Roberto Rink

Spielstart im Rathener Theaterzelt

Rathen, Kurort. Am Wochenende des 20./21. Juni wird der Rathener Theatersommer an den Start gehen. Und das in einem Zelt von Sarrasani.

Ein grünes Zelt steht auf der Elbwiese, nur unweit des Bahnhofs von Rathen. Thomas Richter, Bürgermeister des Kurortes, betont, dass neben der seit 1936 existierenden Felsenbühne auch Sarrasani, der im Jahre 1940 für die Karl-May-Festspiele im Ort ein Zelt aufbauen ließ, ein Bestandteil der Rathener Geschichte ist.
Operndirektor Sebastian Ritschel freut sich, »wieder zu Hause in Rathen zu sein«. Ein erstes Stück habe man in den letzten Tagen auch schon geprobt. Jetzt kann es also losgehen.

Umbau noch bis 2022

Intendant Manuel Schöbel geht davon aus, dass der Umbau der Felsenbühne noch zwei Jahre dauern wird. Im Moment sind die Landesbühnen Sachsen Bauherr bei der Errichtung des neuen Funktionsgebäudes. Er betont, dass es für einen Kurort zwischen Felsen nicht einfach ist, die Beeinträchtigungen während der Bauarbeiten zu ertragen, doch konnten sich Einwohner und Bauleute jetzt schon ein bisschen aneinander gewöhnen.
»Wir lassen unser Rathen nicht alleine«, betont Schöbel und ist froh, dass auch der Ort fest zum »Zelttheater« steht und man gemeinsam eine Vielzahl an Partnern für das Projekt gewinnen konnte. So konnte die Wiese, auf dem das Zelt errichtet worden ist, von Rathen und von der Lebenshilfe e.V. gepachtet werden, die auch andere Räumlichkeiten in der Nähe als Funktionsgebäude zur Verfügung stellen. So profitieren Kurort und Landesbühnen gegenseitig von der Spielstätte und der gebotenen touristischen und gastronomischen Infrastruktur vor Ort.

Zelt von Sarrasani

Das Zelt mit einem Durchmesser von 36 und einer Gesamthöhe von 19,5 Metern ist komplett freitragend und somit innen sehr geräumig und weist außerdem eine hervorragende Akustik auf. Aufgestellt wurde es von André Sarrasani, der sich durch seine Shows und als Eventdienstleister bestens mit Zeltkonstruktionen auskennt. Die Farbe »grün« ist dabei einerseits Auflage der Naturschutzbehörde und andererseits ein Bekenntnis zu Sachsen. Der innere Aufbau der Podeste und Bühne wird ganz im Sinne der geltenden Abstandsregeln gestaltet und rund 220 Zuschauern Platz bieten.

Programm angepasst

Spielbeginn wird das Wochenende des 20./21. Juni sein. Dann soll coronabedingt ein modifiziertes Programm aufgeführt werden. Im Repertoire befinden sich dabei die ursprünglich geplanten Stücke »Der Frosch muss weg« und »Petterson und Findus«. Neu dabei sind »Der gestiefelte Kater« und »Ja, so warn’s die alten Rittersleut«. Die Spieldauer wird mit rund 1,5 Stunden kurz gehalten.
Im Winter wird das Zelt dann wieder abgebaut und im nächsten Frühjahr, wenn alles klappt, für eine weitere Spielzeit aufgebaut. In Radebeul starten die Landesbühnen bereits am 7. Juni mit dem Opern- und Operettenkonzert »Freunde, das Leben ist lebenswert« in die neue Spielzeit.

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