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Wer hat Idefix erschossen?

Wittichenau. In dem kleinen Dörfchen Neudorf-Klösterlich geht die Angst unter den Tierhaltern um. Ein Unbekannter schießt offenbar absichtlich auf Tiere. Vor wenigen Tagen wurde Terrier Idefix tödlich getroffen.

»Es hat sich schnell im Ort herumgesprochen, was ich vor ein paar Tagen erleben musste«, erzählt Susann Schmidt, immer noch sichtlich benommen von dem tragischen Ereignis. »Deshalb möchte ich an meine Nachbarn appellieren: Passt gut auf eure Hunde und Katzen auf, auch wenn dieser Rat für meinen Idefix leider zu spät kommt.«

Was ist passiert?

Es war ein ganz normaler Dienstag, Susann hatte einen Arzttermin im Nachbarort. Da sie ihren Jack-Russell-Terrier nicht mitnehmen konnte, durfte er raus aus dem Haus, auf das umzäunte Gartengrundstück.

Nur zwei Stunden später war Susann zurück. Sie wunderte sich: »Normalerweise kommt mir Idefix schon freudig entgegen geeilt, wenn ich wieder zu Hause bin. Doch nur unser zweiter, größerer Hund schlich sichtlich eingeschüchtert zu mir ans Tor. Irgendetwas stimmt hier nicht,« befürchtete sie.

In ihrem Garten musste sie auch gar nicht lange suchen. Unter einem Multicar lag Idefix, der kleine Jack-Russell-Terrier. An der Seite klaffte eine blutende Wunde. »Mir war sofort klar, das kann nur eine Schußverletzung sein«, sagt Susann Schmidt.

Sie fuhr mit ihrem Hund sofort zu einem Tierarzt. Der stellte nach der Untersuchung fest: Ein Spitzdiabolo hat bei Idefix mehrere Organe durchbohrt und ist schließlich im Herzmuskel steckengeblieben.

Vergebliche Not-OP

Eine Not-OP wurde durchgeführt, doch die Verletzung war zu schwer. Idefix starb noch beim Tierarzt. In einem bewegenden Post bei Facebook schrieb Susann später: »Ich habe dir versprochen dich zu beschützen, konnte es aber nicht. Du fehlst unendlich doll... Liebe dich.« Idefix wurde nur ein Jahr und fünf Monate alt.

Das Projektil hat übrigens die Polizei als Beweismittel einbehalten. Sie muss jetzt ermitteln, wer auf den kleinen Idefix geschossen hat. Bis Gewissheit herrscht und der Schütze oder die Schützin bestraft worden ist, bittet Susann Schmidt um erhöhte Obacht.

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