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Sanierung geht in die Tiefe

Riesaer Schwimmhalle bekommt neue Technik, Umkleiden und Farbe.
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Rettung naht! Auch für die Riesaer Schwimmhalle stehen die Zeichen auf »Überleben«. Im nächsten Jahr soll für 3,7 Millionen Euro saniert werden. Foto: Archiv

Rettung naht! Auch für die Riesaer Schwimmhalle stehen die Zeichen auf »Überleben«. Im nächsten Jahr soll für 3,7 Millionen Euro saniert werden. Foto: Archiv

Im kommenden Jahr könnte die Schließzeit des Riesaer Hallenschwimmbad (HSB) etwas länger als gewohnt betragen. Der Grund liegt in der geplanten Modernisierung und Umgestaltung des Hallenbades. Neben Schul- und Vereinsschwimmen nutzen zahlreiche Riesaer und Gäste das HSB. So konnten in den letzten Jahren im Durchschnitt 135.000 Besucher pro Jahr begrüßt werden. Die Baustelle Den Bewilligungsbescheid für Fördermittel aus der Sportförderrichtlinie des Freistaates vorausgesetzt, soll im nächsten Sommer die Technik mit Pumpen und Steuerungen, die thermische Hülle samt Dach und Fassade sowie die Gliederung der Umkleideräume erneuert werden. Das hat eine umfassende Zustandsermittlung ergeben. Den Besuchern wird wohl als erstes das neue Farbkonzept auffallen, dass für den Eingangsbereich, die Umkleiden und die Fassade geplant ist, vermutet der Planer: Blau für Gruppenumkleiden und die Stadtwerkefarbe Orange für Umkleiden für Einzelpersonen. Auch soll mit einer Neugliederung der Umkleideräume der Stau währende der Trainingszeiten und beim Schulsport aufgelöst werden. So werden auch die Lüftung, Fußböden, die Fönanlagen und das Licht erneuert. Der behindertengerechte Zugang zum Hallenschwimmbad wird im Rahmen der Sanierung verbessert. Ein neuer Lagerraum und die zentralisierten Steuerungstechnik im Schwimmhallengebäude sollen die Arbeitsabläufe optimieren. Im Innenraum der Schwimmhalle werden im hinteren Teil der Galerie und oberhalb des Sprungturmes zwei neue Lüftungen eingebaut, um die Kondensatbildung an den Metallträgern der Halle künftig zu vermeiden. Die Kosten Die erste Kostenschätzung ermittelte einen Wert von 3,7 Millionen Euro, die für die Sanierungsarbeiten benötigt werden. Davon würden zwei Millionen als Eigenmitteln von den Stadtwerken Riesa aufgebracht werden müssen. Der Zeitplan Bis November soll jetzt die Genehmigungsplanung erstellt werden. Die Ausschreibungen könnten dann im 4. Quartal erfolgen. Die Sanierung der äußeren Hülle soll unabhängig vom Badebetrieb im April starten. Bereits ab Mitte Mai und bis Mitte September 2019 müsste dann mit der saisonbedingten Schließzeit die technischen Erneuerungen realisiert werden. Ob das Freibad dann eher und auch länger öffnen könnte, muss noch diskutiert werden. Ende November 2019 wäre der Bau abgeschlossen. Das HSB wurde durch die SWR mit Beginn der Übernahme durch die Gesellschaft im Jahr 1997 grundlegend saniert und 2001 durch den Anbau eines weiteren Beckens mit einer 10-Meter-Sprungturmanlage erheblich erweitert. Mit dem Umbau der Sauna im Jahr 2004 erhielt das HSB einen weiteren Anziehungspunkt. Um den Betrieb des Schwimmbades in der gewohnten Qualität zu erhalten, tragen die SWR als Eigentümer des HSB unter anderem die notwendigen Reparatur- und Instandhaltungskosten.