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Rödertalbienen: Kein Sieger im Sachsenderby

520 Zuschauer fanden bei sonnigem Herbstwetter den Weg in die Sporthalle Neuplanitz in Zwickau und sie sollten nicht enttäuscht werden. Das Sachsenderby bot bis zum Schluss alles, was sich das Fan-Herz wünscht. Das 24:24 (14:11) – Unentschieden geht durchaus in Ordnung.

Die Heimfans und die rund 50 mitgereisten Anhänger der Bienen verwandelten die Halle von Beginn an in einen Hexenkessel. Von dieser Kulisse zeigten sich die Mühlner-Schützlinge deutlich beeindruckt. Zunächst kam der HCR besser in die Partie und verbuchte den ersten Treffer für sich – Meret Ossenkopp (4 Tore) lief von außen ein und verwandelte. In der sechsten Minute erhöhte Julia Mauksch (2 Tore) auf 2:0. Die Gastgeberinnen fanden nun besser ins Spiel, gaben zunehmend den Ton an und drehten mit einem 5:0-Lauf zunächst die Partie. Bei den Bienen lief nicht mehr viel zusammen. Einzig über den Kampf konnten sie etwas gegen die hellwache BSV-Abwehr ausrichten. So tankte sich Tammy Kreibich (2 Tore) in der 13.Minute durch die Abwehr und netzte zum 3:5 aus Sicht des HCR ein. Davon ließen sich die Zwickauerinnen aber nur wenig beeindrucken. Sie bauten ihren Vorsprung bis zum 12:6 nach 21 Minuten sukzessive aus. Immer wieder versuchten die Bienen das Spiel schnell zu machen, erlaubten sich aber in der Vorwärtsbewegung zu viele Fehler. Zwar konnten Brigita Ivanauskaite (5 Tore) und Egle Alesiunaite(2/1 Tore) mit einem sehenswerten Stemmwurf den Rückstand auf 8:12 verkürzen (23.Minute), aber der BSV sah seine Chance, machte weiter Druck und konnte bis zur 25.Minute wieder den alten 6-Tore-Vorsprung herstellen (14:8). Erst die Einwechslung von Grete Neustadt (1 Tor) und die Umstellung auf eine 5:1-Abwehr brachten neueImpulse. Nun waren es die Zwickauerinnen, die kein Rezept fanden. Auf der anderen Seite konnte Neustadt ihre Mitspielerinnen immer wieder gut in Szene setzen. So verkürzten die Bienen den Rückstand bis zur Halbzeitpause nochmals auf 11:14.

Die zweite Hälfte startete denkbar ungünstig mit zwei Toren für den BSV zur 16:11-Führung. Den Gastgeberinnen waren inzwischen gut auf die 5:1-Abwehr des HCR eingestellt. Allerdings kamen auch die Bienen etwas besser ins Spiel, sodass sich beide Mannschaften bis zum 18:13 in der 36.Minute weitestgehend neutralisierten. Cheftrainer Mühlner brachte nun Jasmin Eckart (3 Tore), die heute eine gute Partie ablieferte, und stellte wieder auf die 6:0-Abwehr um. Die Gäste schienen sich noch nicht mit der drohenden Niederlage abzufinden und waren plötzlich am Drücker. Mit einem Mal stimmte die Zuordnung in der HCR-Abwehr und Torfrau Ann Rammerparierte gleich mehrere Würfe auf ihr Tor. Durch die gute Defensivleistung beflügelt, lief es nun auch im Angriff. Mit einem 6:0-Lauf drehten sie das Spiel und führten zum ersten Mal seit der Anfangsphase wieder mit 19:18 (44.Minute). Esentwickelte sich ein echter Krimi, welcher beidenFanlagern den Atem nahm. Keines der beiden Teams konnte für die Vorentscheidung sorgen. Die Bienen, bei denen Eckart und Thilde Boesen (1 Tor) am Kreis standen, legten vor, doch der BSV zog immer wieder nach. In der 56.Minute konnte Rammer zwei Würfe auf ihr Tor parieren, aber die Abpraller blieben jeweils in Besitz der Zwickauerinnen. Diese nutzen beide Chancen eiskalt und gingen erneut mit 24:23 in Führung. Knapp zwei Minuten vor Schluss glich Ivanauskaite wieder zum 24:24 aus – die Fans der Bienen standen Kopf. In der heißen Schlussphase scheiterte Jenny Choinowski (3/1 Tor) mit einem 7-Meter-Strafwurf am Pfosten. Der HCR kam 40 Sekunden vor Schluss nochmals in Ballbesitz,konnte seine Chance aber nicht mehr nutzen. So trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht mit 24:24 (14:11). Nach der ersten Halbzeit können die Rödertalbienen von einem gewonnen Punkt sprechen, nach der Zweiten  eher von einem Verlorenen.

 HCR-Trainer Frank Mühlner: „Wir haben heute nur schwer in die Partie gefunden. Im Angriff leistete sich meine Mannschaft zu viele einfache Fehler. Dann habe ich gleich mehrfach die Varianten gewechselt. Auch das hat uns zunächst nicht wirklich geholfen. Mit dem Punkt bin ich zufrieden. Nächste Woche kommt dann ein ganz schweres Heimspiel gegen TV Beyeröhde-Wuppertal auf uns zu.“

Florian Triebel

 

 

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SGD: Über­g­angs­ko­or­di­na­tor für Nach­wuchs Aka­de­mie

Dresden. Ver­eins­le­gen­de und Eh­ren­spiel­füh­rer Hans-Jür­gen „Han­si“ Krei­sche hat einen Ein­jah­res­ver­trag bis zum 30. Juni 2021 als haupt­amt­li­cher Über­g­angs­ko­or­di­na­tor im Nach­wuchs­be­reich der SG Dy­na­mo Dres­den un­ter­schrie­ben. Krei­sche, der in den letz­ten Jah­ren be­reits punk­tu­ell im Be­reich Scou­ting für den Leis­tungs­be­reich von Dy­na­mos Nach­wuchs Aka­de­mie ar­bei­te­te, wird ab so­fort die in­di­vi­du­el­le und sport­li­che Be­treu­ung der Per­spek­tiv­spie­ler über­neh­men so­wie als kom­mu­ni­ka­ti­ve Schnitt­stel­le zwi­schen Li­zenz- und Nach­wuchs­be­reich hin­sicht­lich der Per­spek­tiv­spie­ler fun­gie­ren. „Wir freu­en uns, dass wir mit Hans-Jür­gen Krei­sche ei­nen aus­ge­wie­se­nen Ex­per­ten als Über­g­angs­ko­or­di­na­tor ge­win­nen konn­ten, der zu­dem die Dy­na­mo-DNA in sich trägt. Ihm ob­liegt ab so­fort un­ter an­de­rem die Or­ga­ni­sa­ti­on und Ko­or­di­na­ti­on des Ta­len­te-Trai­nings mit den Per­spek­tiv­spie­lern der U19, U17 so­wie U16 und wird die­se eng in ih­rer Ent­wick­lung be­glei­ten“, er­klär­te Sport­ge­schäfts­füh­rer Ralf Be­cker. „Han­si“ war nicht nur ei­ner der bes­ten Dy­na­mo-Fuß­bal­ler al­ler Zei­ten, son­dern greift durch sei­ne Tä­tig­kei­ten als Trai­ner und im Scou­ting in den letz­ten Jahr­zehn­ten auf ei­nen enor­men Er­fah­rungs­schatz zu­rück. Un­se­re Nach­wuchs­spie­ler wer­den da­von ab so­fort noch mehr pro­fi­tie­ren“, so Jan Sei­fert, Nach­wuchs­lei­ter Sport. Auch „Han­si“ Krei­sche selbst zeigt sich vol­ler Vor­freu­de auf sei­nen neu­en Job als Über­g­angs­ko­or­di­na­tor: „Ich bin kei­ner, der ger­ne auf der fau­len Haut her­um­liegt und freue mich da­her sehr, nun die­se span­nen­de Tä­tig­keit mit jun­gen Ta­len­ten bei mei­nem Her­zens­ver­ein zu über­neh­men. In den Ge­sprä­chen mit Ralf Be­cker und Jan Sei­fert wur­de schnell klar, dass wir die glei­chen Vor­stel­lun­gen für die­se Auf­ga­be ha­ben. Ich muss­te da­her nicht lan­ge über­le­gen und freue mich sehr auf die Zu­sam­men­ar­beit.“ Hans-Jür­gen „Han­si“ Krei­sche ab­sol­vier­te von 1964 bis 1977 ins­ge­samt 344 Pflicht­spie­le für die SGD und er­ziel­te da­bei 188 Tore. Der 73-jäh­ri­ge Dresd­ner ist mit noch heu­te be­ein­dru­cken­de 131 Tref­fern in 234 Erst­li­ga­spie­len der er­folg­reichs­te Tor­schüt­ze in der Ära der DDR-Ober­li­ga für Dy­na­mo Dres­den.Nach sei­nem Kar­rie­re­en­de als Ak­ti­ver war Dy­na­mos Eh­ren­spiel­füh­rer un­ter an­de­rem als Trai­ner bei der SGD und als Scout für den Ham­bur­ger SV tä­tig. Als Spie­ler fei­er­te der Mit­tel­feld­spie­ler fünf Meis­ter­schaf­ten und ei­nen FDGB-Po­kal­sieg mit der SG Dy­na­mo Dres­den. Für die DDR-Aus­wahl ab­sol­vier­te Krei­sche ins­ge­samt 50 Län­der­spie­le (25 Tore). Er ge­wann 1972 die Bron­ze­me­dail­le im olym­pi­schen Fuß­ball­tur­nier und nahm mit der DDR-Na­tio­nal­mann­schaft an der Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft 1974 in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land teil. (pm/SG Dynamo Dresden)Ver­eins­le­gen­de und Eh­ren­spiel­füh­rer Hans-Jür­gen „Han­si“ Krei­sche hat einen Ein­jah­res­ver­trag bis zum 30. Juni 2021 als haupt­amt­li­cher Über­g­angs­ko­or­di­na­tor im Nach­wuchs­be­reich der SG Dy­na­mo Dres­den un­ter­schrie­ben. …

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