vf

Neue heimische Bäume

Riesa. Die beschädigten Bäume an den Ufern der Flüsse und Bäche müssen entfernt und ersetzt werden. Welche Arten sind jetzt sinnvoll?

 Die Landes­talsperrenverwaltung Sach­sen hat im Raum Riesa an der Jahna, Großen Röder und am Röderneugraben mit Holzungen begonnen. Dabei werden morsche und Bäume, die umbrechen oder große Äste verlieren könn­ten, sowie bestehender Windbruch an den Gewäs­sern entfernt. Gleichzeitig soll der Ge­hölzsaum der Ufer natur­nah »umgebaut« werden. Dafür werden alle nicht standortgerechten Gehölze wie Hybridpappeln gefällt.

Die Arbeiten laufen bis Ende November, weil Fäl­lungen grundsätzlich nur in der vegetationsarmen Zeit von Anfang Oktober bis Ende Februar eines jeden Jahres möglich sind. Damit sollen die Vögel während der Brutzeit nicht gestört werden.

Gutachten für den Vogelschutz

Bei den Baumfällungen steht der Landestalsperren­verwaltung in der Regel eine ökologische Baubegleitung zur Seite. Diese begutach­tet die Bäume vor Beginn der Fällarbeiten. So können Nistplätze und Baumhöhlen geschützt oder z.B. durch Nistkästen ersetzt werden. Die Maßnahmen wurden durch die zuständige Natur­schutzbehörde genehmigt. Die nötigen Ersatzpflan­zungen werden ebenfalls von der Behörde festgelegt.

Im Einzelnen sind folgende Fällarbeiten geplant:

  • An der Großen Röder wer­den in Radeburg zwischen dem Speicher Radeburg 1 und der Würschnitzer Straße auf einer Länge von rund 300 Metern 32 Bäume gefällt. Die Mehrheit der Bäume sind morsch und überaltert.
  • In Gröditz werden eben­falls an der Großen Röder auf einer Länge von 400 Metern Bäume entfernt, die durch Windbruch beschä­digt wurden. Gefällt werden außerdem 41 nicht stand­ortgerechte Hybridpappeln. Ersatzpflanzungen sind für das Frühjahr 2020 geplant.
  • Am Röderneugraben zwi­schen dem Teilungswehr Kalkreuth und der Brücke am Reiterhof in Ebersbach werden 79 Hybridpappeln entfernt. Der Abschnitt ist 750 Meter lang.
  • In Strauchitz werden an der Jahna ebenfalls Hyb­ridpappeln entfernt. Die 68 Bäume verteilen sich auf 900 Metern.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Schulsporthallen bleiben geschlossen

Senftenberg. Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und Amtsleiter Falk Peschel am Mittwoch im Ausschuss Soziales Bildung, Kultur und Sport. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass für die Nutzung der insgesamt sechs Schulsporthallen durch die Stadt Reinigungs- und Hygienekonzepte festgeschrieben werden müssten, für deren Umsetzung die Stadt in der Verantwortung steht. Vor jedem Nutzerwechsel müssten demzufolge die Hallen gereinigt werden, unabhängig davon, wie lange dort Sport getrieben wurde, also auch nach einer Nutzung von beispielsweise nur einer Stunde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt wären in der Pflicht dies zu überwachen. Aufgrund der Nutzungszeiten bis zum Teil 22 Uhr kann dies nicht gewährleistet werden. Zudem wäre ohnehin nur die Ausübung so genannter kontaktloser Sportarten zulässig, beispielsweise Tischtennis. Darüber hinaus würden die Schulsporthallen mit Beginn der Schulferien am 24. Juni ohnehin wieder geschlossen. Es handelt sich also lediglich um einen Zeitraum von dreieinhalb Wochen, in dem die Schulsportanlagen durch Dritte genutzt werden könnten. Laut einer neuen Fassung der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre die Nutzung durch Dritte beziehungsweise durch Vereine theoretisch wieder möglich. Die Stadt Senftenberg hofft vor diesem Hintergrund auf Verständnis in der Bevölkerung und insbesondere bei den betroffenen Vereinen. »Der Gesundheitsschutz hat stets höchste Priorität«, erklärt Bürgermeister Andreas Fredrich. Bei der Entscheidung gehe es zudem darum, die Verhältnismäßigkeit von Nutzen, Zeit und Aufwand zu berücksichtigen. Aufgrund der nicht in Anspruch genommenen Nutzungstage seit dem 17. März 2020 bis zum 24. Juni 2020 (Schuljahresende) werden die Nutzungsgebühren neu berechnet und gegebenenfalls bereits gezahlte Nutzungsgebühren zurückerstattet. Dies soll spätestens nach Schuljahresende erfolgen.Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und…

weiterlesen