tok

Wasserspielplatz für den Zittauer Tierpark

Zittau. Der Zittauer Tierpark möchte einen Wasserspielplatz errichten. Um das nötige Geld zu sammeln, wurde eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen. Die war erfolgreich.

Spheniscus humboldti – so lautet der lateinische Name des Humboldtpinguins. Er ist nicht nur im Pazifik und in den kalten Gewässern an den Küsten von Peru und Nordchile zuhause. Eine kleine Gruppe hat ihre Heimat auch im Zittauer Tierpark gefunden.

Franziska Schubert, Bündnisgrüne Abgeordnete aus der Region, hat vor kurzem eine Pinguin-Patenschaft übernommen.  „Ich bin dem Tierpark seit Jahrzehnten stark verbunden. Mit Jugendlichen habe ich viele Jahre hier an verschiedenen Stellen mitgebaut und freue mich immer, wenn ich im Tierpark sehe, was alles davon noch da ist“, so Schubert. Auch nach dem Hochwasser 2010 habe sie beim Aufräumen mitgeholfen, der Tierpark Zittau sei ein Herzensort für sie.

Die Idee zur Patenschaft entstand, als ihr Tierparkdirektor Andreas Stegemann von einer Crowdfunding-Aktion für ein neues Vorhaben erzählte. Darüber wurde Geld für einen neuen Spielplatz gesammelt. „Wir tragen uns schon länger mit dem Gedanken, einen Wasserspielplatz mit angrenzendem Matschbereich und entsprechenden Ruhezonen für die Erwachsenen zu errichten“, heißt es in der Kampagnenbeschreibung auf www.kommunales-crowdfunding.de. Die bereits abgeschlossene Kampagne hatte Erfolg. Ziel waren 5000 Euro, am Ende kamen über 10000 Euro zusammen. Jetzt können also Wasserspielelemente, notwendige Technik wie Pumpen und Filter und anderes Material gekauft werden. „Ich wollte mithelfen, dass dieses neue Vorhaben gelingt, habe mich beteiligt und in meinen Netzwerken dafür geworben“, erklärt Franziska Schubert die Pinguin-Patenschaft.

Und warum denn gerade ein Pinguin? Die einfache Antwort der Landtagsabgeordneten: Artenschutz.  Die Humboldt-Pinguine stehen auf der Roten Liste als gefährdet. Sie sind bedroht durch die Überfischung und Verschmutzung der Meere, kommerziellen Guanoabbau, Ölförderaktivitäten und unkontrollierten Tourismus. Und auch durch den Klimawandel – dieser bringt die klimatischen Bedingungen in ihren Lebensräumen durcheinander. Dadurch kommt es zu Nahrungsmangel und in der Folge zu Populationseinbrüchen. „Mit der Übernahme der Patenschaft möchte ich darauf aufmerksam machen“, so Schubert.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.