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Lebensretter in Trauer

Sachsen. DLRG-Mitbegründer Norbert Kentsch im Alter von 63 Jahren verstorben

Menschen in Ertrinkungsnot aus dem Wasser zu retten, darum drehte sich das Wirken von Norbert Kentsch – zunächst ehrenamtlich, später auch beruflich. Mehr als 45 Jahre seines Lebens widmete er aktiv dem Rettungssport. Unerwartet ist der Mitbegründer der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nun im Alter von 63 Jahren verstorben. Rettungsschwimmer aus der Region Pirna und Heidenau sowie aus ganz Sachsen trauern um ihn.

Visionär

Norbert Kentsch war Wegbereiter für Generationen von Rettungsschwimmern in der Region Pirna und weit über die Kreisgrenzen hinaus. Nach der Wende war er »treibende Kraft«, nachdem er 1990 in Pirna Gleichgesinnte um sich gesammelt hatte, um während der Euphorie des Neuanfanges den Wasserrettungsdienst neu aufzustellen. Schließlich hoben Kentsch und seine Mitstreiter in der Kreisstadt den Bezirk »Obere Elbe« der DLRG aus der Taufe. Mit seiner Vision, die gemeinnützige und selbstständige Wasserrettungsorganisation zu gründen, sei er allen voraus gewesen und hätte die Richtung vorgegeben. Mit dreieinhalb Jahren Unterbrechung zwischen Herbst 2008 und Frühjahr 2012 war Norbert Kentsch Vize im Pirnaer Vorstand und hielt die Geschäfte des Vereins in seinen Händen.

Vater des Elbeschwimmens

Im Juli 1995 sorgte Norbert Kentsch für eine Sternstunde für all jene, die gern in der Elbe baden. Im Team organisierte er das erste öffentliche Elbeschwimmen in der Sächsischen Schweiz. Die Initialzündung dafür war ihm bei einer Kontrollfahrt auf der Elbe gekommen. Die Schiffsschraube eines Rettungsbootes hatte den Geist aufgegeben. Der »Auserwählte«, der ins Wasser steigen musste, um die Havarie zu beheben, hatte festgestellt, dass der Fluss »gar nicht mehr so dreckig« ist. Inzwischen ist das Schwimmen in der Elbe an jedem zweiten Samstag im Juli Tradition.In diesem Sommer steht nun schon die 25. Auflage an. Bereits im Vorjahr hatte Kentsch überlegt, was man anlässlich des Jubiläums machen könnte. Seine Idee: Eine auserwählte Teilnehmerzahl darf ab der tschechischen Grenze bis nach Stadt Wehlen schwimmen. Der Verein hält daran fest, das Elbeschwimmen in seinem Sinne durchzuziehen. Aber nicht nur das: »Wir werden sein Vermächtnis und seine außerordentlichen Dienste in Ehren halten. Sein Einsatz für die DLRG bleibt unvergessen«, sagt Aaron Sachse, Chef der Pirnaer DLRG.

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Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm

Pirna. Dieser fesche, stachlige Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm - das machte selbst Bobpilot Francesco Friedrich sprachlos: An Marianne Thiel (61) aus Pirna-Copitz kommt eben wirklich niemand vorbei. Wenn es zum Fasching um kreative Ideen geht, sich zu verkleiden, lässt sie andere mit ihren Einfällen immer wieder blass aussehen und bietet was Extravagantes fürs ins Auge. Beim Faschingstanz am Rosenmontag im Copitzer Brauhaus "Zum Gießer" stach die Köchin vom Katholischen Kinderhaus erneut aus dem feierlustigen Faschingsgängern hervor. Brauhaus-Chefin Sigrid Schmees (82) körnte die dafür - zum wiederholten Male. Marianne Thiel fällt zu jedem Fasching etwas Neues ein - nichts von der Stange, alles selbst gemacht und jedes Mal ein Unikat. "Zum Karneval ein brauche ich einfach ein eigenes Kostüm", sagt sie. Der Kaktus entstand innerhalb von 14 Tagen, erzählt sie. Wie immer hat sie alles selber zusammengeschneidert. Und die Ideen dafür scheinen ihr nicht auszugehen. Diesmal staunte nicht nur das Publikum, sondern insbesondere Bob-Olympia-Sieger und -Weltmeister Francesco Friedrich (29). Auf seiner Stippvisite im Brauhaus gratulierte sie ihm zum sechsten WM-Titel im Zweierbob und er ihr zum besten Kostüm. Friedrich hatte sich zum Rosenmontagstanz von Brauhaus-Chef und Sponsor Dieter Schmees (84) sowie Kreissportbund-Geschäftsführer Dietmar Wagner (63) nicht lange betteln lassen. Kurz bei seiner Familie zuhause schaute er für wenige Minuten bei dem bunten Treiben vorbei und stand auch für ein Selfie mit Marianne zur Verfügung. Genauso Francesco Friedrich als Bob-Dominator verblüfft, läuft mittlerweile Marianne Thiel im Rennen um das beste Kostüm allen den Rang ab. "Ich gehe mindestens schon zehn Jahre am Rosenmontag zum Faschingstanz ins Brauhaus." Immer wieder versetzt sie ins Staunen. "Das ist mir beinahe schon selbst peinlich, aber es macht Spaß." Im Vorjahr kam sie als mit Christschmuck behangener Weihnachtsbaum. Davor zeigte sie sich schon als Lego-Baustein, als Hohnsteiner Kasper oder Micky Maus - gemeinsam mit ihrem Mann Rudi (63) "Max und Moritz", sowie Igel-Ehepaar sowie Kartoffeln. "Ich habe schon einen guten Einfall für nächstes Jahr..." Die beiden Thieles hatte zum ersten Mal ganz spontan ihr Sohn Andreas Thiel beim Rosenmontagsfasching begleitet. Der 33-jährige Tischler und Bauhofmitarbeiter aus Copitz mimte Ilka Bessins Kunstfigur Cindy aus Marzahn. Von der Statur her, der pinkfarbenen Kleidung saß auch die Frisur (Perücke) perfekt. Gastwirtin Sigrid Schmees prämierte ihn (Andreas Thiel) mit dem zweiten Preis. Einen Sonderpreis gab es für Mandy Rätsch (34) aus Pirna-Südvorstadt. Sie überzeugte mit ihrem "Sexappeal" als Meerjungfrau. Einen tollen Rosenmontagstanz erlebte das Copitzer Brauhaus "Zum Gießer". Als das wohl einzige Lokal weit und breit herrschte am Rosenmontag im Restaurant ein Faschingstreiben, wie es eigentlich nur in den Karnevalshochburgen des Rheinlandes üblich ist. Die Gäste werden von Diskjockey Mario Eichler unterhalten. Für tänzerische Überraschungen sorgten die "Stolpener Basalt-Tänzerinnen", die bei zwei Shows bejubelt worden. Daniel Förster Dieser fesche, stachlige Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm - das machte selbst Bobpilot Francesco Friedrich sprachlos: An Marianne Thiel (61) aus Pirna-Copitz kommt eben wirklich niemand vorbei. Wenn es zum Fasching um kreative Ideen geht,…

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Karneval in Bad Schandau

Bad Schandau. In der 65. Faschingssaison vom Karnevalsclub Bad Schandau hat die neue Generation das Zepter in Sachen Prinzenpaar übernommen. Wie die Zeit vergeht: Vor 15 Jahren – zum 50. Jubiläum - regierte Bad Schandaus Dachdeckermeister Maik Bredner (Inhaber und Geschäftsführer der Dachdeckerfirma Bredner GmbH, gegründet 1871) den Hofstaat und das närrische Volk in der fünften Jahreszeit - an seiner Seite damals wie heute Ehefrau Berit. Maik I. (mittlerweile 51) und Berit I. (mittlerweile 52) und die Karnevalisten feierten unter dem Motto: „50 Jahre Karneval mit Frohsinn, ohne Rast, kommt alle zur Revue in den neuen Sportpalast“. Anfang Februar 2005, vor 15 Jahren, wurde nach einem halben Jahr Umbau gerade der Saal der Kulturstätte „Am Stadtpark“ fertig gestellt und zum Fasching neu eingeweiht. 2011 war mit Tochter Sarah (32) wieder jemand aus der Unternehmer-Familie Bredner Teil des Prinzenpaares. Prinzessin Sarah begleitete Maik II. als Oberhaupt der Narren im Karneval.  In diesem Jahr ist Paul, der Sohn von Berit und Maik der Karnevalsprinz. Der 25-Jährige arbeitet im elterlichen Betrieb und hat 2018 seinen Meister im Dachdeckerberuf gemacht. Erst im vergangenen Juli hat er seine Justine (28) geheiratet. Peu à peu übernimmt nun auch Aufgaben in der Geschäftsführung. Denn perspektivisch soll er die elterliche Firma in nächster Generation weiterführen. Was künftige närrische Hoheiten der Familie im Karneval betrifft, können die Eltern nunmehr nur noch auf die Enkel zählen… Daniel FörsterIn der 65. Faschingssaison vom Karnevalsclub Bad Schandau hat die neue Generation das Zepter in Sachen Prinzenpaar übernommen. Wie die Zeit vergeht: Vor 15 Jahren – zum 50. Jubiläum - regierte Bad Schandaus Dachdeckermeister Maik Bredner (Inhaber und…

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