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Riesaer Zunftbaum erneuert

Riesa. Die Ehrung der Handwerkszünfte bleibt in der »DNA der Riesaer«. Die Zunftzeichen am Riesaer Zunftbaum oberhalb des Rathausplatzes, wurden jetzt erneuet. Das war auch der Wunsch der Bürger.

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Seit 2004 besitzt Riesa einen Zunftbaum, an dem alle in der Stadt und dem Umland vertretenen Handwerkszünfte mit ihrem Zeichen präsentiert werden. Was als Idee der Kreishandwerkerschaft Region Meißen 2003 nach dem Elbehochwasser begann und mit Unterstützung der Wirtschaft entstand, ist heute ein Riesaer Wahrzeichen am oberen Rathausplatz, das aus der Elbestadt nicht mehr wegzudenken ist. »Initiiert haben damals die Kreishandwerker den Bau des Zunftbaumes mit seinen speziellen Zunftzeichen. Er wurde allerdings bei seiner offiziellen Einweihung am 24. August 2004 der Stadt Riesa geschenkt. Damit war gesichert, dass das metallene Wahrzeichen passend beleuchtet und nachhaltig in Ordnung gehalten wird«, erklärt Kreishandwerksmeister a.D., Kurt Hähnichen. Von der Übergabe an die Stadt im Jahr 2004 und der Bedeutung der 36 einzelnen Zunftzeichen zeugt eine Info-Tafel vor dem Zunftbaum. Auch diese könnte perspektivisch überarbeitet werden. Als Idee aus dem Bürgerhaushalt und nach einer Anregung von HGV-Chef und Handwerksmeister aD., Kurt Hähnichen, wurden die 36 Zunftzeichen jetzt saniert.

Die Sanierung kostete die Stadt etwa 5.000 Euro. »Diese überschaubare Summe haben wir sehr gern aufgebracht, um den Zunftbaum in seiner Wirkung lange zu erhalten«, versichert Bürgermeisterin Kerstin Köhler vor Ort. Der Zunftbaum gehöre heute zu Riesa wie das Handwerk selbst. Besonders schön fand sie das Engagement der Bürger, die die Erneuerung für den jährlichen Bürgerhaushalt vorgeschlagen hatten. In dessen Rahmen war die Erneuerung zwar nicht möglich, aber jetzt konnte die Idee trotzdem umgesetzt werden.

In viele traditionelle und repräsentative Zusammenkünfte wurde der Zunftbaum bereits eingebunden. Sei es früher zum Weihnachtssingen oder beim Treffen der Vertreter der Partnerstädte sowie viele weitere.

Kurt Hähnichen hätte sich in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Region Meißen gewünscht, dass auch in den Nachbarstätten Großenhain und Meißen ähnliche Zunftbäume entstanden wären. Immerhin haben sie mit ganz besonderen Handwerkskünsten einiges zu bieten. Großenhain mit dem Tuchmacherhandwerk und Meißen mit der weltweit bekannte Porzellan- und Keramikproduktion. Aber bisher kam es da noch nicht zur Realisierung. Wobei es an Ideen nicht mangelt. »In der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft in Riesa steht bereits ein pyramidenförmiges Modell für einen weiteren Zunftbaum«, erinnert sich Kurt Hähnichen. Er hat die Hoffnung auf weiter Zunftbäume zur Ehrung der Handwerkerschaft noch nicht aufgegeben.


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