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Zuse-Stammtisch sucht Besucher

Hoyerswerda. Jeder Verein braucht verlässliche Fördermöglichkeiten für Projekte und sind diese gefunden, kann eine langfristige Arbeit mit Partnern inner- und außerhalb von Hoyerswerda beginnen.

Das Konrad Zuse Forum, Förderverein des Zuse-Computer-Museums ZCOM, erhält jetzt Zuwendungen für seinen neuen Zuse-Computer-Stammtisch über das im Sommer gegründete Mediennetzwerk Lausitz. Dieses wird von der Sächsischen Landesmedienanstalt finanziert und als Träger im Wirkungskreis Hoyerswerda-Weißwasser-Niesky fungiert die Kulturfabrik, erklärt der Vorstandsvorsitzende des Konrad Zuse Forums Wolfgang Kunde.

Die im Mediennetzwerk Lausitz vereinten soziokulturellen Einrichtungen und Museen, zu denen auch das ZCOM gehört, wollen Jugendlichen und vor allem Erwachsenen sicheres Wissen für einen kritisch-reflektierenden Umgang mit Medien vermitteln.

Der Zuse-Computer-Stammtisch im Bit-Labor des ZCOM - jeweils am ersten Freitag im Monat von 16 bis 18 Uhr - verfolgt ebenfalls dieses Ziel. Die Teilnahme an dieser Veranstaltungsreihe ist kostenfrei und für jedermann möglich. Mitglieder des Konrad Zuse Forums, ZCOM-Mitarbeiter und künftig auch Experten von außerhalb, werden Impulsvorträge über verschiedene Bereiche der historischen oder gegenwärtigen Rechentechnik halten, sagt Wolfgang Kunde. Soweit möglich, können die Stammtisch-Teilnehmer Rechenmaschinen des ZCOM aus früheren Zeiten im Betrieb erleben. Aktuelle Entwicklungen der Digitaltechnik und ihre Nutzungsmöglichkeiten werden ebenfalls besprochen und jeder darf Fragen zum Umgang mit seiner eigenen Computertechnik stellen. Die Veranstaltungen können an anderen Standorten im Mediennetzwerk Lausitz wie Weißwasser und Niesky wiederholt werden.

Am 5. November steht bei dem Zuse-Computer-Stammtisch die Speichertechnik der Vergangenheit im Mittelpunkt, sagt das Vorstandsmitglied des Konrad Zuse Forums Gerhard Walter. 1890 wurde in den USA mit Hilfe von Lochkarten eine Volkszählung durchgeführt und ca. hundert Jahre später sind immer noch Computer im Rechenzentrum Hoyerswerda mit Lochstreifen betrieben worden.

Zum Stammtisch am 3. Dezember wird der erste programmgesteuerte, freiprogrammierbare Rechner von Prof. Konrad Zuse aus dem Jahr 1941 gewürdigt, der die Entwicklung moderner Medien maßgeblich angestoßen hat, sagt Gerhard Walter. Perspektivisch könnten Programmierungsmöglichkeiten des Mini-Computers Raspberry Pie vorgestellt werden. Das ist eine etwa handtellergroße Entwicklerplatine, der zum kompletten Rechner nur ein Bildschirm und die Tastatur fehlen. Der Raspberry Pie ist internetfähig, darauf läuft ein Open-Office-Paket und er kann noch vieles mehr, macht Gerhard Walter neugierig.

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