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Trickbetrüger erbeuten Bargeld - Polizei warnt erneut

Görlitz. Wieder trieben Betrüger ihr Unwesen und riefen im Laufe des Mittwochs Bürger in Görlitz an. Die Polizei berichtete in den vergangen Tagen bereits mehrmals über die Maschen der Trickbetrüger. Leider hatten die Täter am Mittwoch in zwei Fällen Erfolg. Die Geschädigten händigten den Unbekannten Bargeld und EC-Karte aus.

Eine 89-jährige Seniorin erhielt am Mittwochnachmittag von einem unbekannten Mann einen Anruf, welcher angab, im Namen ihres Sohnes zu sprechen. Der Betrüger gab an, der Sohn würde sich im Krankenhaus befinden, wäre gerade operiert worden und hätte Schuld an einem Unfall. In der Folge wurde gefragt, wieviel Geld die Rentnerin in der Wohnung habe. Zeitgleich klingelte ein weiterer Täter an der Wohnungstür. Die überrumpelte Geschädigte übergab dem Fremden einen vierstelligen Geldbetrag in bar.

Mit gleicher Masche überredete ein betrügerischer Anrufer eine 85-Jährige, die an der Mittelstraße in Görlitz lebt. Auch hier soll der Sohn einen Unfall gehabt haben und im Krankenhaus liegen. Die Täter gaben sich in diesem Fall sogar als Polizisten aus. Kurze Zeit später klingelte ein falscher „Polizist“ an der Wohnung der Rentnerin. Er überredete die Dame, ihm ihre EC-Karte samt PIN zu übergeben. Leider fiel die 85-Jährige darauf herein. In der Folge wurden mehrere hundert Euro von ihrem Konto abgehoben.

Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf und bittet erneut insbesondere ältere Mitbürger und ihre Verwandten um besondere Vorsicht:

  • Lassen Sie grundsätzlich keine Fremden in die Wohnung.
  • Geben sie keine Informationen oder Daten am Telefon heraus.
  • Seien Sie besonders wachsam bei Telefonanrufen von vermeintlichen Bekannten, Verwandten, Familienangehörigen oder auch von Personen, die sich als Polizisten ausgeben und diese plötzlich Geld von Ihnen verlangen.
  • Es gibt keinen Grund, vermeintliche Regulierungen von Schäden oder Unfällen sofort in bar zu begleichen.
  • Übergeben Sie kein Geld an vermeintliche Boten; auch nicht, wenn diese sich als Polizisten vorstellen.
  • Rufen Sie Ihre Verwandten, Familienmitglieder über die Ihnen bekannten Telefonnummern zurück und fragen sie nach.
  • Rufen Sie im Zweifel, ob sich ihre Angehörigen wirklich in einer Notlage befinden, die Polizei auch per Notruf an und melden Sie die Vorfälle, bevor Sie an die Täter etwas übergeben.

 

An die Angehörigen unserer Senioren:

  • Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen über diese Anrufe und die Maschen der Betrüger.
  • Treffen Sie bitte bei Zeiten familieninterne Regelungen zu Bank- oder Geldgeschäften, falls Ihre lebensälteren Angehörigen altersbedingt nicht mehr voll geschäftsfähig sind.

 

An die Mitarbeiter der Banken und Kreditinstitute:

  • Mitarbeiter von Bank- und Kreditinstituten fordert die Polizei auf, bei größeren Bargeldabhebungen von Senioren besonders wachsam zu sein und im Zweifel nachzufragen. Bei Verdacht verständigen Sie über Notruf die Polizei.
  • Wir bitten Sie auch über die Betrugsmasche „Enkeltrick“ zu informieren. Hierbei unterstützen Sie die Präventions-fachberater der Polizei gerne.

 

Betrugsmasche „Falsche“ Polizisten:

  • Die Polizei ruft nie Bürger an, um von ihnen Geldbeträge zu fordern.
  • Die Polizei nimmt als Bote nie Bargeld entgegen, um vermeintliche Forderungen oder Rechnungen bei Unfälle, Versicherungen oder Krankenhauskosten einzutreiben.
  • Polizeibeamte nehmen keine EC-Karten und schon gar keine PIN entgegen, um von Ihrem Konto Bargeld abzuheben.
  • Polizeibeamte können sich ausweisen, wenn sie vor ihrer Wohnungstür stehen. Sollten Sie Zweifel haben, fragen Sie über den Notruf der Polizei 110 nach.

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