Carola Pönisch

E-Scooter: Jetzt ist auch TIER Mobility in Dresden am Start

Dresden. Stadtverwaltung sauer: Einsatz nicht abgestimmt mit Rathaus, Rote Zonen werden missachtet

TIER Mobility, nach eigenen Aussagen führender deutscher und europäischer Anbieter im Bereich Mikromobilitätsdienste, startet heute (17. Januar) seinen E-Scooter-Service in Dresden – als erste Stadt in Sachsen.

In der Startphase werden rund 200 TIER-Scooter der neusten Generation mit austauschbaren Batterien aufgestellt. Zu finden sind die E-Roller wie ihre Konkurrenten von Limes an zentralen Verkehrsknotenpunkten sowie belebten Bereichen der Stadt und stehen Nutzern rund um die Uhr zur Verfügung.

Durch den Einsatz von Modellen mit austauschbaren Batterien wird das tägliche Hin-und-Her-Fahren der Scooter zum Aufladen in Lagerhäuser überflüssig. Mit einer neuen Flotte, bestehend aus zwei E-Vans, kann das lokale Team in Dresden leere Batterien direkt vor Ort durch geladene Batterien ersetzen, ohne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren nutzen zu müssen.

Die neue Generation von TIER-Scootern sorgt mit einem größeren Vorderrad, Hinterradantrieb und einem höheren Gewicht für bessere Bodenhaftung bei winterlichen Straßenverhältnissen. Die Scooter kommen so mit rutschigem Untergrund noch besser zurecht und weisen eine verbesserte Bremsleistung auf.

Nicht mit Stadt abgesprochen

Kritik über den Start des neuen Anbieters kommt aus dem Rathaus: Die Verteilung der E-Scooter am Abend des 16. Januar sei nicht abgestimmt gewesen. Zudem halte sich TIER Mobility nicht an das Einsatzverbot der Roller in den "Roten Zonen" Altmarkt, Neumarkt, Fürstenzug, Theaterplatz,  Palaisplatz und rund um den Goldenen Reiter. "Das Unternehmen hat uns aber bis heute seine Daten nicht mitgeteilt. Die Vereinbarung ist deshalb nicht zustande gekommen. Mit dem Betriebsstart werden unsere roten Zonen missachtet. Wenn TIER Mobility in seiner heutigen Pressemitteilung schreibt, eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Dresden sei vereinbart, kann ich dies von unserer Seite nicht bestätigen. Wir werden das Unternehmen in diesem Sinn anschreiben", so Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain.

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