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Umleitung für Plossenbau spaltet Meißen

Meißen. Meißen muss eine Lösung finden.

Für Holger Wohsmann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), Niederlassung Meißen, ist es kein einfacher Abend geworden.

Denn die Emotionen der Meißner spielen seit langem eine entscheidende Rolle, wenn es um die Sanierung der steilen Straße auf den Plossen geht. Seit Jahren ist eine grundhafte Sanierung und damit Sicherung der Strecke der S 177 im Gespräch. Diese könnte nun in zwei Jahren beginnen und mindestens genauso lange andauern. Dafür muss für die ca. 8.000 Auto pro Tag eine sinnvolle Umleitung gefunden werden. Über den Siebeneichener Schlossberg sollen dabei künftig alle Fahrten von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Personennahverkehr geleitet werden.

Für alle anderen muss eine andere Umleitung gefunden bzw. gebaut werden. Ein Problem stellt der nahe Lerchaweg da, weil er von allen bisherigen Planungsvarianten berührt wird: Über die Dreilindenstraße oder über ein Feld zwischen Lerchaweg und Querallee sowie vorbei an der Siedlung zum Stadtblick. In jedem Fall von einer Umleitung betroffen ist der Gartenverein am Lerchahang. Bei ihnen würden sich alle bisher diskutierten Umleitungen treffen.

Die Gärtner befürchten Kündigungen im Verein und auch Anwohner des Lerchaweges würden lieber wegziehen, als das mitzumachen. Die meiste Zustimmung der Bürger erreichte dennoch eine Variante übers Feld. Diese soll jetzt laut Wohsmann im Gespräch bleiben. Denn eins scheint klar, eine Alternative zur Vollsperrung des Plossen wird es nicht geben. 

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