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Rödertalbienen verlieren in Halle

Großröhrsdorf. Gegen Halle-Neustadt war für die Rödertalbienen nichts zu holen. Dafür sahen die Gäste temporeiche 60 Minuten Frauenhandball.

Kurz vor dem Start in Richtung Halle-Neustadt ereilte das Trainerteam um Frank Mühlner eine bittere Nachricht – Ann-Catrin Höbbel musste wegen eines grippalen Infekts und hohem Fieber auf die Partie verzichten.

Die Rödertalbienen hatten Anwurf. Angetrieben von rund 40 mitgereisten Fans, die für jede Menge Stimmung sorgten, gingen sie direkt in Führung. Brigita Ivanauskaite (1 Tore) ging ins 1:1-Duell und spielte dann den Ball zur frei stehenden Thilde Boesen (3 Tore), die zum 1:0 einnetzte. Die „Wildcats“ aus Halle konterten und gingen nach zwei schnellen Gegenstößen mit 2:1 in Front. Den erneuten Ausgleich erzielte Rabea Pollakowski (8/4 Tore) per Strafwurf, nachdem Boesen nur noch durch Trikotziehen gestoppt werden konnte. Das 3:3 entstand aus einer kuriosen Szene. Zunächst scheiterte Julia Mauksch an Torfrau Anica Gudelj. Der Abpraller landete bei Meret Ossenkopp (7 Tore) die nur die Latte traf. Von dort gelangte der Ball schließlich zu Boesen die einnetzte. Nach einem Tempo-Gegenstoß durch Ossenkopp und einem verwandelten Siebenmeter von Pollakowski zum 5:5 folgte eine sehenswerte Kombination. Lisa Loehnig legte hinter ihrem Rücken zu Mauksch ab, diese spielte nach außen zu Pollakowski, welche mit einem gefühlvollen Heber das 6:6 erzielte (14. Min). Unmittelbar nach der 7:6-Führung durch Ossenkopp war Halle-Neustadt wieder am Zug und ging erneut mit 8:7 in Front. Die eingewechselte Tammy Kreibich (1 Tor) sorgte für den Ausgleich. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Nach dem 10:10 (21. Min) erarbeiteten sich die Bienen einen kleinen Vorteil. Zunächst bewies Saskia Nühse (3 Tore) in Unterzahl eine gute Übersicht und sah das Boesen am Kreis ungedeckt war. Sie netzte unbedrängt zur 11:10-Führung ein. Pollakowski erhöhte mit zwei Treffern den Vorsprung auf 13:10. Leider konnte der HCR die Führung nicht verteidigen. Bis zur 28. Minute hatten die Wildcats wieder den Ausgleich erzielt. Kurz vor der Halbzeitsirene zog Kreibich zwei Abwehrspielerinnen auf sich und passte dann zur freien Ossenkopp. Die verwandelte zur 14:13-Halbzeitführung für die Bienen.

Die zweite Hälfte begann aus Sicht des HCR sehr gut. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Pollakowski die 15:14-Führung. Nach einem Gegenstoß über Ossenkopp betrug der Vorsprung wieder zwei Tore. Auch das nächste Tor zum 17:15 erzielte die Außenspielerin nach einer schönen Ballstafette (36. Min). Durch mehrere technische Fehler blieben die Bienen nun neun Minuten ohne Torerfolg. Der SV Union nutzte die Gelegenheit und ging mit 19:17 in Führung. Ivanauskaite erlöste die mitgereisten Fans in der 45. Minute mit einem schönen Treffer aus zentraler Position zum 18:19. Dank eines abgefälschten Wurfs gelang S. Nühse der Anschlusstreffer zum 19:20. Auch die nächste Aktion gehörte den Bienen – Pollakowski verwandelte einen Gegenstoß zum 20:20-Ausgleich. Bei beiden Mannschaften ließen die Kräfte nun nach. Die Wildcats nahmen Ivanauskaite nun in Pressdeckung und setzten sich auf 22:20 ab. Die Rödertalbienen konnten nur noch auf 21:22 verkürzen. Anschließend machten die Gastgeberinnen mit einem 3:0-Lauf den Deckel auf die Partie (25:21 nach 57 Minuten). Nachdem zunächst Ossenkopp zum 22:25 traf, gelang S. Nühse das letzte Tor der Partie. Halle-Neustadt versuchte einen Pass abzufangen, verschätzte sich jedoch. Die entstandene große Lücke nutzte S.Nühse zum 23:26-Endstand aus Sicht des HCR. Den Fans beider Mannschaften wurde eine großartige Partie geboten. In einem intensiven und bis kurz vor Schuss spannenden Spiel schenkten sich beide Teams nichts. Mit den Wildcats gewann am Ende die Mannschaft, die weniger Fehler machte.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Das war ein absolutes Spitzenspiel und auch eines der besten Zweitliga-Spiele, dass ich bisher gesehen habe. Die Zweikämpfe waren intensiv und das ganze Spiel sehr temporeich. Bis auf sieben Minuten in der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft alles umgesetzt, was wir uns unter der Woche erarbeitet hatten. In dieser kurzen Phase, in der jede Spielerin die Entscheidung für sich selbst gesucht hat, haben wir das Spiel verloren. Trotzdem können wir erhobenen Hauptes zurückfahren.“

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Erster Todesfall in Dahme-Spreewald bestätigt

Dahme-Spreewald. Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald bestätigt den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) im Landkreis. Ein 81 Jahre alter Mann ist am Mittwoch, 01. April 2020, im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen verstorben. Der Covid-19-Erkankte war seit Längerem intensivmedizinisch behandelt worden und hatte schwere Vorerkrankungen. Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge: „Wir sind tief betroffen, dass die Pandemie nun auch in unserem Landkreis ein erstes Todesopfer gefordert hat. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen. Im Landratsamt und unserem Krisenstab sind wir weiter in höchster Alarmbereitschaft und versuchen alles zu tun, um unsere medizinischen Einrichtungen bestmöglich zu unterstützen“. Der Krisenstab des Landkreises Dahme-Spreewald hat sich gestern zuvorderst mit der tagesaktuellen Gesundheitslage hinsichtlich der Ausbreitung der Atemwegserkrankung Covid-19 befasst. Vom Labor bestätigt wurden insgesamt 99 positive Fälle der Corona-Infektion im Kreisgebiet: in Königs Wusterhausen (31), Lübben (14), Zeuthen (14), Mittenwalde (9), Schönefeld (6), Wildau (6), Gemeinde Heidesee (6), Amt Schenkenländchen (5), Amt Unterspreewald (4), Eichwalde (1), Gemeinde Heideblick (1), Gemeinde Märkische Heide (1) und Gemeinde Schulzendorf (1). Acht der nachgewiesenen Covid-19-Erkrankten sind zwischenzeitlich genesen. Momentan befinden sich ebenfalls acht Personen in stationärer Behandlung, die übrigen in häuslicher Isolation. Derzeit sind 293 Quarantänen verhängt und 261 als Verdachtsfall eingestufte Personen warten auf ein Testergebnis. Kontaktbeschränkungen verlängert Schwerpunkthema, neben dem Beschaffungsmanagement von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für medizinische Bedarfe im Landkreis, war in der gestrigen Krisenstabssitzung auch die landesweite Verlängerung der umfangreichen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Seit dem 23. März 2020 gilt in Brandenburg die neue „SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung“ bereits. Grundsätzlich ist damit jeder im öffentlichen Raum verpflichtet, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Die Kontaktbeschränkungen sind nun durch die Landesregierung nochmals bis zum 19. April 2020 verlängert worden. Zur Durchsetzung dieser Festlegungen ist ein Bußgeldkatalog erlassen worden. Dieser sieht Strafen für wiederholte Verstöße gegen die Regeln von bis zu 25.000 Euro vor. Die Kreisverwaltungsspitze wird sich an diesem Freitag im Rahmen einer Sonderberatung mit den Bürgermeistern und Amtsdirektoren der Dahme-Spreewald-Kommunen zu den Möglichkeiten des Vollzugs von Bußgeldbescheiden im Rahmen der Kontrollen durch die örtlichen Ordnungsämter final abstimmen. „Grundsätzlich beweist die jüngste Lageentwicklung rund um das lebensbedrohliche Coronavirus an sich die Notwendigkeit der verlängerten Kontaktbeschränkungen. Wir erwarten daher, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner strikt an Festlegungen der Eindämmungsverordnung halten. Bei Verstößen wird von der Bußgeldverhängung auch reger Gebrauch gemacht“, sagt Dahme-Spreewalds Gesundheitsdezernent Carsten Saß. Informationen für Bürger und Unternehmer Aktuelle Informationen für Bürger zur neuartigen Coronavirus-Thematik gibt es im Internetauftritt des Landkreises Dahme-Spreewald unter www.dahme-spreewald.info/de/coronavirus . Der Landkreis Dahme-Spreewald hat weiterhin ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 26-2146 zu erreichen ist. Relevante Informationen zu Unterstützungsangeboten für Betriebe im Landkreis hat Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG) auf ihrer Homepage www.wfg-lds.de zusammengestellt. Für grundlegende Fragen steht den Unternehmern das Team der WFG telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 5238-0 zur Verfügung. Für Gefahrenmeldungen zur Corona-Lage ist auch die kostenfreie KATWARN-App zu nutzen, weitere Infos zum Download sind auf der Internetseite www.katwarn.de abrufbar.Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald bestätigt den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) im Landkreis. Ein 81 Jahre alter Mann ist am Mittwoch, 01. April 2020, im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen…

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