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Weinbauer wird Co-Autor

Radebeul. Pünktlich zur Weinerntezeit wird in den Steillagen des Radebeuler Steinrückens zwischen dem Staatsweingut "Wackerbarths Ruh" und dem städtischen Weingut Hoflößnitz ein wenig dem holden Rebensaft gedacht.

Während da ein Federweißerfest mit pompöser Künstlerschaft steigt, warten die kleinen Besenwirtschaften am Weinwanderweg mit zünftigen Überraschungen auf. Zahlreiche kleine und große Wandergruppen erkunden den Sächsischen Weinwanderweg. Mit Erfolg eröffnete kürzlich am Jacobstein ein altehrwürdiges Winzerpaar einen Laden. Neben dem Spitzhaus werkelt mit kühlem Gesöff die Lorenz-Bruderschaft bei bester Aussicht auf das Elbtal. Am Bismarck-Turm klettern heimlich junge Bergsteiger an einem Baugerüst. Am Paradiesberg wird bei guter Fernsicht musiziert. An der geografischen Mitte des Wanderweges wartet der Jägerhof bei einem kleinen Weinbauernmarkt am Wochenende auf Gäste aus Ost und West. Am Samstag wird der "Spencer" ab Mittag mit Folk-Music und Klassic-Rock spielen. Zum Tag des offenen Denkmales werden tags darauf das Duo "Two uf Us" internationale Gitarrenklänge von Clapton, Santana & Co. darbieten.

Wer ein Andenken neben einer Flasche edlen Radebeuler Tropfens mitnehmen möchte, der kann auch vom Weinbauer Udo Kühn ein neues Buchexemplar erhalten. Im Sandsteinfreundebuch 2 des Halleschen Stiegenbuchverlages hat der 54-jährige Mitautor zwei rührige Artikel verfasst. Zum ersten geht es dabei um die Biergeschichte von Königstein und zum zweiten um den Spottname "Querlequitsch". Weitere über 20 Autoren des 236 Seiten umfassenden Werkes beteiligten sich mit Geschichten vom einstigen Erklettern der Spitze der Barbarine, die handgemalte Weberschluchtkarte von Dr. Böhm oder von einer Schnitzeljagd auf der Festung Königstein.

Traumhafte Landschaftsbilder der Sächsisch-Böhmischen Schweiz umrahmen das Werk mit uralten und neuen Geschichten aus einer längst vergessenen Zeit.

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Auf dem Moped durch die Oberlausitz

Spree. „Wer Bock hat, heute wieder Moped-Ausfahrt.“ So fängt die WhatsApp-Nachricht an, die fast jeden Sonntag durchklingelt, wenn es wieder heißt: die „alten“ Simson-Mopeds aus der Garage rauszuholen und auf Tour zu gehen. Seit dem 3. Mai 2020 brausen S50, Schwalbe, Sr2 und Krause Duo von Spree aus durch die schöne Oberlausitz. Zwei Stunden auf Strecken zwischen 35 und 65 Kilometern zum Sonntagnachmittag zu bekannten oder zu verborgenen Orten in der Heimat. Die Touren werden vom Organisator unter ein Motto gestellt, so dass die Teilnehmer auch vor und während der Fahrt rätseln können: „Wo geht es heute hin?“ Zum Beispiel: „Besichtigung einer in Europa geographischen Seltenheit“. Es geht zur Wasserscheide nach Geheege. Oder „Heute geht es hoch hinaus“. Es geht zum Monumentenberg nach Groß Radisch. Die Teilnehmerzahlen variieren zwischen drei und 15 Personen. Aber was festzuhalten ist, die DDR-Mopeds erfreuen jedes Alter. Der jüngste Mitfahrer ist gerade mal sechs Jahre alt und der älteste Fahrer feierte erst sein 66. Geburtstag. Am 13. September konnte die MAS (MopedAusfahrtSpree) so schon die 13. Ausfahrt in diesem Jahr durchführen. Bis Mitte Oktober soll in diesem Jahr mindestens noch jeden Sontag gefahren werden, sofern das Wetter mitspielt. Treffpunkt für die Touren ist immer sonntags um 13 Uhr an der Klotzholzscheune in Spree (Hähnichen).„Wer Bock hat, heute wieder Moped-Ausfahrt.“ So fängt die WhatsApp-Nachricht an, die fast jeden Sonntag durchklingelt, wenn es wieder heißt: die „alten“ Simson-Mopeds aus der Garage rauszuholen und auf Tour zu gehen. Seit dem 3. Mai 2020 brausen S50,…

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