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Die Stadt als Galerie

Görlitz. „Görlitzer ART“ heißt eine Kunstausstellung, die ab 1. April im öffentlichen Raum der Stadt Görlitz zu sehen ist. Ein Jahr lang wird sie als gemeinsames Projekt der Städte Görlitz und Wroc?aw im Rahmen der Veranstaltung Kulturhauptstadt Wroclaw 2016 in Görlitz präsentiert.

Neben Künstlern aus dem Raum Wroclaw, die 2014/15 im Rahmen eines Wettbewerbs zu „Görlitzer ART“ ausgewählt wurden, sind auch Studenten der Kunstakademie Wroclaw an der Ausstellung beteiligt. Sie setzten ihre Ideen bis Ende 2015 in Entwürfe um.

Die Stadt wird dabei zur Galerie unter freiem Himmel. Geplant ist die Installation von zehn Werken. Sechs davon wurden im Wettbewerbsverfahren ausgesucht. Das siebte Objekt sind die „Salzkristalle“ im Uferpark. Görlitzer Bürger dürfen drei weitere Kunstwerke auswählen. Sie stammen von Studenten der Kunstakademie Wroclaw. Ein Semester lang haben diese sich mit dem Thema „Kunst im öffentlichen Raum am Beispiel von konkreten Orten in der Stadt Görlitz“ beschäftigt. Entstanden sind insgesamt 24 Projekte. Die besten werden vom 7. bis 21. Januar in der Galerie Brüderstraße präsentiert.

In dieser Zeit können die Bürger darüber entscheiden, welche Werke in Görlitz aufgestellt werden sollen. Die Stimmabgabe ist sowohl im Internet als auch mit Abstimmungszetteln möglich, die in der Galerie Brüderstraße erhältlich sind. Am 23. Januar wird verkündet, welche der studentischen Entwürfe den Geschmack der Besucher am meisten getroffen haben.

 

Hintergrund

„Görlitzer ART“ ist ein Projekt der Stadt Görlitz in Zusammenarbeit mit der Stadt Wroclaw im Rahmen der Veranstaltung Kulturhauptstadt Europas Wroclaw 2016, kuratiert durch ist die Eugeniusz-Geppert-Akademie der Schönen Künste Wroclaw und koordiniert durch die Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH.

Gefördert wird das Projekt durch die beiden Städte, die Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, die Stadtwerke Görlitz AG, die KommWohnen GmbH, den Freistaat Sachsen sowie aus den Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.

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U18-Wahl: Grüne und AfD vorn

Sachsen. Kinder und Jugendliche haben am 17. Mai bei der bundesweiten U18-Wahl deutlich gemacht, wie aus ihrer Sicht die Europawahl in Deutschland ausgehen soll. Bündnis 90/Die Grünen stelle mit 28,9 % den klaren Wahlsieger vor SPD (15 %) und CDU (12,7 %). Die Linke (7 %) und die AfD (6,7 %) liegen etwa gleichauf, es folgt mit 5,5 Prozent die FDP, die übrigen Stimmen verteilen sich auf zahlreiche kleinere Parteien. In Sachsen stellen nach Willen der Kinder und Jugendlichen Bündnis 90/ Die Grünen mit 18,1 % die stärkste Kraft. An zweiter Stelle rangiert die AfD mit 14,4 % der Stimmen. Die Linke (9,8 %), SPD (8,4 %) und CDU (8 %) liegen dicht beieinander. Mehr als 5 % erreichten Die PARTEI (7,1 %), Die Tierschutzpartei mit 6 % und die FDP mit 5,7 %. Mit insgesamt 16% komplettieren diverse andere Parteien den breiten Fächer des jugendlichen politischen Spektrums. Eine Woche vor der Europawahl ist das Ergebnis der Jugendwahl ein Signal sowohl an Politik als auch die anderen Generationen. Kinder und Jugendliche wählen bundesweit mehr pro-europäische Parteien. In Sachsen ist die euro-skeptische Perspektive deutlich ausgeprägter, bleibt aber dennoch hinter den Umfrageergebnissen der Erwachsenen zurück. Junge Menschen geben in der Mehrzahl denen eine Stimme, die Umweltschutz und konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel zur entscheidenden Frage machen, #fridaysforfuture gab darauf im Vorfeld deutliche Hinweise. Auch die Unzufriedenheit mit einer europäischen Urheberrechtsreform, die jugendliche Lebenswelten stark berührt, scheint sich im Wahlergebnis widerzuspiegeln. In Sachsen haben am 17. Mai 2.459 Kinder und Jugendliche abgestimmt. In Jugendtreffs, auf Spiel- und Marktplätzen oder in Schulen wurden von Kindern und Jugendlichen insgesamt 53 Wahllokale selbst organisiert. "Das große Interesse an der U18 Europa-Wahl und den Materialien im Vorfeld zeigt mir vor allem deutlich, dass junge Menschen, sich mit Politik und Parteien auseinandersetzen und wir ihnen die Wahlentscheidung ab dem 14 Lebensjahr übertragen können,“ kommentiert Jan Witza, Vorsitzender des Kinder- und Jugendring Sachsen. „Zweite wichtige Erkenntnis: Jugendliche wählen Pluralismus, das zeigt das überaus breite Spektrum von Parteien, die Stimmen der jungen Menschen erhalten haben.“Kinder und Jugendliche haben am 17. Mai bei der bundesweiten U18-Wahl deutlich gemacht, wie aus ihrer Sicht die Europawahl in Deutschland ausgehen soll. Bündnis 90/Die Grünen stelle mit 28,9 % den klaren Wahlsieger vor SPD (15 %) und CDU (12,7 %).…

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