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Bürgerinitiative wehrt sich gegen Funkmastbau

Baugenehmigung erteilt - Bürger schockiert

Die Mitglieder der Bürgerinitiative gegen 5G in Cavertitz (Nordsachsen) sind schockiert! Ihr Einsatz gegen den Bau eines neuen 5G-Funkmastes in der Region scheint aussichtslos. Kürzlich wurde wohl die Baugenehmigung für den geplanten Funkmasten der Deutschen Funkturm GmbH erteilt. »Wir bedauern, dass es weder für Anwohner noch für uns eine Möglichkeit gegeben hat, darauf Einfluss zu nehmen«, erklärt Thomas Barth von der Bürgerinitiative. Selbst den unmittelbaren Nachbarn wurde die Baugenehmigung ohne vorherige Anhörung nur förmlich mitgeteilt. Gegen diese Entscheidung soll nun rechtlich vorgegangen werden.

»Die Strategie der Deutschen Funkturm GmbH, die Antennenmasten rücksichtslos so nah wie möglich an die Wohnbebauung heran zu setzen, muss gestoppt werden. Weitere Anträge für den Bau von Funkmasten sind von den drei anderen  Mobilfunkanbietern zu befürchten. Der Gemeinderat sollte sich seiner Verantwortung stellen und sich um die Steuerung der Planung von Mobilfunkmasten kümmern. Mit einem Mobilfunk-Standortkonzept könnte er direkt in die Planungsverfahren eingreifen und sensible Standorte von Vornherein ausschließen«, so Barth weiter.

Viele  Kommunen haben das bereits getan. Der Schutz der Bevölkerung, vor allem der jüngsten Einwohner wie Schul- und Kindergartenkinder, sollte oberstes Priorität haben. »Bleibt zu hoffen, dass alle Einwohner von Cavertitz ihre ablehnende Meinung zum geplanten Funkmasten mit Slogans und Bannern an ihren Grundstücken kundzutun«, so die Idee der Bürgerinitiative.

Ähnliche Fälle habe man in Zeithain, Wildenhain und bestimmt noch vielen Gemeinden mehr zu befürchten. Im Hintergrund geht es um die schnelle Schließung von sogenannten Funklöchern, damit die Mobilfunkunternehmen per 31. Dezember 2020 keine Strafzahlungen an die Bundesregierung leisten müssen, weil sie die vorgeschriebene Netzabdeckung nicht erreicht haben.

Die Baugenehmigung für Cavertitz hat das Landratsamt Nordsachsen erteilt, der Gemeinderat hatte Mitte Juni mit knapper Mehrheit und in aller Stille das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Dennoch hat die Bürgerinitiative von der Entscheidung erfahren und versuchte zu reagieren. Allerdings sind die Fristen sehr knapp.

»All das könnte die Gemeinde besser machen, indem sie ein Mobilfunk-Standortkonzept erstellt, welches das Vorsorgeprinzip beachtet, welches hier unserer Meinung nach vollkommen missachtet wird«, so Thomas Barth.

Infos unter: www.cavertitz-gegen-5g.de

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Kommentar von Fritz
Alle die dagegen sind, bitte die Handys ablegen...........
Kommentar von H. Lamarr
Leute, Leute, Ihr solltet euch freuen, statt zu protestieren. Wenn überhaupt, sind nicht Sendemasten das Risiko, sondern eure Smartphones. Und die strahlen umso weniger, je näher der Funkmast bei seinen Nutzern steht. Dazu gibt es ein plausibles Beispiel hier:
https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=67046
Und, nein, schwache Dauerstrahlung von Sendemasten tut euch nichts. Würde diese Behauptung stimmen, müsste ein Hühnerei hart werden, lässt man es nur lange genug bei 20 °C liegen. Wird es aber nicht.