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Auszeichnungen für Überflieger in der IT

Görlitz. Gute Ideen in der Informatik werden belohnt. Beim Sommerfest der Hochschule Zittau/Görlitz wurde erstmals der IT-Nachwuchspreis für Schüler an einen Abiturienten verliehen. Bereits zum dritten Mal wurde ein Absolvent der Hochschule mit dem IT-Ideenpreis der Saxonia Systems AG geehrt.

Die Ideen kamen aus dem ganzen Landkreis. Unter den Nominierten war aber der Süden auffällig stark vertreten. Zwei Einreichungen aus Zittau und zwei aus Seifhennersdorf schafften es in die Endrunde. Dazu kamen zwei IT-Ideen aus Görlitz und eine aus Löbau. Was die Schüler da an Ideen präsentierten, war beachtlich. Da gab es zum Beispiel eine Bewerbung von Schülern des Christian-Weise-Gymnasiums Zittau, die mit Basement Escape VR ein an einen Escape-Room angelehntes Virtual-Reality-Spiel einreichten. Aus dem Oberland-Gymnasium in Seifhennersdorf kam der Vorschlag eines Produktdisplays, mit dem Anwender Artikelinformationen und Bilder von Produkten ohne Programmierkenntnisse in einem virtuellen Katalog präsentieren können.

Initiator des erstmals vergebenen Nachwuchspreises ist Daniel Strauß, Geschäftsführer der InterNexum GmbH. „Wir sind da ganz bescheiden herangegangen und hätten uns schon über zwei bis drei Bewerber gefreut“, so Strauß. Am Ende schickten so viele Schüler ihre Ideen, dass die Jury zunächst eine Vorauswahl traf und sieben Nominierte festlegte, bevor es an die Wahl des Gewinners ging. „Wir haben dabei komplett offen gelassen, welchen Reifegrad das Projekt hat“, erzählt Strauß. Die Bewerbungen seien aber größtenteils über den Status eines Konzeptes hinausgegangen.

 

Gewinner aus Görlitz

Durchsetzen konnte sich schließlich David-Hauke Wedler. Er überzeugte die Fachjury mit seinem Projekt Lockator und gewann dafür ein Notebook. Das Projekt Lockator ist ein innovativer Ansatz, ein Fahrrad zeitsparend und unkompliziert abschließen und auch App-basiert übers Smartphone orten zu können. „Die Projektidee zeigt besonders gut auf, wie das Zusammenspiel von Software und Technik bei einer alltäglich auftretenden Fragestellung zu einer guten Lösung führen kann. Deshalb hat der Lockator sogar das Potenzial, zu einem marktreifen Produkt weiterentwickelt zu werden“, begründet Daniel Strauß die Wahl.

David-Hauke Wedler ist Abiturient des Augustum-Annen-Gymnasiums in Görlitz. Seinen von der Deutschen Software Engineering & Research GmbH (DSER) gesponserten Gewinnerpreis nahm beim IT-Sommerfest stellvertretend sein Bruder entgegen. Die anderen sechs nominierten Schüler können sich über einen Raspberry Computer freuen, welcher insbesondere den Erwerb von Programmier- und Hardwarekenntnissen erleichtert. Als Teil des Gewinns können sie sich damit nun im Rahmen der Hochschul-IT für Schüler intensiver mit dem Programmieren und Informatik generell beschäftigen.

Anliegen der Initiatoren des Preises ist es, mit dem Wettbewerb sowohl das Interesse der Schüler für Informatik zu wecken als auch praxisnahe Projekte zu fördern und so für computerbegeisterten Nachwuchs der Branche vor Ort zu sorgen. Ins Leben gerufen wurde der Preis er von der InterNexum GmbH, der Hochschule Zittau/Görlitz, der Stadt Görlitz und dem Kreis Görlitz unter der Schirmherrschaft von Landrat Bernd Lange. 

 

IT-Ideenpreis

Auf dem Sommerfest wurde außerdem ein Absolvent der Hochschule mit dem IT-Ideenpreis der Saxonia Systems AG geehrt. Preisträger ist Robert Stricker, der im September 2017 sein Informatikstudium an der Hochschule Zittau/Görlitz als Master of Science mit der Abschlussnote 1,0 beendet hat. Seine Masterarbeit befasst sich mit dem Thema „Evaluation und Optimierung von Sicherheitsaspekten und Skalierbarkeit des Identity Access Managements in Microservice-Architekturen“. Darin beschäftigt er sich mit der IT-Sicherheit von modernen Cloudinfrastrukturen.

Ausgangspunkt für das Thema ist die enorme Datenflut, die mit zunehmender Digitalisierung und Trends wie Smart Home oder Smart Grids in Clouds gespeichert wird. Für die effektive Prüfung und Speicherung der Datenmengen sind in der Cloud neue Strukturen gefragt, welche auch die Sicherheit der gespeicherten Daten garantieren. Mit einem Vortrag über seine Arbeit war Robert Stricker im März auf der 20th International Conference of Enterprise Information Systems 2018 auf Madeira zu Gast. Seit Oktober 2017 ist Robert Stricker bei der Fraunhofer Gesellschaft in Görlitz tätig, wo er bereits während seines Masterstudiums gearbeitet hat. Auch hier beschäftigt er sich mit dem Thema Cyber-Sicherheit.

Mit der Ehrung sind ein Preisgeld von 1500 Euro sowie eine Plastik des Dresdner Künstlers Ulrich Eißner verbunden. Er hat dem Preis die Gestalt eines „Überfliegers“ gegeben, welcher ähnlich einem Hochspringer ein Hindernis überwindet. Der IT-Ideenpreis der Saxonia Systems AG steht unter dem Motto „Ideen wachsen lassen“. Die Auszeichnung soll eine innovative Idee eines Studenten der Hochschule mit herausragender Studienleistung ehren und den intensiven Austausch zwischen der Wirtschaft und dem IT-Bereich der Hochschule fördern. 

„Mit dem IT-Ideenpreis möchten wir die Studenten weiterhin zu Bestleistungen beflügeln und die Hochschule Zittau/Görlitz für die hervorragende Ausbildung im Bereich IT würdigen“, so die Aufsichtsrätin der Saxonia Systems AG, Viola Klein. „Wir schätzen die große Praxisorientierung der Informatikausbildung und freuen uns über engagierte, IT-begeisterte Absolventinnen und Absolventen, die bei uns einsteigen wollen.“

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DSC: Karriereende für Lars Hamann

Dresden. Speerwerfer Lars Hamann vom Dresdner SC gibt mit sofortiger Wirkung sein Karriereende bekannt. „Seit Anfang 2017 haben mich immer wiederkehrende Ellenbogenbeschwerden geplagt, weshalb ich mich auch einer Operation unterziehen musste. Auch 2018, als ich im Wiederaufbau begriffen war, machte mir die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Eine Bandverletzung am rechten Sprunggelenk führte zu einem Saisonabbruch. Als ich für die Saison 2019 das Speerwurftraining wieder aufgenommen habe, kam es erneut zu Ellenbogenbeschwerden. Die ärztliche Diagnose ergab, dass die Schäden im Gelenk eine sportliche Laufbahn auf diesem Niveau nicht mehr zulassen", erklärt der 29-Jährige. „Ich hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen und habe mich mit viel Energie zurückgekämpft – am Ende konnte ich dann doch nicht die erwarteten Zielstellungen erfüllen. Es ist für mich Zeit, neue Ziele zu verfolgen." Lars Hamann wurde in Meißen geboren und machte seine ersten Speerwurf-Versuche beim DSC vor 17 Jahren. Seit 2003 startete er für den Verein. Der Schützling von Katharina Wünsche und Steffen Krüger wurde 2010 Deutscher Juniorenmeister und gewann dreimal Bronze bei den Deutschen Meisterschaften. Er nahm 2013 und 2015 an den Weltmeisterschaften teil ebenso wie an den Europameisterschaften 2016. 2016 scheiterte er aufgrund der starken innerdeutschen Konkurrenz knapp am Ziel Olympia. 2017 erreichte er mit 86,71 seine persönliche Bestleistung und knackte damit auch die Norm für die Weltmeisterschaften. Damit erzielte er bundesweit jedoch erneut nur die viertbeste Weite und musste zuhause bleiben. „Mit seinem Engagement und den Erfolgen trug er dazu bei, dass sich eine starke Speerwurfgruppe beim DSC gebildet hat. In der Trainingsgruppe unter Leitung von Frau Wünsche und Herrn Krüger trainieren zurzeit 13 Sportler. Dabei ist mit Paul Schlenker in der U18 ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent gereift. Gleiches trifft für die Hammerwerferin Lilly Lützner zu", sagte Abteilungsleiter Gerd Töpfer. Lars Hamann arbeitet als Polizist in Dresden und hat ein Kind. Der Dresdner SC bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei Lars Hamann für die zahlreichen gemeinsamen Jahre und die Treue, die Lars Hamann dem Verein entgegengebracht hat. Speerwerfer Lars Hamann vom Dresdner SC gibt mit sofortiger Wirkung sein Karriereende bekannt. „Seit Anfang 2017 haben mich immer wiederkehrende Ellenbogenbeschwerden geplagt, weshalb ich mich auch einer Operation unterziehen musste. Auch 2018, als…

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