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Rödertalbienen können nichts Zählbares mitbringen

Der HC Rödertal verliert gegen den momentanen Tabellenführer HL Buchholz 08-Rosengarten sein drittes Spiel in Serie. Vor 370 Zuschauern in der Nordheidehalle konnten die Bienen ihre Gegnerinnen zwar lange Zeit ärgern, doch am Ende waren die Handball-Luchse in den entscheidenden Situationen abgeklärter.

Bereits unter der Woche stand HCR-Coach Frank Mühlner nur ein Rumpfkader zur Verfügung. Zum Spiel fehlten nur noch Yuko Minami und Jessica Jander. Dafür durfte Linda Emely Zöge (2 Tore) aus der A-Jugend der SG Rödertal/Radeberg zum ersten Mal im Trikot der 1. Frauenmannschaft auflaufen.

Die Gastgeberinnen hatten Anwurf und waren mit ihrem ersten Spielzug direkt erfolgreich – Kreisläuferin Evelyn Schulz (2 Tore) wurde gut in Szene gesetzt und netzte zum 1:0 ein. Im direkten Gegenzug zeigten auch die Bienen, dass sie das Spiel an den Kreis beherrschen. Egle Alesiunaite passte auf Kamila Szczecina (2 Tore), die den 1:1-Ausgleich erzielte. Die Handball-Luchse erarbeiteten sich durch zwei Tore einen kleinen Vorsprung. Den erneuten Anschlusstreffer erzielte Brigita Ivanauskaite (3 Tore), die sich gegen drei Gegenspielerinnen durchsetzte und zum 2:3 traf (4. Minute). Der HCR bot den Favoritinnen in der Anfangsphase die Stirn und glich nach neun Minuten wieder zum 5:5 aus. Allerdings erlaubten sich die Gäste in der Folge zu viele Fehler, sodass die Mannschaft von Dubravko Prelcec wieder auf 7:5 davon zog. Mühlner reagiert und zückte die grüne Karte. Ivanauskaite besorgte mit einem Hammer aus knapp acht Metern den 6:7-Anschluss. Nach dem 7:8 durch Julia Mauksch (9/4 Tore) setzten sich die Handball-Luchse dank eines 3:0-Laufs auf 11:7 ab (17. Minute). Die Rödertalbienen fingen sich allerdings wieder und schafften erneut den 10:11-Anschluss. Dann folgte ein Schreckmoment auf Bienenseite – Ivanauskaite hielt sich nach einer Abwehraktion mit schmerzverzerrtem Gesicht die Hand und konnte nicht aufs Spielfeld zurückkehren. Die Gäste ließen sich von diesem Ausfall nicht aufhalten und erzielten nach 26 Minuten den 12:12-Ausgleich. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte noch einmal den Handball-Luchsen. Nach dem 13:13 durch Rabea Pollakowski (3 Tore) bauten sie den Vorsprung bis zur Sirene auf 16:13 aus.

Die Mannschaft von HCR-Trainer Mühlner war gedanklich noch in der Kabine. Das nutzten die Luchse eiskalt und zogen auf 20:13 davon – halbzeitübergreifend ein 7:0-Lauf. Mit der Hereinnahme von Lisa Loehnig (1 Tor) kam wieder etwas mehr Schwung in das Angriffsspiel. Durch Meret Ossenkopp (5 Tore) und Mauksch verkürzten die Bienen wieder auf 22:17 (39. Minute). Die Gäste mühten sich, konnten den Rückstand aber nicht weiter verkürzen. In der 46. Minute feierte Zöge ihre Premiere auf der Platte. Kurz nach ihrer Einwechslung nutzte sie den Platz auf Linksaußen und bejubelte ihr erstes Tor zum 21:26. Nun häuften sich die Fehler auf beiden Seiten merklich. Allerdings wussten die Bienen mit ihren Möglichkeiten zu selten etwas anzufangen. Dadurch zogen die Gastgeberinnen kontinuierlich auf 29:21 davon (51. Minute). Nach 55 Minuten durften sich die mitgereisten Bienenfans über den wohl schönsten Treffer der Partie freuen. Nach einem Ballgewinn machte sich Ossenkopp zum gegnerischen Tor auf. Sie sah, dass Zöge mitgelaufen war und spielte den Ball zum Kreis. Die Jugendspielerin fing den Ball in der Luft und schloss direkt zum 24:31 ab. Kurz darauf verkürzten die Bienen durch Jasmin Eckart (1 Tor) auf 25:31. Näher sollte der HCR aber bis zur Schlusssirene nicht mehr kommen. Mit dem Pfiff setzte dann Ossenkopp den letzten Treffer der Partie zum 27:32-Endstand. Die Handball-Luchse waren deutlich abgeklärter und nutzten die Fehler der Rödertalbienen im Aufbauspiel zu schnellen Kontern. Die Mühlner-Sieben blieb vor dem Tor der Gastgeberinnen heute oft zu harmlos. Allerdings konnte die Mannschaft den Ausfall von Ivanauskaite deutlich besser kompensieren, als in der Hinrunde.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Zunächst hoffe ich, dass die Verletzung von Brigita Ivanauskaite nicht zu schwer ist. Am unzufriedensten bin ich mit der Wurfleistung meiner Mannschaft. Wir haben uns heute vor dem gegnerischen Tor zu schwer getan. Auf der anderen Seite waren wir zu passiv in der Deckung und haben die Luchse immer wieder zu nah vor unser Tor gelassen.“

Florian Triebel

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