tok/pm

Geschichte im Maßstab 1:120

Görlitz. Die Ausstellung zur Geschichte der Eisenbahn im Schlesischen Museum zu Görlitz wird noch einmal durch eine Sonderpräsentation ergänzt. Vom 1. bis 24. Juni ist im Museum die TT-Anlage des Görlitzer Modelleisenbahnvereins zu sehen.

Die Modellanlage stellt eine imaginäre Landschaft in der DDR der 70er- und 80er-Jahre dar. Den Mittelpunkt bildet der Bahnhof „Grenzingen“, der überall in der DDR hätte existieren können. Auf der Anlage wurde auch ein Bahnbetriebswerk errichtet. Dazu gehören ein achtgleisiger Ringlokschuppen mit Drehscheibe sowie Anlagen zur Besandung, Bekohlung oder Aufnahme von Kühlwasser. Auf den Schienen verkehren zeitgemäße Zuggarnituren der Deutschen Reichsbahn. Zahlreiche Details laden zum Entdecken von charakteristischen Szenen des DDR-Alltags ein.

An den Wochenenden, jeweils von 13 bis 17 Uhr, ist die Modelllandschaft mit Fahrbetrieb zu erleben. Die Vereinsmitglieder lassen originalgetreue Züge aus verschiedenen Zeiten verkehren.  

Der Modelleisenbahnverein führt im Juni seine Club-Nachmittage öffentlich durch. Donnerstags, am 7.6., 14.6. und 21.6., von 15 bis 18 Uhr ist Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen, für Fragen und Fachsimpelei.

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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