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Seltener "Dino-Nachwuchs" im Görlitzer Tierpark

Görlitz. Zum ersten Mal konnte der Tierpark Görlitz einen Zuchterfolg bei den Krokodilschwanzechsen verzeichnen.

Die Zerstörung ihrer Lebensräume, der Fang für den internationalen Tierhandel und die Nutzung in der traditionellen chinesischen Medizin haben die Krokodilschwanzechsen an den Rand der Ausrottung gebracht. Im Freiland leben derzeit nur noch wenige hundert Exemplare in zwei Populationen im südlichen China und in Nordvietnam.

Umso glücklicher ist das Tierpark-Team über den fünffachen Nachwuchs ihrer seltenen „Mini-Dinos“. Die Bezeichnung Dino ist gar nicht so weit hergeholt, denn die fossilen Verwandten lassen sich tatsächlich bis in die Kreidezeit zurückverfolgen. Den Namen verdanken diese Tiere übrigens der Beschuppung ihres Schwanzes, die dem charakteristischen Schwanzkamm der Krokodile ähnelt.

Im Görlitzer Tierpark leben seit 2016 vier dieser Reptilien im tibetischen Kleintierhaus. Um sie zu erkennen, muss man allerdings schon etwas genauer hinschauen, denn leicht werden die gut getarnten Tiere übersehen, wenn sie bewegungslos auf einem Ast sitzen.

Der beschuppte Nachwuchs ist derzeit für die Besucher noch nicht zu sehen. Dieser wurde gleich nach der Geburt aus Sicherheitsgründen aus dem Terrarium entfernt. Grund: bei diesen Reptilien fällt alles unter Nahrung, was die Größe eines potenziellen Beutetieres hat.

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