sst

Baustart für den Quartierstreff in Großräschen

Der Umbau der ehemaligen Sauna im Erdgeschoss des Sportfunktionsgebäudes in der Chransdorfer Straße 2 zum Quartierstreff hat jetzt begonnen, berichtet Großräschens Stadtsprecherin Kati Kiesel.
Bilder
Neue Türdurchbrüche und Klinkerstützen im zukünftigen Mehrzweckraum. Foto: Stadt Großräschen/Kati Kiesel

Neue Türdurchbrüche und Klinkerstützen im zukünftigen Mehrzweckraum. Foto: Stadt Großräschen/Kati Kiesel

Für das Gesamtinvestitionsvolumen von 541 000 Euro seien Fördermittel aus dem Investitionspakt Soziale Integration im Quartier in Höhe von 461 000 Euro verteilt auf die Haushaltsjahre 2019 bis 2021 bewilligt worden. Die Fassade, Heizung und Lüftung des Sportgebäudes seien bereits 2018 mit Leader-Fördermitteln energieeffizient saniert. Alle Ausschreibungen hätten regionale Unternehmen für sich entschieden. Buchanelektrik aus Altdöbern habe den Auftrag für die für die Elektroarbeiten, die Mako GmbH aus Proschim für Putz-, Maler und Bodenlegearbeiten, Haustechnik Großräschen für Heizung, Lüftung, Sanitär und die Kehl GmbH aus Senftenberg für die Baureinigung. „Die aufwendige Entkernung der ehemaligen Sauna ist bereits erledigt. Das Erkennungszeichen des Sportgebäudes, der runde Erker, wird zukünftig Teil eines 160 Quadratmeter großen, teilbaren Mehrzweckraumes. Eine Bürgerküche, ein Büro für die Quartiersmanagerin und ein Raum für den Seniorenbeirat sollen mit den entsprechenden sanitären Einrichtungen entstehen. Der Eingangsbereich und eine der Toiletten werden barrierefrei gestaltet“, berichtet Kiesel.

Planer Fred Jasinski: „Wir haben in dem Gebäude aus den 80er Jahren Zeugnisse der Großräschener Klinkerkultur wiederentdeckt, in einer Wand und in den Stützen, die wir natürlich erhalten möchten. Ansonsten entsteht durch den Umbau ein topmodernes Gebäude, das mit Barrierefreiheit, Brandschutzwänden, Energieeffizienz, Akustikdecken und flexiblen Einsatzmöglichkeiten alle heutigen Standards erfüllt.
Der Mehrzweckraum soll für die Bewohner und Vereine des Quartiers vielfältig nutzbar sein. Der Quartierstreff ist als Angebot zur Beteiligung konzipiert, das aktiv auf unterschiedliche Zielgruppen – auch auf sozial Benachteiligte, Junge, Ältere und Migranten – zugeht. Für die Kontaktaufnahme im Quartier sorgt nicht nur Quartiersmanagerin Karin Krüger, sondern auch seit kurzem die Mitarbeiter des BIWAQ-Projektes. Beide haben bereits Büros in der 2. Etage des Gebäudes. Die WEQUA - Wirtschaftsförderungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH Lauchhammer ist Partner der Stadt Großräschen für das BIWAQ-Förderprogramm. Großräschener, die auf der Suche nach neuen beruflichen Perspektiven sind, können sich gern bei Quartiersmanagerin Karin Krüger unter 0152 -  03929722 melden. Im BIWAQ-Programm können sie ausprobieren, ob sie sich für Gartenbau, Soziale Berufe oder das Handwerk begeistern.
Bürgermeister Thomas Zenker:Der Stadtumbau in der Nordstadt und im Malerviertel war über zwei Jahrzehnte vor allem von Schrumpfung und Rückbau geprägt, hat den Bewohnern einiges abverlangt. Dank guter Förderprogramme, aktiver Partner in der örtlichen Wohnungswirtschaft, städtischer sowie privater Investitionen hat sich die Entwicklung dieses Stadtteils sichtbar zum Positiven gewendet.“
Der Neubau am DRK-Seniorenwohnpark, der neue Netto-Markt, der Spielepfad mit dem Garten der Kinder, der Seespielplatz, die Nachnutzung der „Alten Lausitz“ als Haus der Caritas, die Neugestaltung des Liebermannparkes und, wenn Fördermittel fließen, ein Kita-Neubau verbessern laut Zenker die Wohnqualität. Aber auch Rückbauten wie beim ehemaligen „Schlecker“ in der Rubensstraße, dem Gebäude Wern in der Wilhelm-Pieck-Straße oder den Hochspannungsleitungen würden das Quartier verschönern.
Thomas Zenker: „Im Wohnpark Hugoschacht, in der Tempo-Siedlung und in der Kunze-Siedlung sind Baugrundstücke oder Einfamilienhäuser sehr gefragt. Der Quartierstreff wird ein weiterer Anziehungspunkt für die grüne Nordstadt und fördert die ’Soziale Stadt‘ und das BIWAQ-Team. Außerdem könnten die benachbarte Stützpunktfeuerwehr Großräschen Nord, der Schlupfwinkel Weißwasser e.V. und der Sportverein von dem Mehrzweckraum profitieren.“
(PM/Stadt Großräschen)