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Gewimmel in der Volksbank

Pirna. Der gemeinsame Neujahrsempfang der Stadt Pirna, der Volksbank Pirna und des Verbandes der Selbstständigen ist Geschichte. Der Überraschungsgast des Abends dürfte länger in Erinnerung bleiben.

 Kanzlersouffleuse Simone Solga hatte in Pirna die Lacher auf ihrer Seite. Mit ihrem unnachahmlichen Humor begeisterte die Kabarettistin und Schauspielerin, die jahrelang am Kabarett-Ensemble der Leipziger Pfeffermühle sowie der Münchner Lach- und Schießgesellschaft mitwirkte, die gut 430 geladene Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der Hauptstelle der Volksbank Pirna. Dort begrüßten die Stadt Pirna, die Volksbank Pirna eG und der Verband der Selbstständigen das neue Jahrzehnt 2020 mit ihrem bereits 17. gemeinsamen Neujahrsempfang. Als Überraschungsgast des Abends traf Solga mit ihrem halbstündigen Programm immer wieder ins Schwarze. Die Ostdeutsche, die in Leipzig aufwuchs und jetzt in Hamburg lebt, sprach dem Publikum aus der Seele, so dass sich die meisten Zuhörer köstlich amüsierten.

Zuvor hatte Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke in seiner Neujahrsrede einen Rück- und Ausblick gegeben. Als roten Faden nutzte er das Wimmelbild vom Künstler Axel Bierwolf. Es ging u.a. um den City-Bus, das Alkoholverbot im Friedenspark und das "beliebte Gesellschaftsspiel Fraktion-wechsel-dich". Hanke warb darum, künftig vorurteilsfreier an Themen heranzugehen und sich die eigene Offenheit nicht "durch krude fanatische Weltverschwörer nehmen zu lassen".  Nicht jeder internationale Kontakt wolle gleich den geplanten IndustriePark Oberelbe aufkaufen und asiatisches Territorialgebiet daraus machen, sagte er. Ferner nutzte das Stadtoberhaupt die Gelegenheit, den Ehrenamtspreis der Stadt Pirna zu überreichen. Über die Auszeichnung durfte sich dieses Mal der Pirnaer Rudi Hippe freuen. Der 87-Jährige ist seit über 73 Jahren Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Neundorf und hat die Geschichte der Feuerwehr zusammengetragen – über 100 Jahre auf rund 700 Seiten. "Chronisten widmen sich Persönlichkeiten und wichtigen Ereignissen. Sie selbst bleiben meistens ungesehen", sagte Hanke. 

 Volksbankchef Hauke Haensel machte deutlich, dass sich die Bilanz der Bank auch im Geschäftsjahr 2019 weiterhin erfreulich entwickelte. Trotz des vorherrschenden Marktumfeldes rund um die Niedrigzinspolitik habe die Volksbank erneut ein sehr solides und zufriedenstellendes Ergebnis erreicht. Dies kommt vor allem in den qualitativen und quantitativen Kennzahlen, wie dem Kunden- und Mitgliederzuwachs sowie dem geschichtsträchtigen Wachstum des Bankgeschäftsvolumens zum Ausdruck: 451 neue Kunden, inzwischen sind es insgesamt 31.092. Außerdem erhöhte sich die Zahl der Mitglieder - also der Eigentümer der Genossenschaftsbank - um 378 auf über 9.200. Das Bankgeschäftsvolumen wird 2020 voraussichtlich die Milliarden-Marke knacken. "All das gelingt uns, obwohl sich die Bundesregierung viel Mühe gibt, die Wirtschaft zu schwächen und die Sparer zu enteignen", so Haensel. Man tue alles, um die finanziellen Risiken der Kunden weiterhin zu beherschen. Wie Hauke Haensel weiter erklärte, werde Volksbank-Vorstandsmitglied Ewald Saathoff dieses Jahr in den Ruhestand verabschiedet. Einen Nachfolger habe man bereits gefunden – bei der Sparkasse Leipzig. "Der Wechsel von den Roten zu uns lohnt sich eben", scherzte der Volksbank-Chef.

Das Team vom Hotel „Zur Post“, das die Gäste kulinarisch verwöhnte, schnitt - zur Überraschung für alle - erstmals eine Neujahrstorte für die Besucher an. Dadurch, dass die drei Gastgeber den Neujahresempfang erneut gemeinsam organisierten und durchführten, wurden wiederum 1000 Euro eingespart. Die Summe kommt diesmal dem Tanzsportverein Silberpfeil Pirna zu Gute. Der nutzt das Geld für die Gala „Pirna tanzt“, bei der am 20. und 21. März 2020 auf dem Parkett der Copitzer Herderhalle u.a. bei einem Ballturnier schwungvoll und mit flotter Sohle in den Frühling getanzt wird.

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Lizenzierungsunterlagen fristgerecht eingereicht

Dresden. Die Dresdner Eislöwen haben die geforderten Unterlagen zur Lizenzierung für die kommende DEL2-Saison 2020/2021 fristgerecht an die Liga übermittelt. Die gesamten Lizenzierungsunterlagen befinden sich per Post auf dem Weg zur DEL2-Geschäftsstelle in Neuss. Ein Dank geht an unseren Exklusiv-Partner Post Modern, der die Sendung persönlich in Empfang genommen hat! Die DEL2 hatte Anfang April die Lizenzierungsunterlagen für die neue Spielzeit angepasst und an die Clubs versendet. Die Standorte haben bis 24. Mai 2020 Zeit ihre Unterlagen ordnungs- und fristgemäß bei der Ligagesellschaft einzureichen. Das Lizenzprüfungsverfahren für die kommende Saison soll bis Anfang Juli abgeschlossen sein. Maik Walsdorf, Geschäftsführer Dresdner Eislöwen: „Der Tag der Abgabe der Lizenzierungsunterlagen ist stets ein wichtiges Datum. Im Zuge der Corona-Krise war das Fertigstellen der Unterlagen eine große Herausforderung für alle. Dank der Unterstützung unserer Partner konnten wir die Dokumente pünktlich abgeben und gehen davon aus, dass unsere Unterlagen den Vorgaben der Liga entsprechen. Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten und unserem obersten Prinzip eine solide wirtschaftliche Grundbasis zu gewährleisten, haben wir nach intensiven Gesprächen von einer Einreichung der DEL-Lizenzunterlagen inklusive der Bürgschaft in Höhe von 816.000 Euro in diesem Jahr abgesehen. Wir halten an unserem Ziel in die DEL aufzusteigen weiter fest, aber in diesem Jahr gab es aufgrund der aktuellen Situation und anderen wirtschaftlichen Einflüssen zu viele Fragezeichen.“ (pm/Dresdner Eislöwen)Die Dresdner Eislöwen haben die geforderten Unterlagen zur Lizenzierung für die kommende DEL2-Saison 2020/2021 fristgerecht an die Liga übermittelt. Die gesamten Lizenzierungsunterlagen befinden sich per Post auf dem Weg zur DEL2-Geschäftsstelle in…

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Orangen kehren in den Zwinger zurück

Dresden. Am kommenden Montag (25. Mai) ist es wieder soweit: Zum vierten Mal kehren die 80 Orangenbäumchen aus ihrem Winterquartier im Barockgarten Großdedlitz in den Zwinger zurück. Anders als in den Jahren zuvor wird die Rückkehr der kleinen Exoten jedoch coronabedingt nicht mit einem Fest in barocker Anmutung begleitet. Wie kamen die Orangen nach Dresden? 1710 hatte August der Starke einen genialen Einfall, um dem Dresdner Zwinger neuen Glanz zu verleihen. Vielleicht galt es ja damals auch als besonders schick, jedenfalls ließ der Kurfürst in jenem Jahr einige hundert italienische Orangenbäume  in den Zwinger liefern. Eine der schönsten Orangerien Deutschlands war damit begründet. Vor einigen Jahren griff die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH  die Idee einer Orangerie wieder auf. 2013 wurden 80  Bitterorangenbäume (Citrus aurantium) in der Baumschule in Ardea, südlich von Rom, gekauft, ein Jahr später kamen sie in Deutschland an. Die ersten drei Jahre verbrachten die Bäume zur Akklimatisierung im Barockgarten Großsedlich, 2017 kehrten sie erstmals in den Zwinger zurück. Von Mai bis September zieren sie nun hier das barocke Ensemble. Zur Finanzierung der neuen Orangerie wurden Baumpatenschaften ins Leben gerufen. Die ersten, vor fünf Jahren initiierten Patenschaften laufen nun aus, weshalb der Staatsbetrieb Schlösser, Burger und Gärten neue Baumpaten sucht.Am kommenden Montag (25. Mai) ist es wieder soweit: Zum vierten Mal kehren die 80 Orangenbäumchen aus ihrem Winterquartier im Barockgarten Großdedlitz in den Zwinger zurück. Anders als in den Jahren zuvor wird die Rückkehr der kleinen Exoten jedoch…

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