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Monarchs richten 10. DFFL-Bowl aus

Flag Football ist in Deutschland mittlerweile sehr verbreitet und wird nicht nur im Vereinssport angeboten. Gerade im Schulsport und in den Schul-AGs erfreut sich Flag Football immer größerer Beliebtheit, da es von den Aktiven sehr viele Fähigkeiten abverlangt und von Mädchen und Jungen gemeinsam gespielt wird.

Anders als American Football ist Flag Football ein kontaktarmes Spiel. Das heißt: Gegenspieler dürfen nur mit den Händen geblockt, jedoch nicht direkt angegangen, festgehalten oder sogar getackelt werden. In einem eigenen Ligabetrieb, der Deutschen Flag Football Liga (DFFL) treten Jahr für Jahr Mannschaften aus ganz Deutschland gegeneinander an. Wie im American Football gibt es auch hier eine Meisterschaftsendrunde – die Playoffs – sowie ein Meisterschaftsendspiel – den DFFL-Bowl. Letzterer wird in diesem Jahr in Dresden ausgetragen, eventuell sogar mit Dresdner Beteiligung auf dem Spielfeld. Fest steht: Am 5. Oktober mit dem Kickoff, 14 Uhr, findet der DFFL Bowl 2019 im Stadion an der Bärnsdorfer Straße statt.

Der American Football Verband Deutschland (AFVD) vergibt die Ausrichtung des diesjährigen Finalspiels der Deutschen Flag Football Liga (DFFL) nach Dresden. "Die Monarchs haben mit der Ausrichtung der Junioren-Europa-Meisterschaft 2015 und den Deutschen Cheerleader Meisterschaften 2015 bis 2017 gezeigt, dass sie mit ihrer Organisation unsere Veranstaltungen ausrichten können, und so haben wir uns auch über die Bewerbung aus Dresden gefreut", zeigt sich Robert Huber, Präsident des American-Football-Verbands Deutschland, zuversichtlich für eine tolle Veranstaltung im Oktober.

"Wir freuen uns, dass wir nach 2004 und 2006 vom American-Football-Verband erneut den Zuschlag erhalten haben, den DFFL-Bowl in Dresden ausrichten zu dürfen", sagt Jörg Dreßler, Geschäftsführer der Dresden Monarchs. "Dresden war stets ein toller Rahmen für dieses Meisterschaftsendspiel und auch ein tolles Pflaster für unseren Verein. Denn nach unserer ersten Deutschen Flag Football Meisterschaft im Jahr 2003 konnte unser Flag Football Team auch 2004 und 2006 den Titel nach Sachsen holen." Insgesamt standen die Dresden Monarchs bereits vier Mal im DFFL-Bowl. In diesem Jahr wollen die Dresden Monarchs erneut den Finaleinzug schaffen. Bislang sind die königlichen Flag Footballer ungeschlagen, verbuchten fünf klare Siege. Gelingt auch im letzten Ligaspiel zu Hause am 25. August (Kickoff: 11 Uhr) gegen Leipzig ein Sieg, ist das Heimspielrecht im Playoff-Halbfinale sicher. Nur ein weiterer Sieg würde Dresden dann noch vom Finaleinzug trennen.

Trotz dieser großartigen Saison wären die Dresden Monarchs im DFFL-Bowl wohl klare Außenseiter. "In Deutschland dominieren seit 2010 die Hamburg Pioneers Snappers. Sie standen seither in jedem DFFL-Bowl, unterlagen hier nur 2010 und 2012 jeweils knapp den Berlin Bears. Seit mehr als 50 Spielen ist Hamburg inzwischen ungeschlagen. Und dennoch, wer weiß, was im eigenen Stadion und vor eigenem Publikum für unser Team am 5. Oktober möglich ist", blickt Jörg Dreßler voraus. Noch ist der Einzug in den DFFL-Bowl allerdings noch reine Theorie. Erst gilt es, am 25. August das Playoff-Heimrecht und im Anschluss möglichst auch den Finaleinzug zu sichern. Freuen darf sich Dresden ungeachtet dessen schon jetzt auf das Endspiel im eigenen Stadion an der Bärnsdorfer Straße. Alle Football- und Sportfans sind dann herzlich eingeladen, sich von dieser besonderen Footballvariante mit ihren Flaggengürteln, der Spannung und der großen Fairness begeistern zu lassen. Für 5 Euro Eintritt wartet dann beste Unterhaltung auf dem Rasen.

Weitere Infos: www.dresden-monarchs.de

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Goldschakal tappt in Fotofalle

Görlitz. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im Landkreis Görlitz in eine Fotofalle gegangen. Jetzt liegt die offizielle Bestätigung vor, dass es sich um einen Goldschakal handelt.  Als Goldschakal identifiziert wurde das Tier vom LUPUS Institut, das im Auftrag des LfULG das Wolfsmonitoring in Sachsen durchführt. Durch Vergleichsaufnahmen vom gleichen Kamerastandort sei gut zu erkennen gewesen, dass das fotografierte Tier größer als ein Rotfuchs und kleiner als ein Wolf ist. Von der Gestalt her ist die Zuordnung zum Goldschakal sicher. Seitdem gibt es keine weiteren Hinweise auf die Anwesenheit des Tieres. Die anpassungsfähige Art besiedelt bevorzugt verbuschtes und feuchtes Gelände mit Versteckmöglichkeiten, bewohnt jedoch auch andere Lebensräume. Auf dem „Speisezettel“ des Goldschakals stehen vorwiegend kleinere Säugetiere wie Wühlmäuse und Ratten, aber auch Früchte und Aas. Das scheue Tier stellt keine Gefahr für den Menschen dar, kann jedoch ähnlich wie ein Fuchs auch ungeschützte kleinere Nutztiere töten.  Der Goldschakal ist eine besonders geschützte Tierart und im Anhang V der Europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet. Zukünftig sollen Hinweise auf den Goldschakal aufmerksam geprüft und dokumentiert werden. Das Landesumweltamt bittet die Bevölkerung, Aufnahmen aus Wildkameras, die auf den Goldschakal schließen lassen, zur Dokumentation in der Artdatenbank Sachsen zu übermitteln: E-Mail: DB-Arten.LfULG@smul.sachsen.de Homepage: https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/8048.htm Hintergrund Der Goldschakal (Canis aureus) gehört, ebenso wie Fuchs und Wolf, zur Familie der Hundeartigen. Besonders die Unterscheidung vom Wolf bedarf eines geschulten Blickes. Farblich ähnelt er dem Wolf, mit einem Einschlag ins Rötliche und einem deutlichen, hellen Kehlfleck. Insgesamt wirkt das Tier kurzbeiniger als ein Wolf. Die Schnauze ist spitzer und zierlicher als die des Wolfes. Vom Fuchs ist das Tier durch seine gedrungenere Gestalt und einen deutlich kürzeren Schwanz mit schwarzer Spitze zu unterscheiden. In Europa kommt der Goldschakal seit alters auf dem Balkan vor. Dort wurde er verfolgt und fast ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen erholten sich die Bestände allmählich. Besonders seit den 1960er Jahren kam es neben Vorstößen einzelner Tiere auch zu festen Ansiedlungen von Familien bis weit nach Nordwesten. Der Goldschakal siedelte sich von Bulgarien aus in Rumänien und Serbien und später in Italien, Slowenien, Österreich, Ungarn und der Slowakei wieder an. In Tschechien vermehrte sich der Goldschakal im Jahr 2018 erstmals in der Nähe von Prag auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz.  In Deutschland wurden seit 1996 einzelne Goldschakale nachgewiesen. Im Süden Brandenburgs hielt sich ein Tier zwischen 1996 und 1998 in der Braunkohlefolgelandschaft auf. Weitere Nachweise liegen aus Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vor. Einige dieser Tiere haben Sachsen sicherlich unerkannt durchquert. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im…

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