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Gröditz. Gröditz hat während der Coronazeit einen neuen Jugendclub bekommen. Leon Arndt und seine Mitstreiter haben mutig ein Projekt gestartet, das bereits jetzt ein Erfolg für die Stadt Gröditz ist.
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Vorstandschef Leon Arndt hofft in diesem Jahr auf viele Veranstaltungen und vor allem viele neue Jugendliche, die den neuen Jugendclub  "Social Club" in Gröditz mit Leben und guten Ideen füllen.

Vorstandschef Leon Arndt hofft in diesem Jahr auf viele Veranstaltungen und vor allem viele neue Jugendliche, die den neuen Jugendclub "Social Club" in Gröditz mit Leben und guten Ideen füllen.

Foto: Farrar

Gröditz. Mit einem neuen Verein starten junge Gröditzer ins Jahr 2022. Der "Social Club Gröditz e.V." wurde zwar bereits 2021 gegründet, aber durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie, hoffen die Vorstandsmitglieder Leon Arndt, Laura Hofmann und Niclas Jähn auf den richtigen Start in diesem Jahr. "Ungünstiger konnte der Neustart für einen Jugendclub natürlich nicht laufen. Mit den Verschärfungen in der Corona-Pandemie wurden alle Treffs geschlossen und die Kontakte vor allem für Jugendliche untersagt. Aber wir hatten viele gute Ideen und wollten zeigen, dass trotzdem etwas möglich sein muss", erinnert sich Leon Arndt. Und die ersten Veranstaltungen, wie die Halloween-Party oder die Handwerker-Camps haben ihm Recht gegeben. Immerhin hat der Verein bisher schon 17 Mitglieder bekommen - Tendenz steigend.
 
Leon selbst ist Eventmanager und aktuell BA-Student in Riesa und kümmert sich wie alle anderen ehrenamtlich um das Gelingen im Club. Mit vielen Spenden haben bisher Privatleute, Firmen und Organisationen die Einrichtung des Social Clubs mit Sofas und PCs unterstützt. "Viele Dinge haben wir aber auch mit den Jugendlichen selbst gebaut und daraus gleich eine schöne gemeinsame Aktion gemacht", erzählt Leon Arndt und präsentiert dabei den Empfangstresen im Eingangsbereich und die "neuen" Lautsprecherboxen im Spielezimmer. Auch über Projektfonds konnte bereits eine Summe akquiriert werden, mit der die untere Etage renoviert und mit den etwa 30 regelmäßig anwesenden Jugendlichen - nicht nur aus Gröditz - hergerichtet wurde. "Über den Fördertopf "Aufholen nach Corona" stehen uns 1.000 Euro zur Verfügung, die für Ausflüge und Veranstaltungen eingesetzt werden können. Ein Grund mehr auf die schnelle allgemeine Öffnungsstrategie zu hoffen", erklärt Leon Arndt. Dann soll es auch einen Graffitikurs mit Sebastian Bieler geben, bei dem abnehmbare, großformatige Bilder für den Innenbereich entstehen sollen.
 
Die Stadt als Eigentümer der Immobilie ist froh, dass es jetzt für die Jugendlichen wieder einen Platz gibt, wo sie sich treffen und gemeinsam ihre Freizeit verbringen können. Immerhin sind die bisherigen Treffs am Busbahnhof oder vor diversen Einkaufsmärkten nicht immer gut angekommen. "Von der Stadt haben wir Unterstützung beim Start bekommen und erhalten weiterhin das Gebäude und die Nebenkosten spendiert. Sonst wäre unser Vorhaben nicht möglich gewesen", freut er sich. Auch über den guten Kontakt zur Mobilen Jugendarbeit mit Marco Wegner sowie zur Oberschule ist er sehr froh.
 
Großer Zukunftswunsch
 
"Wir hoffen, mit ganz viel Glück, dass langfristig ein Sozialarbeiter für die alltägliche Betreuung des Clubs eingestellt werden kann", wünscht sich Leon Arndt. Denn nur dann wäre es möglich, gesicherte und ganztägige Öffnungszeiten anzubieten. Auch ein guter Kontakt zu den Nachbarn steht ganz oben auf seiner Wunschliste: "Wir wollen offen miteinander umgehen und Probleme direkt ansprechen. Vielleicht gibt es auch mal gemeinsame Projekte im Stadtteil."
 
Lange Tradition
 
Das Gebäude an der Kleist Straße hat eine lange Tradition als Jugendzentrum. Selbst zu DDR-Zeiten gingen dort Kinder und Jugendliche ein und aus. Nach vielen Jahres des Leerstandes, gibt es seit einigen Monaten wieder Aktionen und Möglichkeiten des Treffens.
 
Übrigens, die ursprüngliche Nutzung des Hauses als Wahlraum für das Stadtgebiet, bleibt natürlich weiterhin bestehen.