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Preise für Görlitzer IT-Nachwuchs

Görlitz. Die einen digitalisierten das gute alte Hausaufgabenheft, der andere befasste sich mit der Verarbeitung großer Datenmengen. Für ihre Ideen wurden drei Schüler und ein Student jetzt mit dem Görlitzer IT-Nachwuchspreis und dem IT-Ideenpreis ausgezeichnet.

Die glücklichen Gewinner des zweiten IT-Nachwuchspreises sind drei Schüler des Augustum-Annen-Gymnasiums Görlitz. Max Hennersdorf (12. Klasse), Jonathan Kretschmer (12. Klasse) und Louis Rädisch (10. Klasse) überzeugten die Fachjury mit ihrem Projekt ADJUVO-Schulplaner und gewannen damit jeweils ein Samsung Galaxy Tablet. Das Projekt transformiert das altbekannte Hausaufgabenheft in die digitale Welt mobiler Endgeräte und löst vielfältige Probleme des Schulalltags. „Diese Projektidee stellt unter Beweis, dass mit Hilfe der IT Herausforderungen des Alltags gemeistert werden können. Es stellt auch einen wichtigen Schritt auf dem Weg der Digitalisierung unserer Schulen beispielhaft dar“, begründet Daniel Strauß, Jurymitglied und Initiator des Preises, die Wahl.

Aufgerufen waren alle Schüler des Umkreises, ihre eigenen IT-Projekte vorzustellen. Unter den zahlreichen Bewerbungen - unter anderem auch aus Bautzen, Großröhrsdorf und Seifhennersdorf - sicherten sich bereits zum zweiten Mal in Folge Schüler des Augustum-Annen-Gymnasiums in Görlitz den IT-Nachwuchspreis.

Thomas Popp, Amtschef der Staatskanzlei und CIO des Freistaates Sachsen, sagte bei der Preisverleihung: „Ein großes Lob an alle Beteiligten rund um den Görlitzer IT-Nachwuchspreis. Die Schülerinnen und Schüler zeigen mit ihren Ideen und dem Engagement das innovative Potential Sachsens. Um die weitere Digitalisierung im Freistaat ist mir nicht bange.“

Auch 2020 wird der IT-Nachwuchspreis wieder vergeben. Bereits ab September 2019 sind wieder alle Schüler aufgerufen sich zu bewerben. Anliegen des Wettbewerbs ist es, Schüler für IT zu begeistern und so für computerbegeisterten Nachwuchs der Branche vor Ort zu sorgen.  Ins Leben gerufen wurde er von der InterNexum GmbH, der Hochschule Zittau/Görlitz, der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH und dem Kreis Görlitz.

 

IT-Ideenpreis für 23-jährigen Görlitzer

Preisträger des IT-Ideenpreises ist der 23-jährige Görlitzer Nico Purschke, der momentan einen Masterstudiengang Informatik an der Hochschule Zittau/Görlitz absolviert. Den Ideenpreis erhält er für seine Bachelorarbeit, die er im August 2018 mit der Note 1,0 verteidigt hat. Sie befasst sich mit dem Thema „Evaluierung und Optimierung einer Microservice-Architektur zur Erfassung und Analyse von Sensordaten in Hinblick auf Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie Skalierbarkeit“. Darin beschäftigt er sich mit IT-Systemen zur Auswertung von Sensordaten, der Geschwindigkeit der Datenverarbeitung und der Skalierbarkeit dieser Systeme. Ausgangspunkt für das Thema ist die enorme Datenflut, die mit zunehmender Digitalisierung und Trends wie Smart Home bzw. dem „Internet der Dinge“ anfällt und die in den nächsten Jahren exponentiell ansteigen wird. Für die effektive Verarbeitung der Datenmengen ist eine Software-Architektur gefragt, die mit diesem Wachstum mithalten kann. Mit der Ehrung sind ein Preisgeld von 1500 Euro sowie eine Plastik des Dresdner Künstlers Ulrich Eißner verbunden. Er hat dem Preis die Gestalt eines „Überfliegers“ gegeben, welcher ähnlich einem Hochspringer ein Hindernis überwindet. 

Der IT-Ideenpreis der Saxonia Systems AG steht unter dem Motto „Ideen wachsen lassen“. Die Auszeichnung soll eine innovative Idee eines Studierenden der Hochschule mit herausragender Studienleistung ehren und den intensiven Austausch zwischen der Wirtschaft und dem IT-Bereich der Hochschule fördern. „Mit dem IT-Ideenpreis möchten wir die Studierenden zu Bestleistungen anspornen und die Hochschule Zittau/Görlitz für die hervorragende Ausbildung im Bereich IT öffentlich würdigen“, so die Aufsichtsrätin der Saxonia Systems AG, Viola Klein. „Wir schätzen die hervorragende, sehr praxisorientierte Informatikausbildung in Görlitz/ Zittau und freuen uns über engagierte, IT-begeisterte Absolventinnen und Absolventen, die bei uns gern einsteigen können.“

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Die Semperoper im Umbruch – 30 Jahre Mauerfall

Dresden. Auf der Höhe des kalten Krieges, fünf Jahre vor der Wiedervereinigung, wurde 1985 die Semperoper feierlich eröffnet. Eine Großkundgebung auf dem Theaterplatz trotz Eiseskälte, sowie allerlei Politprominenz aus beiden deutschen Staaten gehörten dazu und der Sekt floss in Strömen. Ein immenser Aufwand steckte in der detailgetreuen Rekonstruktion und mit Interesse wurde eines der schönsten Opernhäuser Deutschlands nun beäugt. „Auferstanden aus Ruinen“ und made in GDR – zwangsweise. Die grandiose Akustik wurde passenderweise mit diszipliniert stillsitzenden Soldaten getestet. In den folgenden Jahren erlebte das Haus eine bewegte Geschichte und in mancher Inszenierung, wie etwa Beethovens „Fidelio“, wurde das Zeitgeschehen plötzlich lebendig. Nach der friedlichen Revolution entdeckte man „heiße Drähte“, welche zur Staatssicherheit führten. Dies ist nur eine von vielen ironischen Pointen und interessanten Ereignissen, die im Rahmen einer spannenden Sonderführung thematisiert werden. Die Plätze für die Führungen zum Mauerfalljubiläum sind limitiert, daher empfiehlt sich eine Voranmeldung. Tickets sind online auf der Homepage, telefonisch oder per E-Mail im Service-Center von „Semperoper Erleben“, sowie in der Vorverkaufsstelle in der Schinkelwache (Theaterplatz 2) erhältlich. Termine für die Sonderführungen „Die Semperoper im Umbruch – 30 Jahre Mauerfall“ 1. Oktober, 17.30, 18, 18.30 und 19 Uhr 2. Oktober, 16 Uhr 3. Oktober, 16 Uhr 4. Oktober, 16 Uhr 5. Oktober, 16 UhrAuf der Höhe des kalten Krieges, fünf Jahre vor der Wiedervereinigung, wurde 1985 die Semperoper feierlich eröffnet. Eine Großkundgebung auf dem Theaterplatz trotz…

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