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In Boxberg fährt jetzt ein Bürgerbus

Boxberg. Mit einiger Verspätung startete in Boxberg die Pilotphase für den Bürgerbus, der kostenfrei genutzt werden kann. Die Verzögerung brachte aber einen Vorteil. Die Fahrten gibt’s jetzt vier Monate lang.

Boxberg ist die flächengrößte nichtstädtische Gemeinde Sachsens. Nur minimal kleiner als die Stadt Chemnitz verteilt sich das Gemeindegebiet auf 18 Ortsteile. Da mit dem ÖPNV ins Zentrum zu kommen, um beispielsweise einzukaufen oder Ämtergänge zu erledigen, klappt nicht immer reibungslos. Das hat auch der Verein Perspektive Boxberg erkannt und schon vor einigen Monaten das Projekt Bürgerbus angeschoben.

Eigentlich sollte die Testphase mit zehn Touren schon 2020 stattfinden. Es gab Geld aus dem sächsischen Mitmach-Fonds. Doch Corona und bürokratische Hürden verzögerten das Projekt, so dass erst am 30. November der erste Bus fahren konnte. Das hat auch einen Vorteil. Inzwischen ist das Sächsische Ministerium für Regionalentwicklung involviert, dadurch stehen mehr Mittel  zur Verfügung, die Testphase kann also länger dauern. Statt zehn Fahrten rollt der Bus jetzt bis Ende März regelmäßig durch Boxberg.

Bürgerbus kann kostenfrei genutzt werden

Der Bürgerbus ist als Ergänzung zum Linienverkehr gedacht. Er fährt immer dienstags. »Den Tag haben wir bewusst gewählt, weil da auch die Sparkasse in Boxberg geöffnet ist«, erklärt Mario Weier vom Verein Perspektive Boxberg. Die Touren übernimmt der Busbetrieb Kolchmeier aus Weißwasser. Mit zwei Kleinbussen, in die je acht Passagiere passen, ist das Unternehmen unterwegs. Die Busse fahren die Ortsteile ab und von dort ins Boxberger Zentrum. Dort haben die Mitfahrenden zwei Stunden Aufenthalt, dann geht’s wieder zurück. Die Fahrpläne sind im Amtsblatt zu finden und können auf verschiedenen Webseiten heruntergeladen werden (siehe Extrakasten). Die Nutzung ist für die Bürger in der Pilotphase kostenfrei. In den Bussen gilt die 3G-Regel.

Ob es bei einigen Monaten Bürgerbus bleibt oder das Angebot weitergeführt werden kann, hängt davon ab, wie rege der Bürgerbus genutzt wird. Die Testphase von Ende November bis Ende März wird wissenschaftlich ausgewertet. Dann wird geschaut, ob man den Bürgerbus dauerhaft anbieten kann und wie sich das finanzieren lässt.

Hier gibt’s die Fahrpläne

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