Rainer Könen

„Eine Stadt tanzt“ im Bürgerzentrum

Hoyerswerda. Das neue KuFa-Tanzprojekt „Hoy! Is wer da?“ feiert am Freitag Premiere.

Ein alter Mann, glatzköpfig, ernst-blickende Augen, zerknautschte Mimik. Das Leben hat eine Menge Spuren hinterlassen. Kein besonders optimistisch-dreinschauendes Gesicht.

Dieses Konterfei schmückt in Hoyerswerda Plakate, die auf eine Veranstaltung im Bürgerzentrum hinweisen und die zeigt, dass sich die KuFa-Bürgertanzkompanie wieder mit einem Thema auseinandergesetzt hat, das in der Zuse-Stadt so mancher kennt. Vom Hörensagen, vom eigenen Erleben. Das Porträt, es „ist die personifizierte Einsamkeit“, beschreibt es Stéphane Le Breton. Aber bevor man nach längerem Anschauen vollends in eine depressive Stimmung verfällt, schiebt der 48-Jährige schnell nach, dass dieser zerknirscht-wirkende ältere Herr jedoch auch lächeln könne.

Zu beobachten ist das an diesem Wochenende, da verwandelt sich das Bürgerzentrum in eine Bühne. Wird im gesamten Haus ein neues Tanzprojekt aufgeführt, von der KuFa-Bürgertanzkompagnie und einigen international bekannten Künstlern. Regie führt dieses Mal nicht KuFa-Mitarbeiter Dirk Lienig, sondern Stéphane Le Breton. Beide kennen sich gut, beide besuchten in den 80er-Jahren die Ballettschule an der Oper Leipzig. Im Wesentlichen geht es bei dem neuen Stück, das am Freitag Premiere feiert, um das Thema Einsamkeit in der Stadt. Darum, wie es so ist, wenn Menschen ihrer Heimat den Rücken kehren und dabei Freunde und Familie zurücklassen. 

Die Einsamkeit, sie kommt nach Hoy mit dem Zug, vermutlich mit dem Regionalexpress. So geht das Stück los. 43 Tänzer sind dabei, unter ihnen auch Dirk Lienig. Die Mitwirkenden haben dem Regisseur von ihren Erfahrungen berichtet, vom Weggehen, vom Zurückkehren, von denen, die hier geblieben sind, und von denen, die sich zunehmend einsam fühlen. Stéphane Le Breton, sein bürgerlicher Name lautet Stefan Schiwek, hat mit dem Ensemble ein Jahr lang geprobt. In drei Akten wird gezeigt, was Einsamkeit aus einem Menschen machen kann, wie sie verändert. „Viele Erlebnisse der Tänzer spiegeln sich hier wieder“, so der Regisseur.

Sechs Aufführungen wird es am Wochenende im Bürgerzentrum geben. Das Ende, es ist, dies darf man an dieser Stelle andeuten, nicht so, dass man von düsteren Gedanken umwoben nach Hause geschickt wird. Nur so viel: Die Einsamkeit, sie wird am Ende wieder in den Zug steigen müssen.

Weitere Infos:
Premiere ist am Freitag, 15. November, 20 Uhr,  im Bürgerzentrum. Weitere Aufführungen finden am Samstag, 16. November, 14, 17 & 20 Uhr statt sowie am Sonntag, 17. November, 15 und 18 Uhr.

Die Premiere ist ausverkauft, für die anderen Vorstellungen gibt es noch Karten.

Tickets unter www.kufa-hoyerswerda.de

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Vertragsverlängerung im Fuchsbau

Weißwasser/O.L.. Bei den Lausitzer Füchsen füllt sich der Kader weiter. Mit Kale Kerbashian bleibt ein weiterer Leistungsträger an Bord. Nachdem der in Thunder Bay geborene Kanadier in der letzten Saison Anfang Februar von HK Nitra aus der slowakischen Liga nach Weißwasser kam, zeigte er in den acht Spielen für unseren Club durchweg starke Leistungen. Mit 10 Punkten, davon zwei Toren und acht Vorlagen, war er maßgeblich an der mannschaftlichen Stabilisierung zum Ende der Hauptrunde beteiligt. Er konnte sich sofort in die Mannschaft integrieren und hat die Trainer und auch die Zuschauer als Führungsspieler überzeugt. "Ich bin sehr froh, dass Kale in Weißwasser bleibt. Er ist ein äußerst talentierter Spieler und läuferisch sehr stark. Er besitzt aufgrund seiner vielen Fähigkeiten eine Menge Möglichkeiten, das Offensivspiel zu gestalten. Zudem hat er einen ausgezeichneten Charakter mit dem brennenden Willen, zu gewinnen. Dieser unbedingte Siegeswille ist für mich als Trainer äußerst wichtig. Denn wir spielen, um möglichst jedes Match zu gewinnen. Seine Professionalität, seine Fähigkeiten und sein Charakter werden uns garantiert helfen, unser Ziel, ein beständig gutes und wettbewerbsfähiges Team zu sein und attraktives Eishockey zu spielen, zu erreichen – eben Füchse-Eishockey!“, erklärte Füchse-Headcoach Corey Neilson. „Ich freue mich sehr, in dieser Saison wieder bei den Lausitzer Füchsen zu sein. Ich habe meine kurze Zeit in der letzten Saison in Weißwasser wirklich genossen. Meine Teamkollegen, die Trainer, das Management und besonders die Fans waren alle großartig. Ich denke, wir haben einige starke Spieler für die nächste Saison verpflichtet und haben das Potenzial, eine Top-Mannschaft zu sein, was das Wichtigste ist“, so der Kanadier zu seiner Vertragsverlängerung. Kale Kerbashian wird in Weißwasser eine weitere Kontingentstelle besetzen. (pm/Lausitzer Füchse)Bei den Lausitzer Füchsen füllt sich der Kader weiter. Mit Kale Kerbashian bleibt ein weiterer Leistungsträger an Bord. Nachdem der in Thunder Bay geborene Kanadier in der letzten Saison Anfang Februar von HK Nitra aus der slowakischen Liga nach…

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