geplante Beginn am 19. Juni musste verschoben werden. Dieser soll dann von Straßenkultur und -aktionen begleitet werden. Parallel ist auch der »Tag der Kunst« und ein Sommertheater im Zollhof geplant. Am 17. und am 31. Juli werden die nächsten verkaufslangen Samstage folgen.

Weitere »Satelliten-Events« werden die Pirnaer Einkaufsnacht, der Herbstzauber und die Mondscheinlesung bilden. Auch das »Public Viewing« zur Fußball-EM im Klosterhof findet im Rahmen dieses Konzeptes statt. Einen weiteren Veranstaltungsort werden im August die Pirnaer Elbwiesen bieten. Die Kleinkunstbühne Q24 richtet mit dem Tom-Pauls-Theater ihr gemeinsames Sommer-Open-Air »KulturAugust« aus, an dem neben Tom Pauls selbst auch namhafte Bands auftreten werden.

Freitaler Kultur(All)Tage

Freital bereitet sich dieses Jahr auf eine besondere Feier vor, denn im Oktober 2021 begeht die junge Stadt ihren 100. Geburtstag. Ursprünglich sollte der coronabedingt abgesagte »Tag der Sachsen« den Höhepunkt dieser Feierlichkeiten bilden. Nun wird das diesjährige Windbergfest vom 10. bis 12. September den Auftakt für die »Kultur(All)Tage« darstellen, welche sich dann bis zum eigentlichen Festwochenende vom 1. bis 3. Oktober erstrecken. Das Windbergfest findet alljährlich am zweiten September-Wochenende statt. Dies soll im normalen Modus am Freitag zunächst für die kleinen Gäste und dann am Abend mit dem Ballonglühen, Feuerwerk und Bierfass-Anstich eröffnet werden.

Heidenauer StadtFESTival

Das zunächst für den 26. bis 28. Juni geplante Heidenauer Stadtfest 2021 ist erst auf Anfang Juli verschoben und dann letztendlich doch wieder abgesagt worden. Dennoch wird unter dem Titel »Heidenauer StadtFESTival« ein Konzept für eine an zwei Wochenenden an mehreren Orten stattfindende, dezentrale Veranstaltungsreihe erarbeitet. Ähnlich der Konzeption in Pirna sollen an mehreren Orten und Plätzen der Stadt Kleinkunst, Musik und andere kulturelle Aktionen dargeboten werden. Mit der dezentralen Veranstaltungslösung will man sicherstellen, dass das »FESTival« im Spätsommer durchgeführt werden kann.

Andere Städte, wie Dippoldiswalde und Stolpen, haben ihre Stadtfeste auf 2022 verschoben.

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Glaubitz und Bärnsdorf mit Hilfe von oben

Glaubitz. Die Feuerwehren in Glaubitz und Bärnsorf haben kürzlich eine neue technische Ausstattung übernommen. Künftig können die Kameraden der Wehren auch Drohnen für die Klärung des Einsatzgeschehens aus der Luft einsetzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein von Radeburgs Bürgermeisterin Michaela Ritter, des Glaubitzer Bürgermeisters Lutz Thiemig sowie Kameraden der Feuerwehr Glaubitz in Bärnsdorf statt. Bei den technischen Daten ist die neue Drohne selbstredend moderner. Sie fliegt länger und weiter und kann auch bei Regen zum Einsatz kommen. Auch die eingebauten Kameras liefern weitaus bessere Bilder, wovon sich die Kameraden bei Testflügen überzeugen konnten. Einzig bei der Geschwindigkeit von rund 55 km/h nehmen sich beide Modelle nichts. Die Freude über die jeweils neue Drohne war gleichwohl bei den Kameraden der beiden Feuerwehren zu spüren, die das Treffen zum weiteren Erfahrungsaustausch nutzten. Drohnen an zwei Standorten im Landkreis bieten nicht nur die Sicherheit einer Rückfallebene, sondern da sie geografisch gut über den Landkreis verteilt sind auch schnellere Einsatzmöglichkeiten. Grundlage für die örtliche Zuordnung ist die Einhaltung der Hilfeleistungsfrist. Die Stationierung basiert auf dem Drohnenkonzept des Landkreises. So wird die in Bärnsdorf stationierte Drohne vorrangig für das Gebiet, das in etwa dem Altlandkreis Meißen entspricht, eingesetzt. Die Drohne in Glaubitz bedient vorrangig das Gebiet des Altlandkreises Riesa-Großenhain. Mit dem Einsatz von Drohnen zur Unterstützung der Feuerwehren hat sich der Landkreis Meißen seit 2016 beschäftigt, die erste Drohne wurde 2019 angeschafft. Mittlerweile sind mehr als 20 Kameraden in Bärnsdorf und Glaubitz für den Flug einer Drohne ausgebildet. 2020 waren über 60 Einsätze für die Drohnen zu verzeichnen, bei ganz unterschiedlichen Problemlagen – bei Waldbränden wie bei Gebäudebränden.Die Feuerwehren in Glaubitz und Bärnsorf haben kürzlich eine neue technische Ausstattung übernommen. Künftig können die Kameraden der Wehren auch Drohnen für die Klärung des Einsatzgeschehens aus der Luft einsetzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein…

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