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Kulturhauptstadt: Zittauer sollen selbst entscheiden

Zittau. Zittau steckt mitten in den Vorbereitungen für die Bewerbung zur „Europäischen Kulturhauptstadt 2025“. Vergangene Woche wurden die weiteren Schritte bei einer Pressekonferenz erläutert.

„Wir bauen Europas Kulturhauptstadt" lautete der Werbeslogan der Europastadt Görlitz-Zgorzelec auf ihrem Weg zum Kulturhauptstadt-Titel des Jahres 2010 (am Ende wurde es Platz zwei). Die Dreiländereck-Region will jetzt weiterbauen und sich um den Titel im Jahr 2025 bewerben. Nachdem erste Sondierungen für eine Bewerbung der Stadt Zittau mit der Dreiländer-Region Oberlausitz erfolgt, erste Partnerschaften geknüpft und konzeptionelle Grundideen gesammelt sind, gehen die Vorbereitungen jetzt in die nächste Runde.

Ein Kuratorium wird gegründet

Die Steuerungsgruppe Kulturhauptstadt der Stadt Zittau hat in ihrer ersten Sitzung die Einrichtung eines Kuratoriums beschlossen. Wie Oberbürgermeister Thomas Zenker berichtete, sollen dem Kuratorium bis zu 20 Personen angehören, die mit ihrer Expertise und ihrer breiten Vernetzung die Bewerbung voranbringen und bekannt machen sollen. „Unsere Idee ist es, unter anderem unsere Städte-Partner des Oberlausitzer Sechsstädtebundes dazu aufzurufen, je ein Mitglied in das Kuratorium zu entsenden", so der Zittauer Oberbürgermeister. „Damit möchten wir das Bestreben der Städte und Gemeinden unserer Region stärken, sich in die gemeinsame Bewerbung aktiv einzubringen – nicht mit zugewiesenen Themen, sondern mit ihren ganz individuellen Ansätzen.“

Sparkasse unterstützt finanziell

Michael Bräuer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberlausitz- Niederschlesien, übergab während der Pressekonferenz in der Zittauer Klosterkirche einen Scheck in Höhe von 60000 Euro. Das Geld soll zum Großteil für die finanzielle Untersetzung von zwei Projektmanagerstellen des Kulturhauptstadtbüros der Stadt Zittau eingesetzt werden. Bereits 2017 hatte die Sparkasse zur Bewerbung 30000 Euro beigesteuert. Man wolle es unterstützen, wenn sich in der Region etwas bewegt und nicht nur gejammert wird, so Bräuer. Außerdem wolle man dazu beitragen, die Schönheit der Stadt Zittau und des Umlandes bekannter zu machen. „Natürlich haben wir auch ein Eigeninteresse“, so Michael Bräuer. Man habe viele Kunden in der Region, nicht nur auf deutscher Seite. „Wir wollen, dass die Region zusammenwächst.“

Zittauer sollen selbst entscheiden

Eines der wichtigsten Ziele der nächsten Monate ist es, die Bürger für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt zu begeistern. Nur mit einer breiten Unterstützung in der Bevölkerung habe eine Bewerbung Sinn, so Thomas Zenker. Deswegen soll es im Mai 2019 parallel zu den Kommunalwahlen in Zittau einen Bürgerentscheid geben. Die Entscheidung, ob man sich tatsächlich bewirbt, muss im September 2019 fallen. Und das soll nur geschehen, wenn das Votum aus der Bevölkerung positiv ausfällt. Einen entsprechenden Antrag für den Bürgerentscheid will Thomas Zenker am Donnerstag bei der Stadtratssitzung stellen.

Slowenische Partner bekräftigen Unterstützung

Ana Zavrtanik Ugrin, stellvertretende Bürgermeisterin der slowenischen Bewerberstadt Nova Gorica und Neda R. Bric, Mitarbeiterin des Kulturhauptstadtbüros der Stadt Nova Gorica, waren vergangene Woche zu einem Kennenlernbesuch in der Oberlausitz. „Wir sind überrascht von den vielen Gemeinsamkeiten unserer Regionen", sagt Ana Zavrtanik Ugrin, „wir werden auf dem Weg ins Jahr 2025 sicher viele Projekte zusammen bearbeiten – ganz egal ob der Titel nach Nova Gorica und Zittau kommt oder nur in eine der beiden Städte oder in keine von uns." Im Jahr 2025 werden Deutschland und Slowenien je eine Europäische Kulturhauptstadt stellen. Da sich Zittau nicht allein als Stadt, sondern gemeinsam mit der ganzen Region bewerben will, sollen viele Partner wie der Landkreis, der Kraj Liberec, die Umlandgemeinden und Städte des Sechs-Städte-Bundes mit ins Boot geholt werden. Wie Oberbürgermeister Thomas Zenker verriet, haben inzwischen auch Boleslawiec und Jelenia Góra ihr Interesse bekundet.

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Räuber rief „Geld her, Geld her!“ – Polizei sucht Zeugen

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Eislöwen gegen Falken & Towerstars

Dresden. Am kommenden Wochenende sind die Dresdner Eislöwen gegen die Heilbronner Falken und die Ravensburg Towerstars gefragt. Dabei dürfen sich die kleinen, aber auch die großen Fans am morgigen Heimspiel auf den Besuch vom Nikolaus freuen. Cheftrainer Rico Rossi muss weiterhin auf den Stürmer Tom Knobloch (Oberkörperverletzung) verzichten. Rico Rossi, Eislöwen-Cheftrainer: „Die Mannschaft hat die letzten fünf Spiele sehr gut gepunktet und gespielt. Mit Heilbronn und Ravensburg warten zwei Top-Mannschaften auf uns. Gerade Heilbronn spielt ein sehr aggressives und geradliniges Eishockey. Um morgen die drei Punkte zu holen, müssen wir konstant Leistung über 60 Minuten zeigen und von der Strafbank fernbleiben.“ Nick Huard: „Das vergangene 6-Punkte-Wochenende gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Spiele. Wir müssen gegen Heilbronn und Ravensburg da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Wenn wir weiter aggressives Forechecking spielen und an unserem System festhalten, dann haben wir gute Chancen zu gewinnen.“ Am Freitag, 6. Dezember, 19.30 Uhr, empfangen die Dresdner Eislöwen die Heilbronner Falken in der EnergieVerbund Arena. Das Spiel wird geleitet von den HSR Mischa Apel und Razvan Gavrilas. Kassen und Arenatüren öffnen 18 Uhr, der VIP-Raum 18.30 Uhr. Das Spiel bei den Ravensburg Towerstars am Sonntag, 8. Dezember beginnt 18.30 Uhr. SpradeTV zeigt beide Partien live. (pm)Am kommenden Wochenende sind die Dresdner Eislöwen gegen die Heilbronner Falken und die Ravensburg Towerstars gefragt. Dabei dürfen sich die kleinen, aber auch die großen…

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