Verena Farrar

Riesaer Museumschefin Maritta Prätzel geht in den Ruhestand: »Es bleibt mein liebster Ort«!

Riesa. Vor mehr als 33 Jahren ist Maritta Prätzel als Museumspädagogin ins Riesaer Museum gekommen. 1994 wurde sie die Leiterin des Stadtmuseums im heutigen Haus am Poppitzer Platz. In den kommenden Tagen ist es Zeit für sie, Abschied zu nehmen. Ihr beruflicher Ruhestand steht an.
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Riesaer Museumsleiterin Maritta Prätzel geht in den Ruhestand.

Riesaer Museumsleiterin Maritta Prätzel geht in den Ruhestand.

Foto: Farrar

Dennoch erinnert sie sich an viele schöne aber auch schwierige Momente bei der Entwicklung des einstigen kleinen Museumsraumes zum modernen Haus der Regionalgeschichte mit zahlreichen Mitarbeitern, einer regen Vereinsarbeit und wechselnden Trägern. Auch wenn der Übergang vom vereinsgeführten Museum über die städtische Leitung bis hin in den Schoß der FVG nicht immer einfach war, sei die Entwicklung eine durchweg positive. Das ist aber unumstritten auch dem Einsatz von Maritta Prätzel und ihrem engagierten Team zu verdanken. Immer waren sie auf der Suche nach Ausstellungsthemen, die bei den Riesaern Spannung und Neugier auslösten. »Meine Lieblingsausstellung war wirklich eine der ersten. Dabei ging es 1995 um »Die letzten Tages des Krieges«. Wir haben dafür viel recheriert und bewegende Gespräche geführt. Dabei hat uns der Maler Erich Gerlach aus Dresden mit seinen Zeichnungen unterstützt und berührt«, erinnert sich die Museumsleiterin. Die aufwendigste Ausstellung war unbestritten die aktuelle Erforschung der Riesaer Mumien und deren wissenschaftliche Aufarbeitung.
 
Der grobe Jahresplan für 2022 steht vor der Übergabe des Zepters an die »Neue«. Damit kann sich ihre Nachfolgerin Anja Hirschberg (31) gut einarbeiten und dennoch ihre Ideen einbringen. Sie war die Leiterin des Deutschen Damast- und Frottiermuseums in Großschönau. Für sie ist der neue berufliche Abschnitt eine Rückkehr in ihre Geburtsstadt Riesa. Sie absolvierte ihr Studium der Geschichte und Kunstgeschichte mit dem Masterabschluss an der Technischen Universität Dresden.
 
Zwar wird Maritta Prätzel am meisten ihr tollen Team vermissen, dennoch freut sie sich schon auf ihre neue Freizeit. »Da werde ich mir viel Zeit für die Familie nehmen, meine zwei Enkel und meinen Garten, den ich bisher eher meinem Mann überlassen habe. Aber auch im Museum will sie sich weiter engagieren. Im Museumsverein, der Theatergruppe und bei der Mondscheinführung werden wir sie auf jeden Fall wieder sehen...


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