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Beschluss wieder mal verschoben...

Diera-Zehren. Der Gemeinderat Diera-Zehren nimmt den Beschluss zur Wohnbebauung in Nieschütz wieder von der Tagesordnung.

Große Unklarheiten über das von der Gemeindeverwaltung Diera-Zehren gewünschte neue Baugebiet in Nieschütz »Am Sand«, führten wiederholt zu der kurzfristigen Absetzung des Themas von der aktuellen Tagesordnung der Ratssitzung.

Als Grund wurden die vielen Hinweise und Einwendungen der Bürger genannt, die jetzt ausführlich geprüft werden sollen. Viele der anwesenden Anwohner finden es beschämend, dass erst jetzt über die vorgesehenen Häusergrößen nachgedacht wird. »Der Gemeindeverwaltung ist der Entwurf seit Februar bekannt und jetzt in der dritten Sitzung wird festgestellt, dass die Vorgaben zur Bebauung offensichtlich überhaupt nicht gelesen wurden. Das muss man jetzt erstmal prüfen - Nach fünf Monaten und erst nachdem wir darauf aufmerksam gemacht haben«, fasst Anwohnerin Romy Große zusammen. Auch die anderen anwesenden Bürger vermuten: Wenn wir hier nicht seit Monaten interveniert hätten, wäre das einfach durchgewunken worden.

Verwunderlich ist auch, dass in der ersten Vorstellung des Vorhabens im Gemeinderat von Häusern im so genannten Bungalow-Stil gesprochen wurde. Bei Hauslängen von max. 20 Meter Länge und bis zu 9,50 Meter Höhe (laut Planungsunterlagen) kann man davon wohl nicht mehr sprechen. Zwei Vollgeschosse plus Dachgeschoss sind plötzlich im Gespräch. Das macht das Ganze in der Vermarktung natürlich attraktiver. Hat allerdings nichts mehr mit ländlichem Charakter zu tun.

Nach dem Widerstand der Bürger, soll jetzt die Firsthöhe und die Länge der Gebäude vertraglich reduziert werden. »Mit einigen Lösungen in diesem Fall sind wir noch nicht zufrieden. Da werden wir nachbessern«, erklärt Bürgermeisterin Carola Balk im Gemeinderat als Begründung für die erneute Verschiebung. Doch bei all den Diskussionen um die geplante Neubausiedlung sollte nicht vergessen werden, dass das Vorhaben grundsätzlich nicht genehmigungsfähig ist, denn das Landratsamt hat die Erschließung eines neuen Wohngebietes am Ortsrand abgelehnt, solange es noch freie Bauflächen im Ort gibt. 

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