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Wer erinnert sich noch an ihn?

Heimatforscher bittet WochenKurier-Leser wieder um Mithilfe
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Heimatfreund Klaus Wopat forscht wieder in der Großenhainer Vergangenheit: Diesmal sucht er Hinweise zum Leben des beliebten Lehrers Wilhelm Dickmeiß. Der Ex-Großenhainer Klaus Wopat sucht aktuell Informationen und Dokumente aller Art über Wilhelm Dickmeiß, einen Lehrer, der in den Nachkriegsjahren bis 1978 in Großenhain lebte. Der Grundschul- und Oberschullehrer Dickmeiß, geboren etwa 1913, blieb wahrscheinlich wegen der Kriegsereignissen in Großenhain hängen und ging erst mit Erreichen des Rentenalters im Jahre 1978 wieder in seine eigentliche Heimat Aachen zurück. „Alle, die ihn kennen, sprechen mit Hochachtung von ihm, weil er ein Lehrer mit Leib und Seele war“, erzählt Klaus Wopat aus eigener Erfahrung. Zum Treffen seiner Grundschulkasse 8cg der Goetheschule nach 25 Jahren im besagten Jahr 1978 war der Lehrer der Einladung gefolgt. Dann hat ist er in die BRD abgereist. „Das traf uns genauso schlimm, wie der Abschied von der Grundschule im Jahre 1953. 25 Jahre später überraschte er uns, damit, dass er fast jeden mit Namen ansprach“, so Wopat weiter. Unser altehrwürdiger Lehrer berichtete, dass er etwa 10.000 Schüler unterrichtet hat. Die hohe Zahl erklärt sich daraus, dass er viele Jahre Astronomie unterrichtet hat, damit war er schulübergreifend präsent. Keinen Hehl machte er draus, dass er schon lange auf die Rückkehr in seine Heimat wartet. Er hatte wohl in den letzten Jahren Schwierigkeiten mit dem System und wurde auch zwangsversetzt. Wie lange er in der alten Heimat gelebt hat, bleibt aufzuklären, genauso seine Familiengeschichte, sein Wandel zwischen den Welten und wer ihm hier Steine in den Weg gelegt hat? Übrigens, der mit der Hilfe der WochenKurier-Leser entstandene Beitrag über die Schule in Großenhain- Naundorf (wir berichteten) befindet sich im Druck des Großenhainer Heimatkalenders 2018 und wird demnächst erscheinen.